Siemens-Korruptionsaffäre

200 Millionen Euro veruntreut

Zwei weitere Mitarbeiter von Siemens sind unter Untreueverdacht verhaftet worden. Sie sollen sich mit anderen Beschuldigten zu einer Bande zusammengeschlossen und rund 200 Millionen Euro in schwarze Kassen im Ausland abgezweigt haben.

Lesermeinungen zum Beitrag

23. November 2006 08:53

Ist veruntreutes Geld steuerlich absetzbar?

Jens Hornbruch (jhgeo)

Würde mich nach VW/Hartz und Siemens echt interessieren, ob die Firmen die Fehlbeträge auch steuermindernd absetzen dürfen? Bei den geringen Strafen, die die Schuldigen erwarten, wäre "Veruntreuung" echt noch eine Überlegung, um als Selbständiger weniger Steuern zu zahlen...

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23. November 2006 08:26

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

A. Malliki (a.malliki)


Die schweizer Staatsanwaltschaft ermittelte schon vor geraumer Zeit gegen Siemensmitarbeiter, die von der Betriebsrentenkasse Gelder abgezwackt haben.

Vermutlich war diese der Auslöser für die Aufdeckungen in Deutschland, um Schlimmeres zu verhindern.

Es ist doch naheliegend, dass eventuelle Bestechungsgelder nicht aus den ausgewiesenen Umsätzen bezahlt werden, sondern dafür müssen doch vermutlich andere, nicht in Erscheinung tretende Konten, herhalten.

Woher stammen also die 200 Million tatsächlich?

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23. November 2006 06:48

200 Mio "veruntreut"

Bernd R. Conrad (conrad06)

son Schwachsinn, wer glaubt denn, dass man in dieser Welt einen Milliardenauftrag abwickeln kann, ohne nuetzliche Berater?? Soetwas gaebe es in Frankreich nicht.

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22. November 2006 17:32

Verkommene Gesellschaft

Volker Best (vbest)

Und wo bleibt das Getöse der Politiker? Bei der mit schöner Regelmäßigkeit geführten Debatte um den sogenannten "Mißbrauch" durch Hartz-IV-Empfänger (deren Ausmaß ebenfalls regelmäßig als zu vernachlässigende Größe konstatiert wird) zieren sie sich weit weniger. Bei solchen Ereignissen erkennt unsereins wenigstens, für wen sich unserere "Volksvertreter" engagieren.

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22. November 2006 17:19

Vom Teenager über den Manager zum Versager...

Dieter Linde (linde-buch)

Manchmal weiss ich nicht, ob es noch Menschen gibt, die an die Fähigkeit von Managern glauben. Manche Zeitungen tun sich offensichtlich schwer, das Offensichtliche zu erkennen: es gibt keine Helden der Globalisierung, auch wenn so mancher Reporter (aus Naivität oder weil er sich im Lichte dieser "Lichtgestalten" sonnen will?) dies nach wie vor schreibt.
Wer diese Leute einmal im Job kennengelernt hat, wundert sich über gar nichts mehr. Das "Reporting-Unwesen" (man hört nur Untergebenen zu, die einem sagen, was man hören will) stellt sicher, dass der gemeine Manager in einer Parallel-Welt lebt und in vielen Fällen nichts mehr von dem versteht, was er managt.
Für Herrn Kleinfeld: bei Siemens wurde und wird alles hergestellt und gehandelt, was mit Elektrotechnik zu tun hat (sehr erfolgreich: Werner von Siemens). Wissen Sie das noch?
So kommt es auch, dass sich ein völlig neues Werte-System entwickelt hat: alles für den Shareholder, sofern es nicht der eigenen Tasche weh tut. Mitarbeiter sind "Material" auf Neuhochdeutsch: Ressourcen und werden weitgehend ignoriert. Führen wir am besten mittelalterliche Feudal-Strukturen und die Sklaverei wieder ein. Denn: sozial ist, was Arbeit schafft!

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