23. April 2007 139 Jahre lang hatte die Familie Hugendubel das Sagen in ihren Buchläden. Dann haben Nina und Maximilian Hugendubel die Kontrolle über ihr Unternehmen aufgegeben. Im vorigen Herbst sind sie samt Shops zur Augsburger Verlagsgruppe Weltbild geflüchtet. Die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens sei ein "großer Schritt", notwendig um eine führende Rolle im Buchmarkt zu spielen, verkündeten die Geschwister regungslos. Damit ist es vorbei mit der Eigenständigkeit des Münchner Traditionshauses. Vater Heinrich hatte Hugendubel zu einer angesehenen Marke mit 30 Filialen ausgebaut. Nur die zum Douglas-Konzern gehörende Thalia-Kette ist größer. Seit seinem Tod 2005 führen die beiden Kinder die Buchhandelskette mit 250 Millionen Euro Umsatz gemeinsam mit zwei familienfremden Managern. Der Sohn leitet den Bereich Finanzen, Tochter Nina, 1970 geboren, Marketing und Vertrieb.
Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 22.04.2007, Nr. 16 / Seite 45
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa/dpaweb
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