28. Juli 2004 Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten ist nach Darstellung der Notenbank Fed im Juni und Anfang Juli uneinheitlich gewachsen. Dies geht aus dem am Mittwoch in Washington vorgelegten Konjunkturbericht Beige Book hervor, den die Federal Reserve Bank von Cleveland auf Basis von Daten bis zum 19. Juli erstellt hat.
Die Berichte aus den zwölf Fed-Distrikten signalisierten, daß die Wirtschaft im ganzen Land gewachsen sei, in einigen Bezirken habe sich das Wachstum aber etwas abgeschwächt. In der Hälfte der Fed-Distrikte sei das Wachstum moderat bis solide gewesen, fünf Distrikte hätten eine Abschwächung des Wachstums ermittelt: New York, Cleveland, Richmond, Kansas City und San Francisco. Die Fed von Boston habe gemischte Signale aufgenommen.
In dem am 16. Juni veröffentlichten Beige Book war noch von einem an Breite gewinnenden Wirtschaftswachstum bei geringer Inflation die Rede gewesen (Amerikanische Wirtschaft wächst weiter). Im aktuellen Bericht waren wiederum Berichte von steigenden Erzeugerpreisen an der Tagesordnung, wogegen steigende Einzelhandelspreise selten erwähnt wurden. Der Anstieg der Löhne und Gehälter habe nicht an Tempo gewonnen, die Kosten von Lohnzsatzleistungen (Benefits) seien weiter gestiegen, hieß es weiter.
Das Beige Book dient dem für die Geldpolitik verantwortlichen Offenmarktausschuß der Fed (FOMC) als wichtige Grundlage für seine Zinsentscheidungen. Das Gremium kommt am 9. und 10. August zu seinem nächsten turnusmäßigen geldpolitischen Treffen zusammen. Volkswirte rechnen damit, daß die Fed ihren als Schlüsselzins geltenden Zielsatz für Tagesgeld dann abermals um 25 Basispunkte anheben wird. Bei ihrer Sitzung Ende Juni hatte sie erstmals seit vier Jahren eine Erhöhung des Schlüsselzinses beschlossen, und zwar um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent.
Text: FAZ.NET mit Material von Reuters, Dow Jones - vwd
Bildmaterial: AP
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