
Mich persönlich beeindruckt der letzte Satz dieses Artikels am meisten: Wo Medizinstudenten nach mindestens 5 erfolgreichen Studienjahren fulltime im Krankenhaus arbeiten, teils gar mit Pieper in die Freizeit ziehen, wo andererorts (z.B. Schweiz) eine angemessene Bezahlung üblich ist, gilt in Deutschland nach wie vor: Knechten ohne Lohn, selbst das Mittagessen ist in den meisten Krankenhäusern selbst zu zahlen. (Positive) Ausnahmen laufen auf freiwilliger Basis der Krankenhäuser und wohlgemerkt auf niedirgstem Niveau (200€).
Hierbei werden keinesfalls kostspielige Lehrveranstaltungen für die Studenten geboten, der Student arbeitet im Regelfal auf den völlig überlasteten Stationen eingebunden mit, hat nebenbei natürlich keine Zeit mehr zum Jobben und sollte irgendwie auch noch fürs finale Examen lernen.
Dass jetzt ein großer Krankenhausbetreiber 400€ offeriert ist immerhin ein Schritt in die richtige Richtung und zeigt vielleicht, dass langsam wahrgenommen wird welchen Profit die Krankenhäuser von motivierten Studenten erwarten können- vom Recruitment-Effekt ganz zu schweigen.