Automobile

Mercedes-Benz kann in Amerika punkten

Die Marke Mercedes-Benz bewahrt Daimler vorm Absatzeinbruch in Amerika

Die Marke Mercedes-Benz bewahrt Daimler vorm Absatzeinbruch in Amerika

04. Oktober 2006 Die anhaltend schwache Automobilkonjunktur in den Vereinigten Staaten lastet weiterhin auf vielen deutschen Autoherstellern. Im September mußten Volkswagen und BMW auf dem wichtigsten Automarkt der Welt deutliche Absatzrückgänge hinnehmen.

Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche legte mit drei Prozent leicht zu, ebenso Audi mit knapp zwei Prozent. Gegen den Trend meldete die Marke Mercedes-Benz ein Absatzplus von 13 Prozent, sinkende Verkaufszahlen der angeschlagenen amerikanischen Tochter Chrysler drückten den Absatz des deutsch-amerikanischen Autobauers Daimler-Chrysler aber insgesamt um zwei Prozent.

Schwache Ergebnisse für VW und BMW

Der größte deutsche Autobauer Volkswagen verkaufte mit 20.082 Autos gut sieben Prozent weniger Fahrzeuge, verwies aber darauf, daß der September 2005 nach der Einführung der Modelle Jetta und Passat ungewöhnlich stark gewesen sei. Beim Münchener BMW-Konzern ging der Absatz ebenfalls um sieben Prozent auf 23.303 Wagen zurück. Die Verkaufszahlen der Marke BMW bröckelten um acht Prozent ab, vom Kleinwagen Mini wurden nur zwei Prozent weniger verkauft.

Wegen der hohen Benzinkosten kauften die Amerikaner auch im September weniger große Geländewagen und Kleintransporter als im Vorjahresmonat. So gingen die Verkaufszahlen des Porsche Cayenne um ein Viertel zurück, was das Unternehmen aber auf das in die Jahre gekommene Modell und den Verzicht auf Rabatte zurückführte.

Audi profitiert von Neueinführung

Nur Audi feierte mit seinem neu eingeführten Geländewagen einen Absatzerfolg. Vom Q7 verkaufte Audi im Berichtsmonat 1333 Stück. Seit Jahresbeginn konnte Audi im amerikanischen Markt um 4,9 Prozent auf 62.579 Autos zulegen.

Die amerikanische Tochter von Daimler-Chrysler konnte mit den Marken Chrysler, Jeep und Dodge auf ihrem Heimmarkt nur noch 168.888 Kunden überzeugen, vier Prozent weniger als auf Jahresfrist. Der weltweit größte Autokonzern GM verkaufte sieben Prozent weniger Fahrzeuge.

Toyota fährt der Konkurrenz davon

Zulegen konnte jedoch die Nummer zwei, Ford, mit einem Plus von fünf Prozent, deren Pkw sogar um mehr als ein Viertel zulegten, während Geländewagen und Pickups erneut weniger gefragt waren.

Die stärksten Zuwächse erzielte erneut Toyota. Der japanische Hersteller konnte auf Jahressicht ein Fünftel mehr Fahrzeuge verkaufen.

Text: FAZ.NET mit Material von Reuters und dpa
Bildmaterial: AP

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