Ein seltenes Bild in diesen Tagen: Gelöste Geste bei einem Börsenhändler

Rettungspakete

Die Börsen feiern den Staatseingriff

Das internationale Finanz-Rettungspaket vom Wochenende sorgt rund um den Globus für massive Kursgewinne am Aktienmarkt. Der Dax schloss mit dem höchsten prozentualen Tagesanstieg seiner Geschichte. Der Dow Jones verzeichnete ein Plus von mehr als elf Prozent.

Lesermeinungen zum Beitrag

14. Oktober 2008 20:06

Es geht um Unternehmen und um viele Arbeitsplätze Herr Mense, dazu die Aktion.

Hans-Werner Bender (DRHWB)

Das sollte man vom übrigen Geschehen um die Banken trennen können. Vielleicht erklärt ein Rückblick auf die Finanzkrise 1929 mit der Weltwirtschaftskrise in der Folge was eine große internationale Finanzkrise auslösen kann. Auch wenn es so schlimm nicht käme, die Arbeitslosenzahlen stiegen möglicherweise auf ungekannte Höhen. Deshalb die weltweiten Aktionen, auch die Bürgschaft für Spareinlagen. Die Rettung bankrotter Banken ist allerdings ein Nebeneffekt. Die Banken sitzen überwiegend auf genügend Geld, nur sie verleihen es nicht! Insbesondere nicht an andere Banken, (weil sie diesen mißtrauen und um ihr Geld fürchten). Das aber wäre notwendig um den Kreditbedarf der Wirtschaft zu bedienen. Die Folge: es besteht für die Wirtschaft/Unternehmen ein Liquiditätsproblem, und wenn nicht genügend Eigenkapital vorhanden ist kann Insolvenz drohen. Das Geld (das übrigens zurückzuführen ist) soll primär dazu dienen, Vertrauen zwischen den Banken wieder herzustellen, damit für die Wirtschaft wieder ausreichend Kredite zur Verfügung stehen. Die Alternativen dazu wären schlimm. Angenommen die deutschen Banken hätten sich vollständig zurückgehalten, die Krise hätte Deutschland trotzdem erreicht. -- Kein Bankenfreund.

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14. Oktober 2008 14:03

@Ach Herr Bender!

Joachim Mense (JMense)

Offensichtlich wird also schon ganz fleißig an der 'Dolchstoß'-Legende des 21. Jahrhunderts gearbeitet: Zunächst vergeigt die private Finanzwirtschaft mit extremster Zockermentalität viele Billionen Dollar, reißt mit Propaganda und ein bisschen Machtkalkül auch noch ein paar staatliche oder halbstaatliche Banken mit in die Katastrophe, ruft dann global nach dem Steuerzahler, kassiert viele 100 Milliarden Dollar und taucht schließlich ab - um anschließend den Retter (Staat) zum Buhmann zu machen. Jaja: Die IKB hat Schuld an der weltweiten Misere, ist klar. Und die Deutsche Bank mit ihren Investment-Banking-25%-Rendite-Träumereien in London und die Lehmann Brothers mit ihren Subprime-Spielereien und die Herren von Kaupthing und Northern Rock und all den anderen waren die armen Opfer... So ist recht: Erst privatisiert man die Gewinne, dann sozialisiert man die Verluste und dann wird mit dem dreckigen Finger auf die Retter gezeigt. Ein wunderbarer Mechanismus der Reinwaschung und bestens erprobt anlässlich der Versailler Friedensverhandlungen nach dem 1. Weltkrieg.

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14. Oktober 2008 10:10

Ich würd mich auch freuen wenn mein Nachbar meine Margincalls zahlen würde

eberhard munk (ebherhard.munk)

Es gibt ein zynisches Sprichwort: "wer arbeitet ist selbst schuld, wer Geld für sich arbeiten lässt ist schon besser, wer andere für sich arbeiten lässt ist Genial!" Nun die Kleptokraten der Finanzaristokratie sind der Superlativ zu allem bisher dagewesenen. Sie verzocken das Geld anderer Leute mit unanständigen Hebeln und stecken die Rendite ein lassen aber andere für die Bedinugn ihrer "Margincalls" arbeiten. Es ist schon irgedwie Grotesk wenn man sich in der gegenwärtigen Situation das paranoide "Geschwätz" einiger sogenannter "Wirtschaftsexperten" zu Gemühte fürt. Das System der privaten Grossbanken ist de-facto pleite was unumstösslich die Inkompetenz privater Banken demonstriert. Trotzdem argumentieren sie immer, dass sie Gerne die staatlichen Leistungen hätten, ohne ein Mitspracherecht des Staates, weil der Staat der "Schlechtere Banker" sei, schliesslich sei ja die IKB pleite. Das ist so wie wenn ein Hase zum anderen sagt: "hast du aber lange Ohren!". Genauso abstrus ist die Argumentation, mann könne keinem privaten Investoren die diese Krise verursacht haben, verlangen die aktuelle Riskien zu tragen. Mit welcher Logik kann man denn dann von Steuerzahler, der unbeteiligt ist, verlangen dieses Risiko zu tragen?

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14. Oktober 2008 00:35

Wirtschafts-Nobelpreis

Uwe Holz (uwe.holz)

Die Kernaussage des diesjährige Preisträgers lautet wohl dochr: "Und ist die Moral erst mal beseitigt, ist man wenn's schief läuft schwer beleidigt" Eine gute Wahl des Nobelpreis-Komittees. Uwe Holz, Plochingen

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13. Oktober 2008 22:22

@ Friedrich Lorenz (LOCONS) Zur Ursache des sog. „Spielkasinos“

Sönke Peters (soenkepeters)

Auslöser der weltweiten Finanzkrise war wohl ursächlich der US-Präsident Jimmy Carter, der mit einer Mehrheit im Repräsentantenhaus und Senat ein (wohlmeinendes und sozial gemeintes) Gesetz durchgebracht und abgesegnet hat, dass es jedem US-Bürger erlaubte, ohne großartige Prüfung und mit nur 20% Eigenkapitaldeckung sein eigenes Haus finanzieren zu lassen, bzw. eine solche Finanzierung per Gesetz erzwingen zu können. Erst in der Verbindung mit der auf diesen offensichtlichen Fehler erfolgten Korrektur, dass der Staat sich eigentlich in Bankengeschäfte grundsätzlich nicht einzumischen habe (durch sog. Neocons); wobei die sozialen Programme Carters aber populistisch (kommt ja gut an) weiter liefen; sind die Dinge über Jahre im prinzipiell guten globalen Finanzsysthem langsam aus dem Ruder gelaufen und haben jetzt diese Krise fabriziert. Nun kann man sich streiten, was den zuerst da war, die Henne oder das Ei; ist die staatliche Einmischung oder der freie Finanzmarkt ohne staatliche Regularien schuld an der Misere? Mit Spielkasino hat die eigentliche Problematik indes wenig bis gar nichts zu tun. Spielernaturen waren am Ablauf der Geschehnisse beteiligt aber nicht entscheidend, haben das Problem aber über die ganze Welt verteilt.

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13. Oktober 2008 21:41

@ Friedrich Lorenz (LOCONS)

Sönke Peters (soenkepeters)

Sehr geehrter Herr Lorenz, sie schreiben (Zitat): „Stellt man die Abermilliarden eigentlich bereit, um einen Weiterbetrieb des kapitalistischen Spiel-Casinos zu gewährleisten?“ ... Nun, die Bezeichnung „Spielkasino“ für die globale Finanzwirtschaft ist eine Simplifikation eines hoch komplexen und überwiegend äußerst erforderlichen und für die Menschheit zudem prinzipiell sehr nutzbringenden und förderlichen Zusammenspiels von Banken, Börsen, Investoren , etc. und deswegen noch lange nicht eine treffende. Sie beschreibt den Kern der Dinge; auch derjenigen, die durch vielleicht so manche Machenschaften Weniger (z.B. Jimmy Carters und dessen sozialistischen Ideen) schief gelaufen sind; nicht einmal annähernd. Alle auf dieser Simplifikation beruhenden und nun auf selbigem Definitions-Niveau hergeleiteten Schlussfolgerungen, wie die der falschen Propheten, Claqueure des Sozialismus’ und manch machtbesessenen (Ver)-Führers, hören sich wohl nett an, gehen aber völlig fehl, um nicht zu sagen, faktisch und inhaltlich in die Leere. Um Ihre Frage im hier möglichen Rahmen von 1,250 Zeichen daher kurz und bündig zu beantworten: Nein! Mit freundlichen Grüßen Sönke Peters

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13. Oktober 2008 20:39

@ Andreas Neubert

Hans-Werner Bender (DRHWB)

Deshalb der Vorwurf an die Regierung bisher untätig gewesen zu sein. Nicht nur Regulierungen und Vorschriften sind gefragt. Die Krise ist eine Liquiditätskrise die nicht von den privaten deutschen Banken verursacht wurde. Deshalb helfen Vorschriften, wenn sie nicht durch weitere Maßnahmen (z. B. Eigenkapitalbildung) unterstützt werden, nichts. Bei Verstaatlichung/Teilverstaatlichung müßte der Steuerzahler auf Dauer zahlen, das wäre keine Verbesserung.

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13. Oktober 2008 19:57

Das letzte Aufbäumen der Staatengemeinsch. gegen die Implosion ihres Finanzsyste

Siegfried Bauer (Siggi40)

Ein Kursfeuerwerk an den Börsen. Vertrauen ist wieder hergestellt. Dieser hohe Preis wird die Insolvenz des bankrotten Bankensystems nicht aufhalten. Nur verzögern. Das Börsen-Feuerwerk hat also nichts mit Vertrauen zu tun, sondern mit neuer Zocker-Kohle, damit das Spiel wieder ein paar Wochen weitergehen kann. Frankreich 320 Milliarden, England 46 Milliarden für die Staatsbank, Spanien 30 Milliarden, Ungarn durch spekulative Angriffe vor der Zahlungsunfähigkeit, Island schnappt wie ein Ertrinkender nur noch nach Luft, Deutschland mit 400 Milliarden, USA mit neuen 700 Milliarden $ (nachdem bereits schon 900 Milliarden aufgewendet wurden). Dazu kommen noch die täglichen Finanzspritzen der Zentralbanken von fast konstant 100 Milliarden $ um die Kreditfähigkeit wieder herzustellen, damit die Banken wieder wie Süchtige im Spielcasino weiter zocken können. Die bisherigen Spielschulden der Banken belaufen sich weltweit auf ca. 1600 Billionen $. Hilfe hat Heli-Ben versprochen: Zur Not werde er Geld mit dem Hubschrauber über den Städten abwerfen. Die Idee gefällt mir viel besser, als das Geld nur dem Spielcasino zur Verfügung zu stellen. Die Bürger würden das Geld viel sinnvoller und verantwortungsvoller ausgeben.

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13. Oktober 2008 19:14

@Hans-Werner Bender (DRHWB)

Andreas Neubert (Citizen_Kane)

"Mit Rezepten der Linken wäre die nächste Krise allerdings schon vorprogrammiert." Mit den bisherigen allerdings auch.

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13. Oktober 2008 17:27

@ Karin Frost. Welche der genannten Banken ist eine deutsche Bank?

Hans-Werner Bender (DRHWB)

Ausgenommen die IKB, und bei der hatte der Staat über die KfW Mitverantwortung. Ebenso wie bei den Landesbanken. Die deutschen Privatbanken sind eher nicht Verursacher oder Beteiligte der/an der Krise, aber sie sind die Leidtragende durch Versiegen internationaler Geldquellen. Darauf sind sie aber angewiesen, wie auch die Wirtschaft und am Ende die Arbeitnehmer. Es gingen schon Unternehmen mit vollen Auftragsbücher insolvent, einfach wegen zeitweilig mangelnder Liquidität. Was der Staat jetzt tut dient lediglich dazu Schlimmeres zu verhindern (Erinnerung an 1929 und die Folgen weltweit, 25% Arbeitslose dann Naziherrschaft in Deutschland). Der Staat tut also das was seine Aufgabe ist, Schaden fernzuhalten. Dafür gehört ihm nicht Dank sondern die Frage gestellt, warum das Problem nicht viel früher erkannt und rechtzeitig Maßnahmen getroffen wurden. Aus der Ölkrise hat man gelernt, hoffentlich nachträglich auch hier. Damit sind nicht nur Regelwerke und Vorschriften gemeint sondern zusätzliche Maßnahmen, welche die zukünftigen Krisen besser bewältigen helfen. Mit Rezepten der Linken wäre die nächste Krise allerdings schon vorprogrammiert.

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13. Oktober 2008 17:07

Mein Vorschlag zur New World Order

Detlef Apel (Paolo44)

Banken werden vollständig abgeschafft Jeder Weltbürger bekommt eine kleine Gelddruckmaschine, damt er einkaufen kann Damit ist die Armut auf der Welt völlig abzuschaffen. Niemand muss mehr arbeiten ! gleichzeitig wäre dies ein phantastisches Konjunkturprogramm für die Papierindustrie.

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13. Oktober 2008 16:16

Monopoly für Deppen !

Reinhard Liesaus (R.Liesaus)

Kauft Leute, kauft ! Da hat Frau Merkel nun doch die Boni der Banker gerettet, aber vom Finanzsystem hat die gute Frau leider keine Ahnung und leider auch ganz viele ihrer Berater. Nun ja, gewählt wird sie sowieso nicht mehr, da kann man dann ruhig einen riesen Schuldenberg hinterlassen. Deutsche Kinder werden diese Zeit eines Tages im Geschichtsuntericht aufarbeiten, wie unsere Generation den 2. Weltkrieg. Und in der Zwischenzeit spielen ein paar Deppen mit den Banker wieder Monopoly, staatlich subventioniert, versteht sich. Als Startkapital bekommt jeder Banker unlimitiert Geld und eine "Du-kommst-aus-dem-Gefängnis-frei" Karte. Und dann gewinnt der Banker ganz bestimmt und der Bürger ist bankrott, dafür sorgt Frau Merkel auch beim nächsten Mal. Ich kauf schon mal die Schlossallee ! Auf Pump, versteht sich ! Ist ja nur ein Spiel ! Oder ?

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13. Oktober 2008 15:15

Stellt man die Abermilliarden eigentlich bereit, ....

Friedrich Lorenz (LOCONS)

.... um einen Weiterbetrieb des kapitalistischen Spiel-Casinos zu gewährleisten ? Fast könnte man meinen, dieses sei Sinn und Zweck der Feuerwehrübung gewesen.

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13. Oktober 2008 14:30

Realitätsverlust

Andreas Grey (Arbitrage74)

Ich würde gerne wissen, wie groß der Anteil derjenigen ist, die ein Ende der Krise mit einem Blick auf den Wert ihres eigenen, doch sehr geschrumpften Portolios herbeirufen. Meines Erachtens wird es in den nächsten Wochen mit den europäischen Aktienindizes weiter bergab gehen. Viele Unternehmen werden schnell merken müssen, dass sich die Refinanzierungsgespräche mit ihren Banken sehr schwierig gestalten werden. Auch dürfte eine gestiegene Zurückhaltung der Verbraucher zum Abschwung beitragen. Solange dies der Fall ist, halte ich mein Pulver trocken.

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13. Oktober 2008 14:30

Das Bild freudeschreiender Haendler ...

Frank Geiser (geiser123)

... laesst bei mir leider keine Freude aufkommen. Muss ich doch erkennen das ich dieselben freudeverzerrten Grimassen am Wochenende im Casino beim Roulett gesehen habe, wenn denn die Kugel mal auf der richtigen Zahl landete. Im Grunde genommen sehe ich hier nur Eins, das der spekulative Wahnsinn der uns in die Misere gebracht hat dank unserer Steuergelder gleich wieder aufgenommen wird. Intelligenz sehe ich hier nicht ... es ist nur noch zocken angesagt.

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13. Oktober 2008 14:23

Spyder murphy

georg hellner (georg58)

Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wie verzocken das Bruttosozialprodukt. Oder so ähnlich hieß es mal anfang der 80er.

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13. Oktober 2008 14:08

Neid und Staatsglaube

Marvin Parsons (mapar)

Kaum geht es ein paar Prozent wieder hoch, machen sich hier die ersten Gedanken, welche bösen Menschen davon wohl wieder "profitieren". Dabei ist die Antwort ganz einfach: Diejenigen, die letzten Freitag den Mut hatten, Aktien zu kaufen. Wenn man selber nicht dazugehört ist das kein Grund, aus Neid wieder nach dem Staat zu rufen. Apropos Staat: Zumindest in Deutschland haben vorwiegend die staatlichen Banken wie Landesbanken und KfW Geld mit halbseidenen Geschäften verbraten, wofür die Steuerzahler jetzt aufkommen dürfen. Wer nach Verstaatlichung ruft sollte wenigstens eine relevante private deutsche Bank nennen, die auch nur halb so viel Schaden verursacht hat wie die ministerial bewirtschafteten Staatsbanken.

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13. Oktober 2008 13:45

Euphorie? Euphorie wäre naiv!

Alexander Clemens (A.Clemens)

Die Auswirkungen der europäischen Finanzspritzen auf die Börse sollten niemanden verwundern, ebenso könnte ein Umschlag ins Minus in den nächsten Tagen alle Träume von der Rückkehr des Dax erneut zerstören. Zu diesem Zeitpunkt ernsthaft von Euphorie zu sprechen, halte ich für sehr naiv!

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13. Oktober 2008 13:20

Und was haelt das Zeug? Mit dem Herzen kann man nicht denken:nur lieben+hassen

Daniel Kleiner (Kleinermann1)

Baeume wachsen nicht in den Himmel,Traeume schon... Nach dem Traum kommt das Erwachen. Ausserdem;die Hoffnung stirbt zuletzt.

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13. Oktober 2008 13:20

"Haussieren" ist vielleicht übertrieben

Ingo Hertrich (hertrich)

Bis jetzt dürfte es sich allenfalls um eine kleine technische Reaktion handeln, angesichts der grossen Vorwochenverluste. Vermutlich haben ein paar vorsichtige Short-Seller jetzt angefangen einen Teil der geliehenen Aktien zurückzukaufen. Aber es sind sicher noch nicht alle, sonst wäre der Dax schon deutlich über 5000. Bei einer Euphorie wäre der Dax schon wieder über 6000. Von einer Hausse würde ich erst sprechen, wenn der Dax über 7000 Punkte steigt, und - als Ausblick für das nächste Jahr - von Überschwang könnte man bei 10000 anfangen zu reden.

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13. Oktober 2008 13:02

Primat der Politik

Karin Frost (Westerland11)

Alle können in diesen Tagen erkennen, dass die entscheidende gesellschaftliche Größe (erneut) die Politik geworden ist. Nur sie hat die Kraft und das Mandat, im Sandkasten von Banken und Börsen aus Flugsand und Wanderdünen wieder solide Fundamente zu formen und hilflosen Bankern wieder Kapital in die Hand zu geben oder in Aussicht zu stellen. Der bundesdeutsche Staat hat sich in systemrelevanten Bereichen als die einzig handlungsfähige und kompetente Grundgröße erwiesen; Privatbanken wie etwa Lehman, Bear Stearns, Northern Rock, die IKB sind mit ihrem Latein leider Gottes am Ende, können "es" offenbar nicht, weder operativ, noch strategisch, geschweige denn in punkto Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Stabilität des Gesamtsystems. Die Systemrelevanz von Banken als Risikofaktoren muss auf den Prüfstand. Sie gehören so lange restrukturiert , bis diese Risikofaktoren systemirrelevant geworden sind und die Banken wieder anfangen können, eine positive Rolle zu spielen. Die Lösung muss nicht gleich (Teil-)Verstaatlichung heißen; kristallklare Managementfunktionen und lupenreine Finanzprodukte könnten schon Entscheidendes leisten. Unserem Staat gebührt heute unser aller Dank. Ohne Pathos.

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13. Oktober 2008 12:34

Billiger...

Sören Strödel (trendsetzer)

werden Banken, gerade für den Bund, nicht mehr zu haben sein. Denn wer Bürgschaften, Garantien oder gar Bares gibt, verlangt im Gegenzug zumindest ein erweitertes Mitspracherecht. Das britische Erfolgsmodell, kurz und knapp wie die Engländer nun mal sind, nennt sich Teilverstaatlichung. So wie bei einem ebenfalls knackigen Begriff wie "Gewinnwarnung" die Käufer bzw. Besitzer von Papieren eher abstoßen, so zieht bei einer "Teilverstaatlichung" das Portfolio wieder kräftig neue Käufer an. So schnell und flexibel kann der Markt sein, wenn es um Gewinnrealisierung geht. Eine "Teilprivatisierung" wird wohl kurz- und mittelfristig eher zum Unwort, die Bahn sollte den Börsengang bis auf "Weiteres" verschieben - einfach, um ein Dilemma zu vermeiden. Wäre sie privat und überschuldet und würde wieder "teilverstaatlicht", dann...

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13. Oktober 2008 12:19

Voraussagen

Marvin Parsons (mapar)

Niemand kann sagen wie es weitergeht. Durch die Finanzkrise könnten die Börsen nochmal verlieren. Andererseits sind auch viele gute Aktien historisch billig. Wenn solide Werte derzeit eine Dividendenrendite zwischen 5 und 10% bieten sind sie eine gute Anlage selbst ohne Kursgewinn. Wer mit Aktien wirklich Geld verdient schafft das unter anderem, weil er seine Depot dann füllt, wenn alles in Untergangsstimmung schwelgt. Doch Mut gehört dazu, und die Fähigkeit, sich nicht durch Stimmungen oder Kursschwankungen beirren zu lassen.

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13. Oktober 2008 12:13

Da freut sich doch ...

Reinhard Wolf (Pumuckel42)

unser Wendelin Wiedeking, denn die Spielkinder haben wieder Frischgeld für ihre Porsches mit denen sie sich gegenseitig zum Schwanzvergleich auffordern ... und die alleinerziehende Altenpflegerin geht leer aus. Schöne Neue Welt ... und jeder wie er kann ... "kann ich doch nichts dafür", "Das iss halt so", "Wenn ich´s nicht mach, macht´s en anderer" und last not least "Wenn wir das gewußt hätten" ... und selbst dann gibt es noch den Oberschlauen der die Parole ausgibt: "Schuldigen suchen, Schuldigen bestrafen ... und weitermachen wie gewohnt". Der Schuldige wird an den Pranger gestellt und alle anderen erhalten Amnestie, weil: "Wir taten mit Bedauern was wir mußten!". Pflichterfüllung befreit von Schuld! ... aber keine Sorge: Der gespielte Witz kommt erst am Schluß ... und da sind wir noch lange nicht! Momentan haben wir nur hausgemachte Verteilungsprobleme ohne jeden realen Bezug. Die Pointe kommt erst, wenn uns der Klimawandel die Überlebensgrundlagen raubt und wir keine Energie und Rohsoffe mehr haben, die wir heute dem maßlosen Überfluß m Auftrag des Gottes Mammon opfern ... aber das ist ja erst morgen. Hoffentlich haben mir die Götter so viel Humor mitgegeben, dass ich mich bis dahin bereits totgelacht habe.

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13. Oktober 2008 11:47

Ende der Krise?

Christian Bartke (DerBartke)

Leider sind die Käufe der Finanzaktien alleine noch kein Zeichen des Endes der Krise. Es können genauso gut kurzfristige Käufe nach dem Motto: "Der Staat wird eine Menge Aktien kaufen, also werden die Kurse dadurch steigen. Wenn ich vor dem Staat kaufe und danach wieder verkaufe kann ich ein schönes Plus mitnehmen." seien. Naja hoffen wir fürs beste, die Bankenkrise in Schweden in den 90gern ist schließlich mit sehr guten Ergebnis auf die gleiche Weise gelöst worden und der Steuerzahler hat sogar ein plus gemacht.

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13. Oktober 2008 11:26

Wie die Lemminge...

norbert doerre (ndoerre)

Alleine durch die krisenbedingte Neuverschuldung des Staates um 470 Mrd Euro und die Aufgabe der Maastricht-Kriterien zum Anheizen der Inflation wird es zu massiven Steuererhöhungen kommen, und was glauben die deutschen Schnellschuß-Investoren, wer die Zinsen daraus bezahlen wird? Die Gesamtverschuldung wird sich auf 2.0 Billionen Euro erhöhen. An eine Tilgung ist nicht einmal ansatzweise gedacht worden, bislang jedenfalls. Doch allein die Zinsen dafür reichen bei einem erneuten Zusammenbruch zum Staatsbankrott. Die einzige Möglichkeit, sein bischen Kapital, das von der Steuer übriggeblieben ist, anzulegen, besteht in der Flucht in Werte, nicht in Papier, sei es Papiergeld oder seien es Zertifikate und ählicher Schwindel. Die Basis, auf die nun unser Finanzsystem in Deutschland mit Hilfe von Frau Merkel und den anderen europäischen Karnevalisten gestellt wird, ist viel brüchiger als je zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Sie steht nämlich auf der potentiellen Steuerbelastung der 25% Menschen in Deutschland, die noch über ein auskömmliches Einkommen verfügen, ohne vom Staat alimentiert zu werden. Es darf ernsthaft bezweifelt werden, daß jetzt weitere eklatante Steuererhöhungen vom Mittelstand geduldet werden.

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13. Oktober 2008 11:22

verdienen, kaufen, verlieren, Dampfgenerator

Kay Schmelzer (weitererfazleser)

jetzt weiter nur heiße Luft, werden die unteren verlieren und die Verursacher werden verdienen. und noch einmal......... André Kostolany Börse ist: "Ich bin früher täglich zur Börse gegangen, weil ich nirgendwo auf der Welt so viele Dummköpfe pro Quadratmeter treffen kann wie dort." "Zocken bringt nichts. Zocker gehen alle pleite, wenn nicht heute, dann morgen." "Eine Spielhölle mit gezinkten Karten." Und es war heiße Luft und es ist wieder nur heiße Luft

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13. Oktober 2008 11:21

der kleine peek vor dem weiteren crash...

Marko Hrbat (Hrbat)

wer hier einen Umschwung nach oben erwartet, wird nur sein geld los... Der Boden ist noch nicht erreicht auch wenn BILD und FAZ hier schönreden wollen.

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13. Oktober 2008 11:06

Sind die Leute noch zu retten?

Robert Arnold (RobertArnold)

Wer jetzt Banktitel kauft ist doch nicht mehr ganz klar im Kopf. Die Banken waren fast bankrot. Sie hatten keinen Wert mehr abgesehen von ruf gebäuden und co. Eine Bank ist nur ein Unternehmen das Geld verwaltet und ohne geld ist es absolut bedeutungslos. Jetzt da diese Banken gerettet wurden, wohlgemerkt nur durch symptomatische Behandlung, und sie immer noch an der selben Einstellung und Profitgier leiden (Ursache) kaufen die Leute? Sind denn die Groß- /kleinanleger so dumm, verblendet oder gierig dass sie den wert eine bank nciht mehr realtisch einschätzen können?

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13. Oktober 2008 11:05

The Business Cycle

Fionn Huber (fionn)

Es ist immer falsch, Aktien zu kaufen und dann jahrein, jahraus auf dem Wertpapierdepot sitzen bleiben. Das ist immer fatal. Wenn ein Crash unvermeidbar scheint, muss man verkaufen und Geduld haben. Früher oder später ist der Spuk vorbei und dann darf man wieder Aktien kaufen - étappenweise.

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13. Oktober 2008 10:33

Ein Wunder ?

Uwe Harling (mittelschicht)

Ich würde sagen eher ein kleines Strohfeuer. Warten wir mal ab, wenn Ende der Woche der DAX die 4000 kratzt.

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13. Oktober 2008 10:14

Wer Wunder erwartet, der wird enttäuscht werden

Dieter Wundrak (wundi)

Good news and bad news, so heisst es an der Börse. Bereits ist viel Geld verloren geworden. Hat jemand am Freitag gekauft, so hat er heute gewonnen. Jetzt, wo die Nachricht am Sonntag herauskam, wurde gekauft. Die Kurse waren schnell oben. In der Regel sind dies die Profis oder sagen wir Händler von den Banken, die kaufen und die verkaufen. Das verändert das Bruttosozialprodukt. An und für sich sollte man ja eine Aktie kaufen, weil man die Gesellschaft gut einstuft. Die Jobberer sind jetzt wieder am Werk. Und oben, ich meine "den Vorstand" kann man sich wieder in die Hände klatschen. Es gibt endlich wieder die Provisionen, die bei einer ruhigen Börse ja ausfallen. Warten wir ab, jetzt müssen bald die Quartalsergebnisse auf dem Markt kommen. Gut, da können ja die Händler wieder "short" gehen. Auch da kann wieder oben geklatscht werden. Und geht es dann schief, wie bei der Hypo Real Estate, dann geht der Vorstandsvorsitzende mit EURO 40'000,-- pro Monat in Pension. Habe ich gestern so bei einer Diskussionsrunde im ZDF hören dürfen. Deutschland, mein liebes Deutschland, was bist du nur geworden. Nicht mehr Staat von Adenauer und Prof. Erhard, dem Gründer der sozialen Marktwirtschaft. Schade kann ich da nur sagen.

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13. Oktober 2008 09:39

Wer verdient denn an diesem Plus?

Joachim Mense (JMense)

'Dax eröffnet deutlich im Plus.' Schön und gut. Aber verdient denn nun daran? Sind das die Steuerzahler, welche weltweit mit ihren Geldern diese (kurze) Börsen-Beruhigungspille finanzieren? Oder sind das nun eben jene, welche letzte Woche noch die Panik nutzen konnten, um mit schönsten Put-Spekulationen ihren Schnitt zu machen? Und die davor die Krise erst auslösten?

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