Schinzler will erst im Mai den Aufsichtsratsvorsitz

16. Oktober 2003 Der scheidende Vorstandsvorsitzende der Münchener Rück, Hans-Jürgen Schinzler, wird voraussichtlich doch nicht direkt mit seinem Wechsel in den Aufsichtsrat zum 2. Januar dort den Vorsitz übernehmen. Schinzler werde sich erst im Mai 2004 nach der Hauptversammlung zur Wahl für den Vorsitz stellen, heißt es in seinem Umfeld. Auf dieser Hauptversammlung werde der gesamte Aufsichtsrat neu gewählt. Dort kann sich Schinzler somit von den Aktionären in das Gremium berufen lassen. Danach konstituiert sich das Gremium neu; damit wird ohnehin der Vorsitzende neu gewählt, wie ein Sprecher der Münchener Rück erläutert. Der langjährige Münchener-Rück-Chef wird, wie berichtet, zum Jahresende sein Amt an Nikolaus von Bomhard übergeben. Danach will sich Schinzler gerichtlich in den Aufsichtsrat bestellen lassen, da das einfache Mitglied Rudolf Ficker mit 70 Jahren aus Altersgründen ausscheidet. Ursprünglich war geplant, daß der derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Hartmann (Eon) den Vorsitz sofort zugunsten von Schinzler niederlegt. Es sei offen, was der Aufsichtsrat "mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen ins Auge faßt", sagte der Unternehmenssprecher. Der ehemalige Vorstandssprecher der Hypo-Vereinsbank, Albrecht Schmidt, war von seinen Aktionären scharf dafür kritisiert worden, daß er sich direkt nach dem Stabwechsel gerichtlich in das Gremium bestellen und zum Vorsitzenden küren ließ. (mag.)

Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.2003, Nr. 241 / Seite 19

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