07. November 2007 Der Ölpreis ist auf Höhenflug und die Verbraucher bekommen das inzwischen wieder deutlich an der Tankstelle zu spüren. Benzin und Diesel sind in Deutschland so teuer wie noch nie.
Nach zwei Preisrunden am Dienstag und Mittwoch mussten die Autofahrer nach Angaben aus der Branche im bundesweiten Durchschnitt 1,33 Euro für einen Liter Dieselkraftstoff bezahlen. Superbenzin verteuerte sich auf 1,46 Euro je Liter und ist teurer als während des Hurrikans Katrina im Spätsommer 2005.
1,50 Euro nicht ausgeschlossen, aber unrealistisch
Für die Steigerungen ist ganz klar der hohe Erdölpreis verantwortlich, nichts anderes, sagte ein ADAC-Sprecher zu FAZ.NET. Beim Diesel trägt die sehr hohe Nachfrage nach Heizöl noch ihr Quentchen zum Rekordhoch bei. Für die Zukunft warnt der ADAC vor zu viel Panikmache: Es gibt keine fundamentalen Gründe, dass der Ölpreis weiter steigt, sagte ADAC-Volkswirt Jürgen Albrecht. Außerdem könne der Ölpreis nur einen Teil des Benzinpreises beeinflussen.
Die von so manchen Fachleuten ins Visier genommene Marke von 1,50 Euro pro Liter Super-Benzin will er zwar nicht ganz ausschließen, hält einen solch starken Anstieg aber auch nicht für ein besonders wahrscheinliches Szenario. Denkbar ist alles, aber 1,50 Euro ist nicht realistisch, sagte er. Da müsste auf dem Ölmarkt schon viel passieren.
100-Dollar-Marke beim Öl rückt näher
Aktuell ist der amerikanische Ölpreis am Mittwoch erstmals über die Marke von 98 Dollar gestiegen. Die 100-Dollar-Marke rückt damit immer näher. In der Spitze kletterte ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Dezember auf 98,01 Dollar. Zuletzt notierte WTI-Rohöl im frühen Handel bei 97,90 Dollar. Das waren 1,20 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag.
Händler begründeten die anhaltende Rekordjagd der Ölpreise zum einen mit dem weiter schwachen Dollar, der in Dollar notierte Rohstoffe billiger für Investoren mache. Zum anderen wurde auf Erwartungen abermals gesunkener Öllagerbestände der Vereinigten Staaten verwiesen.
Bestände auf Tiefststand
An diesem Mittwochnachmittag sollen die Bestandsdaten für die Rohölvorräte bekannt gegeben werden. Von Thomson Financial News befragte Volkswirte rechnen mit einem Rückgang um 1,7 Millionen Barrel. Schon jetzt liegen die Rohölbestände laut Experten auf ihrem niedrigsten Stand seit etwa zwei Jahren.
Seit August dieses Jahres hat sich der amerikanische Ölpreis um fast 30 Dollar oder etwa 40 Prozent verteuert. Grund ist unter anderem die Hypothekenkrise in den Vereinigten Staaten, die Rohstoffe als alternatives Anlageobjekt für Investoren zusehends attraktiver werden ließ. Zudem verweisen Analysten auf Spekulationen, die die Ölpreise deutlich über ihr fundamental zu rechtfertigendes Niveau getrieben hätten.
Text: nab. / FAZ.NET
Bildmaterial: dpa
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| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 6.422,30 | +0,03 |
| TecDax | 827,16 | +0,24 |
| DowJones | 11.543,96 | -1,46 |
| Nasdaq | 2.367,52 | -1,83 |
| STOXX 50 | 3.365,63 | +0,18 |
| Nikkei 225 | 13.072,87 | +2,39 |
| S&P 500 Zert. | 12,95 | +1,17 |
| Euro/Dollar | 1,47 | +0,23 |
| Bund Future | 114,16 | -0,12 |
| Gold | 829,80 | +0,00 |
| Öl | 113,83 | -0,54 |
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