02. März 2005 Die deutschen Einzelhändler sind besser als erwartet ins neue Jahr gestartet und haben damit das miserable Weihnachtsgeschäft etwas ausgleichen können.
Von Dezember auf Januar verbuchten die Geschäfte 1,9 Prozent mehr Umsatz in den Kassen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Ohne Preisveränderungen (real) stieg der Umsatz sogar um 2,1 Prozent. Trotzdem erwarten Experten in den kommenden Monaten keinen starken Anstieg des Privatkonsums, auf den immerhin fast 60 Prozent der Wirtschaftsleistung entfallen. Vor allem die hohe Arbeitslosigkeit verhindere steigende Ausgaben der Verbraucher. Auch der Einzelhandelsverband HDE warnte vor hohen Erwartungen: Der Konsum lahmt weiter.
Umsatzminus nicht so stark
Im Vergleich mit dem Januar des vergangenen Jahres fiel das Umsatzminus nicht so stark aus wie erwartet: Nominal setzte die Branche 0,2 und real 0,4 Prozent weniger um. Experten hatten ein reales Minus zum Vorjahr um 1,6 Prozent und nur einen realen Umsatzanstieg zum Vormonat um 0,6 Prozent erwartet. Im gesamten Jahr 2004 waren die Umsätze der Einzelhändler sowohl kassenmäßig als auch real um 1,6 Prozent gesunken.
Nachdem sich die Umsätze im Weihnachtsgeschäft im November und Dezember entgegen der Erwartungen der Branchenverbände als schwach entpuppt hatten, sprachen Banken-Experten nun für den Januar von einer überfälligen Gegenbewegung. Ralph Solveen von der Commerzbank sagte, die Januar-Daten unterstützten die These, daß das erste Quartal vielleicht gar nicht so schlecht werde.
Letztlich sind das negative Zahlen
Der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, schränkte jedoch ein, zwar seien die Umsätze besser gewesen als im Dezember: Aber letztlich sind das negative Zahlen. Wenn nicht ein Teil des Weihnachtsgeschäftes im Januar stattgefunden hätte, wäre das Ergebnis noch schlechter gewesen. Eine Umsatzprognose für 2005 hat der HDE bisher nicht vorgelegt. Pellengahr sagte lediglich: In diesem Jahr können wir mit viel Glück das Vorjahresniveau halten. Kennzeichnend für den Januar sei das sprunghafte Verhalten der Verbraucher gewesen. Es gab ein, zwei gute Tage und danach wieder einen schroffen Einbruch. Erfreulich sei ein leichtes Plus bei Textilien gewesen, wozu das kalte Wetter beigetragen habe.
Die Experten wiesen darauf hin, daß die Rahmenbedingungen für einen kräftigen Anstieg des privaten Konsums fehlten: Dazu ist die Arbeitsmarktlage noch zu schwach", sagte Ulrike Kastens vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Die Talsohle sei aber erreicht. Sie wies darauf hin, daß der Einzelhandelsumsatz nur ein Drittel des gesamten Privatkonsums ausmache. Selbst wenn der Februar und März etwas schwächer ausfielen, gehe ihr Haus aber davon aus, daß der private Verbrauch im ersten Quartal im Plus sein werde.
Die einzelnen Zweige des Einzelhandels entwickelten sich im Januar sehr unterschiedlich: So verkauften Lebensmittelhändler real 0,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dagegen verbuchte der Textil-, Bekleidungs- und Schuhhandel ein reales Umsatzplus von 1,8 Prozent. Mit Kosmetik sowie pharmazeutischen und medizinischen Produkten wurde sogar drei Prozent mehr Umsatz erzielt. Auch der Versandhandel setzte mehr ab. Weniger verkauften dagegen die Händler von Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf.
Text: Reuters
Bildmaterial: F.A.Z.
Banker-Boni: Das Spiel geht ![]()
Kommentar: Kreditblase Teil II
GM gibt Traditionsmarke Saab auf
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 5.831,21 | −0,23% |
| TecDAX | 815,34 | −0,05% |
| MDAX | 7.393,75 | −0,14% |
| SDAX | 3.555,37 | +0,22% |
| REX | 378,74 | +0,12% |
| Eurostoxx 50 | 2.871,22 | −0,71% |
| Dow Jones | 10.328,90 | +0,20% |
| Nasdaq 100 | 1.807,36 | +1,64% |
| S&P500 | 1.102,47 | +0,58% |
| Nikkei225 | 10.142,00 | −0,21% |
| EUR/USD | 1,4336 | −0,09% |
| Rohöl Brent Crude | 73,88 $ | +0,90% |
| Gold | 1.104,50 $ | −1,12% |
| Bund Future | 123,43 € | −0,01% |
Zur OrdnungDie Ordnungspolitik-Kolumne des Vorsitzenden der Ludwig-Erhard-Stiftung, Hans D.![]() |
![]() |
Das Auf und Ab im BerufDie FAZ.NET-Serie über Chefs, Kollegen, Gehälter und die Höhen und Tiefen des![]() |
![]() |