Energie

Zeitung: Mehr Öl und Gas aus Rußland

30. November 2004 Deutschland will einem Zeitungsbericht zufolge seinen Energiebedarf künftig in deutlich größerem Umfang als bisher durch Gas und Öl aus Rußland decken.

Auf Initiative von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hin solle dazu ein deutsches Finanzkonsortium aufgebaut werden, das sich unabhängig vom konkreten Bedarf einzelner einheimischer Konzerne an ausgewählten russischen Öl- und Gaslagerstätten beteiligen solle, berichtete die „Berliner Zeitung“ am Dienstag unter Berufung auf kanzlernahe Kreise.

Deutsche Bank in der Rolle des Koordinators

Eingebunden in die Gespräche seien erste Adressen der deutschen Wirtschaft, darunter die Deutsche Bank, die Allianz, Siemens und führende Energieversorger. Die Deutsche Bank solle zumindest eine koordinierende Führungsrolle wahrnehmen.

Schröder gehe es vor allem darum, die strategisch wichtigen Importe von Öl und Gas langfristig für die deutsche Wirtschaft abzusichern, berichtete die Zeitung. Die Initiative des Kanzlers sei offenbar eng mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin abgestimmt. Ob und wie sich der Bund, etwa über die Bank KfW, selbst an dem Konsortium beteilige, sei bislang offen.



Text: Reuters

 
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