25. August 2004 Der Mischkonzern Hutchison Whampoa hat eine Kaufoption über 40 Prozent an der drittgrößten deutschen Drogeriemarktkette Rossmann eingelöst. A.A.Watson habe die Anteile wegen der guten Marktaussichten in Deutschland übernommen, teilte die Tochterfirma des Hongkonger Unternehmens am Mittwoch mit.
Deutschland ist der größte Gesundheits- und Kosmetikmarkt in Europa und bietet ein großes Potential für die weitere Entwicklung, hieß es weiter. Finanzielle Einzelheiten zu der Transaktion nannte das Unternehmen nicht. Watson und Rossmann arbeiten bereits seit zwei Jahren zusammen. Ihre Position auf dem deutschen und europäischen Markt will die mit 64.000 Mitarbeitern weltweit tätige Hutchison-Tochter weiter ausbauen. An unserer Expansionsstrategie ändert dies nichts", sagte ein Sprecher der Rossmann-Gruppe.
Kaufoption weitergereicht
Die Mehrheitsanteile bleiben weiterhin in den Händen der Familie Rossmann. Dirk Rossmann hatte in den achtziger Jahren 40 Prozent des von ihm 1972 in Großburgwedel gegründeten Unternehmens an die Hannover Finanz abgegeben, um die bevorstehende Expansion zu finanzieren.
Über einen Verkauf an die holländische Drogeriegruppe Kruidvat ging die Kaufoption an den Hongkonger Mischkonzern, der die Kruidvat-Gruppe 2002 schluckte, wozu ein Netzwerk von Rossmann-Filialen in Polen, Ungarn und Tschechien gehörte. Damals war Watson auch die Option eingeräumt worden, bis zum Oktober 2004 auch den 40prozentigen Anteil von Kruidvat am deutschen Rossmann-Geschäft zu übernehmen.
Rossmann ist 13.000 Beschäftigten nach eigenen Angaben die drittgrößte Drogeriekette Deutschlands nach Schlecker und der Karlsruher dm. In Deutschland betreibt Rossman mittlerweile 785 Filialen, in Osteuropa 302. In diesem Jahr will die Gruppe 70 neue Märkte eröffnen und 35 schließen. Im ersten Halbjahr 2004 war der Umsatz von Rossmann um 18,8 Prozent auf 784 Millionen Euro gestiegen, in Deutschland um 18,6 Prozent auf 650 Millionen Euro.
Text: @nal mit Material von Reuters, dpa
Bildmaterial: Zentralbild
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