Die Europäische Union bietet den armen Ländern milliardenschwere Sofort-Hilfen im Kampf gegen die Erderwärmung an. Der EU-Gipfel einigte sich auf 7,2 Milliarden Euro, verteilt über drei Jahre. Deutschland schultert insgesamt 1,26 Milliarden Euro.
Kann der Wetterbericht bei der Aufklärung über den Klimawandel helfen? In Deutschland ist das eigentlich nicht mehr notwendig, in anderen Ländern schon, sagt der Fernsehmeteorologe Jörg Kachelmann.
Der Meeresspiegel steigt schneller als erwartet. Starkregen, Hitzewellen und Dürreperioden werden häufiger. FAZ.NET stellt die wichtigsten Fakten zum Klimawandel aus der Copenhagen Diagnosis vor, die beim Klimagipfel als Grundlage der politischen Entscheidung dient. Von Jonas Siehoff
Sie halten sich für Ritter in Frontstellung, die wider den Stachel des politisch Korrekten löcken: Viele Klimaskeptiker sind ehemalige Klassenkämpfer, die sich ideologisch neu eingekleidet haben. Industriezuschüsse nehmen sie gern. Von Lorenz Jäger
Die Bundesregierung und die EU sollen in Kopenhagen schärferen Klimazielen nur bei einem international verbindlichen Abkommen zustimmen. Sonst werde die deutsche Wirtschaft darunter leiden, heißt es in einer neuen Prognos-Studie.
Der Physikprofessor Hans Joachim Schellnhuber ist Chef des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung. Er gehört zu denjenigen, die analysiert haben, wie warm es noch werden kann, ohne dass die Umwelt irreversibel zerstört wird: Von Alexander Armbruster
Der amerikanische Präsident solle sich bei möglichen Zusagen der Vereinigten Staaten zu einem neuen Klimaschutz-Abkommen zurückhalten, fordern die Republikaner, die eine eigene Delegation zum Weltklimagipfel entsenden. Außerdem fordern sie, es müsse aufgeklärt werden, ob der Klimawandel nicht nur eine Verschwörung unter Klimaforschern ist.
Die große Zielmarke der Umweltpolitik ist keine Erfindung der Klimaforscher. Ihre Erfindung kam eher zufällig zustande und liegt drei Jahrzehnte zurück. Potsdamer Forscher erzählen erstmals die Geschichte. Von Joachim Müller-Jung
Nachdem die amerikanische Umweltbehörde Kohlendioxid-Emissionen als gesundheitsschädlich eingestuft hat, kommt der amerikanische Präsident mit Verhandlungsspielraum nach Kopenhagen. Auf dem Klimagipfel wachsen die Erwartungen an Barack Obama.
Seit ungefähr hundert Jahren schwant dem Menschen, dass er das Klima verändern könnte. Erst schien es ihm nicht bedrohlich, dann schien es sogar kälter zu werden und mittlerweile dreht sich alles um die Prognosen zur globalen Erwärmung. Von Ulf von Rauchhaupt
Die globalen Daten zeigen langfristig eine schnellere Erderwärmung. Nur wenn man die Jahre seit dem Spitzenwert 1998 betrachtet und die jährlichen Schwankungen mittelt, kommt man auf Werte, die eine Pause nahelegen - ein Dilemma der Klimaforschung. Von Joachim Müller-Jung
Barack Obama kann künftig ohne Zustimmung des Kongresses den Ausstoß von Kohlendioxid regulieren. Zeitgleich zum Beginn der UN-Klimakonferenz stufte die amerikanische Umweltbehörde EPA Treibhausgase offiziell als gesundheitsschädlich ein. Nun kann der Präsident im Notfall eingreifen.
In den Hallen des Bella Centers, wo der UN-Klimagipfel stattfindet, wird schnell klar, was historische Ausmaße bewirken können: Eine Überforderung der Organisatoren zum Beispiel. Die Zulassung von Beobachtern und Journalisten musste unterbrochen werden, weil der Andrang zu groß war. Von Matthias Wyssuwa, Kopenhagen