Ottmar Edenhofer hat Marx gelesen, eine Firma gegründet und war im Orden. Heute ist der Ökonom einer der Chefs des Weltklimarates. Von Alexander Armbruster
Die Erwartungen an den bevorstehenden Klimagipfel in Kopenhagen sind im Sturzflug. Wie ein Blick zurück zeigt: Es könnte darum gehen, bescheidene Ergebnisse dann doch noch als großen Erfolg zu verkaufen. Von Joachim Müller-Jung
Kaum haben Amerika und Asien den Klimagipfel Mitte Dezember herabgestuft zu einer bloßen Zwischenetappe auf dem Weg zu einem Kyoto-Nachfolgeabkommen, unterstreicht Bundeskanzlerin Merkel ihren Willen, Kopenhagen zu einem Erfolg zu machen. Von Konrad Mrusek, Berlin
Scheitert der Klimagipfel von Kopenhagen im Dezember? Staatschefs, Umweltpolitiker und Beobachter spekulieren offen darüber. Joachim Müller-Jung hat sich in Berlin mit zwei führenden Forschern über die Lage unterhalten.
Im Nordosten Australiens herrscht die schlimmste Dürre seit 50 Jahren. In Queensland dringen daher besonders nachts Kängurus und Emus in den kleinen Ort Thargomindah ein, um Nahrung zu finden. Das bereitet vor allem den Bauern große Sorgen.
Unterhändler aus rund 180 Staaten kommen in diesen Tagen zur letzten Vorbereitungskonferenz vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen zusammen, um einen Entwurf für ein neues Klimaschutzabkommen erstellen. Wir zeigen, wo die Verschmutzung am größten ist.
Drei große deutsche Geoinstitute stellen sich quer zur internationalen Klimapolitik. Statt nur über Temperaturen und Emissionen sollte über ein Erdsystemmanagement verhandelt werden, sagen die drei Direktoren. Im Gespräch erläutern sie ihre Motive.
Spezial Die globale Erwärmung ist eine Bedrohung für die Menschheit. Viele Firmen auf allen Kontinenten lassen sich etwas einfallen: Klima schützen und Geld verdienen ist für sie kein Widerspruch. Wir stellen vier Klimahelden vor.
Ihre Touristenbusse wurden schon vor 20 Jahren auf Propangas umgerüstet, ihre Amphibienfahrzeuge fahren mit Biodiesel. Die Old Town Trolley Tours fahren nun schon in sechs amerikanischen Städten und sind für ihre Umweltengagement ausgezeichnet worden. Von Katja Gelinsky
Wenn das Thermometer minus 196 Grad anzeigt, dann funktioniert die Technik, die Carsten Bührer verkaufen möchte. Er erfindet Anwendungen für Supraleiter, die ohne Energieverlust Strom leiten. Dafür erhält er den Deutschen Umweltpreis. Von Alexander Armbruster
Dorjee Sun handelt mit Kohlendioxid-Rechten. Seine Firma Carbon Conservation sucht nach Investoren, die für den Schutz des Regenwaldes zahlen. Ihre Carbon-Rechte können sie sich auf ihren Kohlendioxid-Ausstoß anrechnen lassen oder handeln. Von Christoph Hein
In ganz Südafrika gibt es derzeit sieben Windräder - davon stammen vier vom Umweltpionier Hermann Oelsner. Das neue Projekt des Deutschen ist ein Wellenkraftwerk, dabei werden zur Stromerzeugung die durch den Wellengang ausgelösten Druckveränderungen auf dem Meeresboden genutzt. Von Claudia Bröll
Schmelzendes Eis und abstürzende Felswände sind auch Attraktionen: Im Jungfraugebiet hat die touristische Vermarktung des Klimawandels begonnen. Von Gerhard Fitzthum
Die globale Erderwärmung wurde von Menschen verursacht. Jetzt arbeitet die ganze Welt daran, die Folgen des Klimawandels zu lindern: Einige Staaten strengen sich mehr an, andere weniger. In Kopenhagen kommt es im Dezember zum Schwur. Von Alexander Armbruster