Der Vorsitzende des IPCC, Rajendra Pachauri

Nach der andauernden Kritik am Klimarat der Vereinten Nationen (IPCC) hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon dargelegt, wie dessen Arbeit überprüft werden soll. IPCC-Chef Pachauri gesteht derweil ein, manche Klimaforscher hätten kommunikativ einen „lausigen Job“ gemacht. Von Matthias Wyssuwa

 
Weltklimarat: Wohin mit den Zweifeln?
Sind Zweifler “Idioten“? - Die Nobelpreisträger Gore und Pachauri am 10. Dezmeber 2007 in Oslo

Spezial Als im Dezember 2007 der Klimarat zusammen mit dem früheren amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore den Friedensnobelpreis erhielt, schien eine Utopie wahr zu werden: Politik, die sich wissenschaftlich belegen lässt. Jetzt kämpft der Weltklimarat mit der Wirklichkeit. Von Matthias Wyssuwa, Genf/Bern

Gibt sein Amt zum 1. Juli überraschend ab: UN-Klimaratschef Yvo de Boer

Der Vorsitzende des UN-Klimarats, Yvo de Boer, hat überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Er war wegen des gescheiterten Klimagipfels im Dezember in Kopenhagen in die Kritik geraten. De Boer wird künftig für die Unternehmensberatung KPMG arbeiten.

Wissenschaftler sind keine Ersatz-Politiker: Ottmar Edenhofer

Die Häufung von Fehlern des Weltklimarates hat Folgen: Die Arbeit des Rates soll von „unabhängigen Beratern“ überprüft werden. Die Bilanz eines Führungsmitglieds nach einem IPCC-Treffen in Washington. Von Ottmar Edenhofer

Wie viel Verantwortung trägt der Mensch am Klimawandel?

E-Mails des Briten Phil Jones sollen belegen, dass er und andere Klimaforscher bei eine Studie über den Erderwärmungs-Effekt fragwürdige Daten verwendeten. Unterdessen haben 55 Staaten ihre Zusagen zum Klimaschutz bekräftigt.

Bleibt länger als prognostiziert erhalten: Gletscher des Himalaja (NASA-Aufnahme)

In einem Abschnitt des im Jahr 2007 vorgelegten Berichtes des Weltklimarates IPCC ist ein eklatanter Fall von Schlamperei ans Licht gekommen. Hier wurde behauptet, die Gletscher am Himalaja seien bis zum Jahr 2035 abgeschmolzen. Wie konnte dieser Patzer passieren? Von Ulf von Rauchhaupt

Nicholas Williams, Baring Asset Management

Baring-Manager Nicholas Williams sucht nach Unternehmen, die mit neuen oder unbeachteten Strategien die Erosion ihrer Margen verhindern können. Strikte Kursziele und das Achten auf Liquidität sollen Irrtümer begrenzen.

Josef Schopf, Lupus Alpha

Lupus-Alpha-Manager Josef Schopf sucht nach Unternehmen, die von Analysten unbeachtet gelassen und von Anlegern vergessen sind. Den Konjunkturhilfen misst er geringere Bedeutung zu und setzt unter anderem auf Autozulieferer.

Khumbu-Gletscher am Mount Everest

Der Weltklimarat (IPCC) hat eingestehen müssen, dass seine eigene Warnung vor einem Abschmelzen der Gletscher im Himalaya bis zum Jahr 2035 keine ausreichende wissenschaftliche Basis hatte. Möglicherweise war die Zahl falsch abgeschrieben worden.

Ein Bild vom Klimagipfel in Kopenhagen

Wenn auch der Kopenhagener Gipfel wenig erbrachte: Der Klimaforschung ist es gelungen, sich öffentliches Vertrauen zu erwerben. Nun wird sie den damit verbundenen Erwartungen auch gerecht werden müssen. Von Joachim Müller-Jung

Röttgen: “Zu viele Amerikaner wollen nur billiges Geld haben, um zu konsumieren“

Bundesumweltminister Röttgen hat nach dem Scheitern des Weltklimagipfels Vorwürfe gegen Amerika und China erhoben. Amerikas Eliten gelänge es nicht, Mehrheiten für den Klimaschutz zu gewinnen. China sei es nur um „Verhinderung“ gegangen.

Gibt zu, dass der Klimagipfel von Kopenhagen ein  Fehlschlag war: Umweltminister Norbert Röttgen (CDU)

Nach dem Scheitern des Klimagipfels hat Umweltminister Röttgen heftige Kritik an China und Amerika geäußert. China habe die Rolle einer „Verhinderungsmacht“ gespielt, die Vereinigten Staaten sich „führungsschwach“ gezeigt. Röttgen will derweil am Ziel festhalten, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Von Andreas Mihm und Günter Bannas

Nach Kopenhagen-Gipfel: EU will „Koalition der Gleichgesinnten“

Die EU will nach dem Misserfolg der jüngsten Weltklimakonferenz neue Wege im Kampf gegen die Erderwärmung beschreiten. Nach der „Katastrophe von Kopenhagen“ sei Europa gefordert, beim Klimaschutz voranzuschreiten, hieß es im Kreis der EU-Umweltminister. Kritisch wird die Rolle Chinas gesehen. Von Michael Stabenow, Brüssel

Frostige Wärmewelle: “Coole Globes“ am Eingang zum Hafen

Wenn man sieht, was allein die Dänen in den zwei Jahren Vorbereitungszeit für ihr Erdmeeting mit Rahmenprogramm auf die Beine gestellt haben, tut es doppelt weh, dass sie sich jetzt für das Ergebnis des Gipfels fast schon schämen müssen. Von Joachim Müller-Jung

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