E-Mails des Briten Phil Jones sollen belegen, dass er und andere Klimaforscher bei eine Studie über den Erderwärmungs-Effekt fragwürdige Daten verwendeten. Unterdessen haben 55 Staaten ihre Zusagen zum Klimaschutz bekräftigt.
In einem Abschnitt des im Jahr 2007 vorgelegten Berichtes des Weltklimarates IPCC ist ein eklatanter Fall von Schlamperei ans Licht gekommen. Hier wurde behauptet, die Gletscher am Himalaja seien bis zum Jahr 2035 abgeschmolzen. Wie konnte dieser Patzer passieren? Von Ulf von Rauchhaupt
Baring-Manager Nicholas Williams sucht nach Unternehmen, die mit neuen oder unbeachteten Strategien die Erosion ihrer Margen verhindern können. Strikte Kursziele und das Achten auf Liquidität sollen Irrtümer begrenzen.
Lupus-Alpha-Manager Josef Schopf sucht nach Unternehmen, die von Analysten unbeachtet gelassen und von Anlegern vergessen sind. Den Konjunkturhilfen misst er geringere Bedeutung zu und setzt unter anderem auf Autozulieferer.
Der Weltklimarat (IPCC) hat eingestehen müssen, dass seine eigene Warnung vor einem Abschmelzen der Gletscher im Himalaya bis zum Jahr 2035 keine ausreichende wissenschaftliche Basis hatte. Möglicherweise war die Zahl falsch abgeschrieben worden.
Wenn auch der Kopenhagener Gipfel wenig erbrachte: Der Klimaforschung ist es gelungen, sich öffentliches Vertrauen zu erwerben. Nun wird sie den damit verbundenen Erwartungen auch gerecht werden müssen. Von Joachim Müller-Jung
Bundesumweltminister Röttgen hat nach dem Scheitern des Weltklimagipfels Vorwürfe gegen Amerika und China erhoben. Amerikas Eliten gelänge es nicht, Mehrheiten für den Klimaschutz zu gewinnen. China sei es nur um Verhinderung gegangen.
Nach dem Scheitern des Klimagipfels hat Umweltminister Röttgen heftige Kritik an China und Amerika geäußert. China habe die Rolle einer Verhinderungsmacht gespielt, die Vereinigten Staaten sich führungsschwach gezeigt. Röttgen will derweil am Ziel festhalten, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Von Andreas Mihm und Günter Bannas
Die EU will nach dem Misserfolg der jüngsten Weltklimakonferenz neue Wege im Kampf gegen die Erderwärmung beschreiten. Nach der Katastrophe von Kopenhagen sei Europa gefordert, beim Klimaschutz voranzuschreiten, hieß es im Kreis der EU-Umweltminister. Kritisch wird die Rolle Chinas gesehen. Von Michael Stabenow, Brüssel
Wenn man sieht, was allein die Dänen in den zwei Jahren Vorbereitungszeit für ihr Erdmeeting mit Rahmenprogramm auf die Beine gestellt haben, tut es doppelt weh, dass sie sich jetzt für das Ergebnis des Gipfels fast schon schämen müssen. Von Joachim Müller-Jung
Spezial Der Klimagipfel war kein Erfolg, nicht einmal ein kleiner. Das Treffen hat die Ohnmacht der Europäer gezeigt, ihre Ziele ohne echte Hilfe Amerikas durchsetzen zu können. Die Kanzlerin mahnt zwar, man dürfe die Ergebnisse nicht schlechtreden. Von Andreas Mihm
Spezial Eine Schande, fauler Kompromiss, Scherbenhaufen: Das Ergebnis des Klimagipfels hat Umweltschützer, Wissenschaftler und auch die meisten Politiker entsetzt. Trotzdem verteidigt Bundeskanzlerin Merkel das Abschlusspapier. Kopenhagen sei ein erster Schritt zu einer neuen Weltklimaordnung, sagte sie.
Was ist die Vereinbarung von Kopenhagen wert? Wo steht die Klimadiplomatie jetzt? Das Papier, um das so intensiv gerungen wurde, ist am Ende zur Kenntnis genommen worden. Auch wenn die Kanzlerin das Papier nicht schlechtreden will: Viele sehen damit den Gipfel für gescheitert, manche sogar die bisherige Klimapolitik in Gefahr. Von Joachim Müller-Jung, Kopenhagen
Eigentlich sollten die Delegierten den Text der Abschlusserklärung nur noch durchwinken. Doch einige Entwicklungsländer machten deutlich, dass sie mit der Art, wie ihnen die Einigung präsentiert wurde, nicht einverstanden sind. Am Ende nahm das Plenum die Vereinbarung zur Kenntnis. Von Hendrik Kafsack und Andreas Mihm, Kopenhagen
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