25. November 2009 Einst hat die Umweltbewegung die Atomkraft verdammt. Jetzt erlebt die Kernenergie ein Comeback und wird als Beitrag zum Klimaschutz diskutiert. Greenpeace-Gründer Patrick Moore spricht sich klar für Atomkraft aus, um das Klima zu schützen. Dagegen hält der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne). Pro und Contra: Ist das Klima noch zu retten?

Boris P. scheint wirklich nicht zu wissen, wovon er redet; wie fast alle Atomkraft- gegner. Mit ideolog. Scheuklappen kann man nicht mehr klar denken und bringt alle Fakten durcheinander oder verfälscht sie. Seit "Die Grenzen des Wachstums" Club of Rome, wissen wir, daß wir aus der Kohle- & Ölverheizung und - Verstromung aussteigen müssen. Die VAR haben das erkannt und lassen für 20 Mrd. Dollar 4 mod. Atomkraftwerke von Korea bauen, in Finnland wird die Endlagerung gleich am KW mit eingeplant, aber in D wird alles getan umd das Lagerungsproblem nicht zu lösen. Nichts ist gegen die Wiederaufbereitung und schnelle Brüter Tech zu sagen, es sei denn in Ländern wie Norkorea und dem Iran. Die Atomenergie bleibt die Energie der Zukunft, denn nach der Kernspaltungs- kommt die Kernfusions-energie und sie wird preiswert bleiben zumindest dort, wo sie politisch nicht verhindert wird, wie offensichtlich auch weiterhin von einer lindgrünen deu. Bundesregierung.
FCE Alicante

ich bin verwundert wegne des Schwenks des Green Peace Gründers Pro Kernkraft. Aber kann man eigentlich zu einem anderen Schluss kommen, wenn man massenweise CO² verhindern will?
Bei den Grünen, als ideolgisch zementierte Partei, verstehe ich, daß die einen Vernunftschwenk nicht zulassen können. Das würde denen Wählerstimmen kosten und nicht mehr dem Grünen-Dogma was-nicht-sein-darf-ist-nicht entsprechen.
B.B.

Herr Trummler, sie bezeichnen die kritische Haltung zur Kernkraft in Deutschland als "Religion".
Ok, nehmen wir mal an das sei so. Na und ? Dadurch wird mein Argument kein bisschen entkräftet. Im Gegenteil, es wird sogar noch stärker !! Denn religiöse Überzeugungensind besonders tief verwurzelte Ansichten die sich erfahrungsgemäß kaum ändern. Wieso sollte ein Investor das Wagnis eingehen in einem Land gegen tief verwurzelte religiöse Ansichten zu investieren ? Wenn Sie z.B. eine Partnervermittlung für Homosexuelle für eine gute Geschäftsidee halten, würden Sie damit ausgerechnet in Saudi Arabien investieren ? Vermutlich nicht, denn das Risko welches aus der dort vorherrschenden religiösen Auffassung resultiert, wäre ungleich größer als wenn sie solch eine Investition in anderen Ländern tätigen.
Es kommt also gar nicht auf die tatsächliche Gefährungslage an. Die Kernkraft ist für potentielle Investoren in Deutschland POLITISCH ein unkalkulierbares Risiko. Wenn sie mit ihren Ansichten über die 'Oekoreligiosität' recht haben, dann ein besonders hohes und LANGFRISTIGES !

aber diese Diskussion zerredet alles und führt zu gar nichts. Denn die Fronten sind religiösartig verhärtet. Statt sich sachlich mit Endlagerung zu beschäftigen (nach 1000 und nicht erst nach 200.000 Jahren sind die wesentlichen Atommüllmengen bereits auf den Wert natürlicher Uranstrahlung abgeklungen) werden reflexartige ökoreligiöse Parolen aus den 1970ern reziptiert. Atomenergie ist das Beste was uns passieren konnte. Leider erkennen das nur anderer (Schwellen)länder und diese gehen sicherheitstechnisch deutlich höhere Risiken ein als wir. Warum wohl?
Weiterhin sollte mancher verhärmter Atomenergiegegner auch daran denken, das einige bei der Nutzung von Atomenergie anfallende "Abfallstoffe" in der Medizin (Strahlentherapie bei Krebs) und Nahrugnsmittelindustrie, Technik etc. benötigt werden und nicht wenige dieser u. ä. Stoffe Mangelware sind.
Und abgesehen davon. Die "Solarenergie" ist bei weitem nicht so sauber wie gerne behauptet wird. Deren Giftmüllmengen klingen auch nach 100.000 Jahren nicht ab (Cadmium, Arsen etc.). Und wo wird dieser Müll "verklappt". In Nähe ihres Schrebergartens? Mehr Sachlichkeit ist geboten. In Deutschland ist genau das Mangelware!

Es gibt in Deutschland knapp 10.000 Anlagen die der Störfallverordnung unterliegen. Viele davon wie die Möhne und Eder Stauseen haben ein höheres Risikopotential als ein KKW. Die Betreiber der KKW haften mit ihrem Vermögen für Unfälle. Wenn man die realen Folgen eines Größtmöglichen Unfalls mit etwa 10 Mrd Euro beziffert, ist dieses Risiko durch die Vermögen von RWE und Co besser abgesichert als das Beispiel eines Staudamms. Eine Ökopanik wie sie nach dem Unfall in Tschernobyl ausbrach, bei der man Grenzwerte auf 1/10, oder 1/100 der IAEA Empfehlungen festlegte und einen Teil der Landwirtschaftlichen Produktion wegwarf sind nicht versicherbar. Natürlich ist es denkbar das eine Rot-Grüne Regierung ähnlich der Schröder Regierung die Versorger irgendwie unter Druck setzt und die umweltfreundlichen KKW abschaltet. Es spielt hier auch keine Rolle ob die KKW der Generation III, IV, oder X angehören. Dies ist rein religiös motiviert.
Grundsätzlich hat ein KKW der Gen. IV eine ähnliche Kostenstruktur und ist denselben administrativen Pressionen ausgesetzt wie die Heutigen Konstruktionen. Demzufolge sollte ein Versorger seine Entscheidung anhand des Strombedarfs und nicht anhand irgendwelcher Visionen treffen.
Vandale

Herr Staack, ein rational handelnder Investor wird den zu erwartenden Gewinn mit dem Risiko seiner Investition gewichten. Er nimmt den Erwartungswert, also die Wahrscheinlichkeit eines Totalausfalles multipliziert mit der Höhe des Gewinnes. Dann vergleicht er dies mit alternativen Investitionen und deren Erwartungswert, berechnet also die Opportunitätskosten. Im Fall einer KKW Investition in Deutschland sind die Opportunitätskosten extrem hoch. Die Wahrscheinlichkeit eines Totalausfalls der Investition ist in Deutschland hoch, denn die Grünen könnten mal wieder an die Macht kommen. Eine alternative Investition, z.B. in Polen oder Frankreich, ist aus der Sicht eines Investors wesentlich weniger Risiko behaftet, weil die politische Lage dort bzgl. der Kernkraft wesentlich günstiger ist. En Investor würde in Deutschland also ein unnötiges Wagnis eingehen, der Erwartungswert seiner Investition wäre in anderen Ländern deutlich höher.
Folglich wird kein privater Investor in Deutschland in neue KKWs investieren.

Weiterhin kommt noch die Unsicherheit aus der Politik hinzu. EnEV bei den Regenerativen und Steuern und Einflussnahme bei KKW und Kosten für Emissionsrechte bei Kohlenstoffbasierten Energieträgern, die sich über die Laufzeiten der Investitionen verändern können.
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Aus diesen Optionen wird ein Portfolio zusammengestellt mit dem die Verbraucher mit kostengünstigem und zuverlässigem Strom effizient versorgt werden. Auch wenn ein Portfolio Risiko puffernd wirkt bleiben potentiell Gewinnmindernde Risiken die vom Kapitalgeber akzeptiert werden müssen.
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Unter den Kapitalgebern wird es sicher langfristig interessierte und Spekulanten geben. Je höher die Risiken/Chancen in einem Markt sind desto mehr Spekulanten werden angelockt. Und jetzt Herr Rabe möchte ich sie fragen warum sie so vehement gegen die Kernkraft mit solchen Argumenten wettern?
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Es gibt Argumente die ich respektiere und welche die ich nicht respektiere!

Ein Investor wie Greenpeace Energie oder Lichtblick die den Markt für erneuerbare Energien und Ressourcenschonung bedienen, kann seine höheren Kosten von Erneuerbaren leichter durch höhere Preisen einfahren und auch darauf verzichten den gesamten Markt zu bedienen. Die Großen z.B. E-ON, RWE, Vattenfall oder EnBW haben auch noch die Verantwortung eine Versorgunksicherheit zu gewährleisten, die auch ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil des Standortes Deutschland ist.
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Alle nicht durch Gesetze oder Unternehmensrichtlinien ausgeschlossene Alternativen müssten auf den Tisch und die unterschiedlichen Szenarien in die Risikoabschätzung einfließen. Jede Alternative hat unterschiedliche Eigenschaften bezüglich der Regelbarkeit Geschwindigkeit des Anfahrens und Abhängigkeit von Primärenergieträgern (Kernbrennstäbe, Kohle, Öl, Gas, Wasser, Wellen, Wind etc.). Alle diese Energieträger unterliegen Unsicherheiten bezüglich Verfügbarkeit, Preis und gesellschaftlicher Akzeptanz.

Ihre Kernaussage Herr Rabe „Die mangelnde Gesellschaftliche Akzeptanz“ von Kernkraft ist ein zu großen finanzielles Risiko für die Investition in Kernkraft. Werde ich etwas ausführlicher Kommentieren.
In einer Gesellschaft die auf Meinungsfreiheit begründet wird, gibt es viele Meinungen. Bei einem so polarisierendem Thema mit vielen pro und kontra Argumente wird es wohl immer eine unterschiedliche Gewichtung geben.
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Einfluss auf die Investitionsentscheidung:
Wenn ich in der Strategieabteilung eines Investors den Einfluss abschätzen müsste, um die finanziellen Risiken für eine Investition zu kalkulieren, würden natürlich erst einmal die Unternehmensleitlinien und der Auftrag im Vordergrund stehen. Weiterhin ist eine Versorgung zu Preisen die vom Kunden akzeptiert werden die Hauptaufgabe jedes Energieversorgers.

Alle anderen Länder haben leistbare CO2 arme Energieerzeugung und Deutschland zahlt durch die Nase für eine unzuverlässliche Art der Energieerzeugung und kauft noch zusätzlich CO2-Zertifikate.
Die Weltwirtschaft wird auch ohne Deutschland als Motor weiterbestehen.

Der Reaktortyp des KugelhaufenReaktors ist nur inherent sicher gegen Kühlmittelverlust, aber nicht gegen andere Katastrophenszenarien. Bei einem Absturz eines A380 würden z.B. dessen Triebwerkswellen jede bisher gebaute Schutzhülle durchschlagen, auch die eines Kugelhaufenreaktors. Wenn dessen Graphitumhüllung dann z.B. durch Kerosin in Brand gerät würden große Mengen an radioaktiven Stoffen frei und die dadurch ausgelöste Katastrophe wäre extrem teuer. Ähnliches gilt für ein Terrorszenario, es wäre denkbar, daß Terroristen mittels Sprengstoff den radioaktiven Teil eines solchen Reaktors als feine Stäube in die Umwelt befördern.
Eine Versicherung der dadurch ausgelösten Schäden ist heute gar nicht erhältlich, weil die Schadenssumme gigantisch wäre.

Wenn man nicht gerade in einer energietechnischen Notlage ist, macht es auch keinen Sinn einen Reaktor der Generation III+ zu bauen. Man wartet eher ab bis Reaktoren der Generation IV verfügbar sind. Einige davon sind iherent sicher so wie der Kugelhaufen Reaktor. Diese sind wohl versicherbar.
Ironischerweise könnte es vorkommen dass Deutschland einmal Lizenzgebühren für einen Prozess bezahlen muss, den es einmal billigst auf Druck der Grünen verkauft hat.

..wird vermutlich von einem KKW Betreiber verlangen, daß er eine Versicherungspolice vorlegen kann welche den GESAMTEN theoretischen Schaden abdeckt welcher durch ein KKW Unfall entstehen könnte. Genau wie bei der KFZ Haftpflicht wird es da keine Rolle spielen wie unwahrscheinlich der Schadensfall ist, auch ein sehr unwahrscheinlicher Vorfall (z.B. ein Terrorkommando oder der Absturz eines A380) muss dann abgedeckt sein. Solch ein theoretischer Schaden würde in die Billionen gehen, wenn ganze Ballungszentren verstrahlt würden. Falls die KKW Betreiber dafür überhaupt eine Versicherung finden würden, wären die Versicherungssummen so gigantisch, daß sich kein KKW mehr lohnen würde, was das eigentliche politische Ziel der Grünen wäre.
Investoren wissen das und werden deswegen in Deutschland keine neuen KKWs mehr bauen, das politische Risiko ist zu hoch....

Bei einem Strompreis von 6c lässt sich über 25Jahre eine Rendite von 8% erzielen. Das ist besser als jede Staatsanleihe. Wenn die Grünen schon den veralteten AKWs eine Laufzeit von 32Jahren zugestehen, werden sie wohl einem mit einem weit höheren Standard ebenfalls die selbe Laufzeit zugestehen müssen.
In den Jahren 26-32 ist das AKW eine reine Gelddruckmachine. Selbst mit überhöhten Steuern von sagen wir 75% ist ein solches Werk höchst profitabel.

Herr Staack, sie werden sicher zugeben, daß es in Deutschland keinen einheitlichen Konsens zur Kernkraft gibt. Sogar in dem Forum der FAZ, einer Zeitung welche sich eher an das konservative Publikum wendet, finden sich sehr viele Gegner dieser Technologie. Als Investor MUSS man aber gesellschaftliche Risiken berücksichten will man nicht Gefahr laufen sein Geld zu verlieren.
Wieso sollte ein Investor darauf vertrauen, daß eine KKW Investition in Deutschland auf Dauer akzeptiert wird ? Das wäre nur Poker bei sehr hohem Risiko, denn niemand kann garantieren, daß innerhalb der nächsten 30 Jahre nicht irgendwann einmal wieder Grüne an die Regierung kommen. Die würden die gesetzlichen Rahmenbedingungen für KKWs so ändern, daß sich solche Investitionen ins Investitionsruinen verwandeln. Wieso sollte ein Investor solch ein hohes Risiko eingehen, insbesondere wenn er z.B. in Frankreich ein deutlich geringeres gesellschaftliches Risko vorfindet ?