Ausgetrockneter Rhein in Düsseldorf (2003)

Rekorderwärmung

Temperatursprung in Deutschland

Statistischer Ausreißer oder Beschleunigung des Klimawandels? In Deutschland hat sich in den vergangenen zwölf Monaten die durchschnittliche Temperatur um drei Grad erhöht. Ein solcher Temperatursprung ist nie zuvor beobachtet worden. In allen der letzten zwölf Monate war es zu warm.

Lesermeinungen zum Beitrag

04. Juli 2007 16:20

gerade recht  

Yürgen Oster (hagbarth)

wollt ich doch just in meinem blog nachfragen, wo all die schreier gebklieben sind, die uns vor ein paar warmen wochen die klimakatastrophe in die medien gemalt haben. macht sich gerade nicht so überzeugend, wenn's draussen kalt und regnerisch ist.
während man uns die energiesparbirne schmackhaft machen will, starten die großen städte westeuropas die mehr oder weniger kunstvolle illumination ihrer baudenkmäler, die las-vegasierung unserer innenstädte. und da sollen wir noch glauben?

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04. Juli 2007 15:44

Trau keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht has!  

Hans Fornoff (maxconcept)

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Das Institut für Klimafolgen macht Aussagen zum Klima. Das klingt wie: "Rauchen ist gesund! gez. Dr. Marlboro"
Die gute Nachricht ist: Wenn das Wetter weiter so regnerisch und kalt bleibt bleibt wie im Juni dann wird wahrscheinlich das Institut für Eiszeiterwartung den Beginn der nächsten Eiszeit ausrufen!
Die schlechte Nachricht ist: Offensichtlich sind die Zeiträume die Wissenschaftler als Ihre Parameter für ihre Aussagen festlegen genauso lang wie die Halbwertszeiten der Politiker die das dann lautstark unterstützen.
Seis drum, die Auswahl ist Main-Strandbar oder Langlaufski im RheinMain Gebiet oder eben nicht.

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01. Juli 2007 16:17

Temperatursprungwahnsinn  

Detlef Symietz (Symietz)

Abgesehen davon, dass das "Klima" ein nur gedankliches Konstrukt ist, genau so wie das Hantieren mit "mittleren Temperaturen auf der Erde" (was sagt ein mittlerer Temperaturwert von z.B. +15 °C denn aus, wenn er, über die Welt verteilt, aus tiefsten Minusgraden der Antarktis und höchsten Hitzegraden der Sahara, die in der Nacht locker wieder unter Null liegen können, gebildet wird?). Aber bevor der Untergang der Zivilisation beschworen wird, ist auf die Nicht-Relevanz eines einzelnen abweichenden Jahresmittels hinzuweisen. Vor ca. 50 Jahren war das Jahresmittel um fast 3K nach unten abgewichen, jetzt um 3 K nach oben, also was soll die Panikmache der Potsdamer Apokalyptiker? Woher kam dann der "Temperatursturz" vor 50 Jahren?
Wenn bei ähnlichen CO2-Konzentrationen die Temperaturen stark voneinander abwichen, bei stark unterschiedlichen CO2-Konzentrationen die Temperaturen aber auf ähnlichem Niveau lagen, was sagt das über einen angeblich dominierenden Einfluss des CO2 auf die Temperaturen?
Wer die Vergangenheit nicht kennt oder verbiegt (letzteres dominiert wirklich), der versteht die Gegenwart nicht und erst recht nicht die Zukunft. Der Satz stammt von anderer Stelle, ihm ist nichts hinzuzufügen.

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01. Juli 2007 13:48

Waas man's!  

Jens Elstner (jens.elstner)

Das zeigt wieder einmal, dass die postulierten Expertenhypothesen eben keine Tatsachen sind.
Also Vorsicht mit dem kleinen Unterschied.

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29. Juni 2007 14:59

Lieber Herr Heinzgen...  

Martin Seehafer (skyblue)

ernstzunehmend sind für mich die Wissenschaftler, welche den IPCC-Bericht verfasst haben. Wer die Hintergründe des Berichts kennt weiss, daß dieser nicht das Worst Case - Szenario wiedergibt, sondern schon eine im Konsens geschönte Fassung ist.
Aber auch die wirkt auf mich nicht beruhigend.
Versetzen Sie sich mal in die Situation eines Wissenschaftlers, der aufgrund seiner Kenntnis sieht, daß so schnell wie möglich gehandelt werden muss.
Wie kommunizieren Sie Dieses?
Die einen sind um eine ausgewogene Aussage bemüht, auch gemäßigt im Ton. Andere wollen die Menschen aufrütteln und werden dramatischer.
Die Presse sucht sich das raus, was ins Konzept passt.
Auch da muß man differenzieren und nicht alles so heiß essen, wie es gekocht wird.
Jedoch ist es (lt. IPCC Bericht und PIK) so, dass ohne Kurswechsel langfristig der Untergang der Zivilisation droht.
Menschen wird es in diesem Szenario geben, aber eher in Mittelalterlicher Gesellschaftsform.
Wenn man - wie wir - in der glücklichen Lage ist, diese Entwicklung zu erkennen, sollte auch reagiert werden und nicht geleugnet. Nebenbei sind Hochkulturen fast immer untergegangen, weil ihnen die Rohstoffe ausgegangen sind. Das Problem ist halt immer noch aktuell.

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28. Juni 2007 23:31

Nur eine Frage, Herr Seehafer...  

Andreas Heinzgen (Heinzgen)

wer entscheidet, welche Wissenschaftler "ernstzunehmen" sind? Der Parteirat der Grünen? Sigmar Gabriel? Sie?

Solange in der Klimadebatte derartige Totschlagformulierungen verwendet werden und als "Argument" der Untergang mindestens aller Wirtschafts- und Sozialsysteme, wenn nicht gar der gesamten Menschheit an die Wand gemalt wird, müssen all jene, die sich derartiger Diktionen bedienen, damit leben, daß man sie als nicht ernstzunehmen kategorisiert.

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28. Juni 2007 13:06

Erschreckend...  

Martin Seehafer (skyblue)

...finde ich die zuweilen dummen Kommentare zum Thema. Zeigen sie doch, daß ein Großteil der Leser garnicht begriffen hat, um was es hier geht.

'Oh, es ist jetzt gerade kalt, da kommt mir die globale Erwärmung gerade recht'
'Der letzte Winter war warm, ist doch toll, wir haben nicht gefroren...'
Solche und auch andere Sätze hört man zuhauf.
Da wundert man sich schon über den Geisteszustand mancher Zeitgenossen.

Manch einer sagt 'Was kann ein Einzelner schon tun'. Recht hat er, wenn alle das denken.

Die ganz Coolen leugnen einfach den Klimawandel und ignorieren die Warnungen aller ernstzunehmenden Wissenschaftler.

Auf den Klimawandel zu reagieren bedeutet bewusster, sparsamer und nachhaltiger zu leben.
Was versprechen sich die Zweifler und Leugner eigentlich von ihrer Strategie? Möchten sie doch noch mal einen V8 fahren? Oder regelmäßig zum Frühstück nach New York?
Die Angst um Arbeitsplätze kann es nicht sein; der Einstieg in die regenerativen Energien hat in Deutschland wesentlich zum Wachstum beigetragen.

Kurzum, wie die Menschen auf diese Herausforderung reagieren, entscheidet darüber, ob unsere sozialen- und Wirtschaftssysteme in Zukunft zusammenbrechen oder weiterhin Zivilisation möglich ist.

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28. Juni 2007 09:29

Temperatursprung in Europa  

Johannes Koch (JohannesKoch)

Als Naturwissenschaftler verfolge ich in verschiedenen Medien die durchaus interesseante und warnende Berichterstattung über den sogenannten Klimawandel. Unbestritten ist, dass das Verhalten der gesamten Menschheit das Klima kurzfristig beeinflusst und möglicherweise aus unserer Sicht katastrophale Ergebnisse zeitigt, aber zu unbedeutend ist, einen Klimawandel herbeizuführen, der die übergeordneten und langfristigen Vorgänge berührt. Unter Berücksichtigung der Entwicklung der Erde im Laufe der vergangenen wenigen Jahrhunderte oder Jahrtausende sollte nicht vernachlässigt werden, dass das Klima sich immer im Zyklus von Jahrzehnten, übergeordnet in Jahrhunderten und Jahrtausenden verändert hat und z. Bsp. Hungersnöte, Dürrezeite, Kälteeinbrüche etc. als katastrophal empfunden wurden. Unter Berücksichtigung der erdgeschichtlichen Entwicklung, immerhin ca. 6 Milliarden Jahre, sind diese Vorgänge bedeutungslos und ehrlich gesagt, muss der Mensch als "Krönung der Schöpfung" tatsächlich dauerhaft überleben? Diese Probleme werden retrospektiv bedeutungslos sein und ist der Welt nicht ein besseres Schicksal zu gönnen als die dauerhafte Vergewaltigung durch den Menschen?

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27. Juni 2007 23:18

Irrtum oder Lüge?  

Andreas Heinzgen (Heinzgen)

Der August 2006 war nach Auskunft des DWD der kälteste August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1901. Wenn das Potsdam-Institut nun behauptet, daß die letzten 12 Monate allesamt zu warm waren, ist das demzufolge die Unwahrheit. Nur ein Irrtum oder bewußte Täuschung der Öffentlichkeit?

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27. Juni 2007 22:20

wer bitte schön  

Tobias Neubert (s.a.i.b.o.t)

macht denn hier die panikmache?
mir kommt es eher so vor, dass sie sofort aufschreien, weil festgestellt wurde, dass die vergangenen zweölf monate in durchschnitt drei grad wärmer waren als vorangegangene jahre.

ich denke, dass es, genauso wie der kalte winter davor, einfach ein statistischer ausrteißer war, wie im artikel richtig bezeichnet. von panikmache kann hier, vorallem bei diesem sachlichen artikel, keine rede sein.

mfg

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27. Juni 2007 21:53

Das Einzige Beständige ist der Wandel...  

uwe mildner (recfarm2)

Heißt es.

Ist das nun die Vertreibung aus dem Paradies oder die Wiederkehr des Paradieses? Es heißt auch: Im Schweiße Deines Angesichtes sollst du den Acker bestellen.

Wie lange werden wir noch die Welt vor dem Wandel erretten wollen, anstatt in den Wandel, d.h. unsere Anpassung, Dynamik, zu investieren?

Die Erde ist rund und wir sind und bleiben gefangen auf Ihr, in Ihrem Wandel. Der Beispiele der Fehlentwicklungen gibt es viele und viele wollen Geld für Forschungen, für das. was wir für eine Klimaverbesserung brauchen. Verbirgt sich dahinter nicht Lobbyismus, Aktionismus?

Es gibt immer auch lachende bei allem.

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27. Juni 2007 21:18

Gähn  

Bernd Esch (eschb)

100 Jahre Aufzeichnungszeit sind in Bezug auf die historische Dimension des Weltklimas nicht der Rede wert. Im Laufe der Weltgeschichte gab es viel dramatischere Entwicklungen, die sich über viel größere Zeiträume erstreckten.
Es ist äußerst fraglich, wenn man aufgrund der jüngsten Schwankungen beim Klima überhaupt von einer "Entwicklung" spricht, denn man weiß ja nun tatsächlich nicht, wie sich das Klima in den nächsten 50 Jahren entwickeln wird.
Es sei nur daran erinnert, das das Klima das Ergebnis des Zusammenspiels unzähliger Faktoren ist, das auch heute noch selbst mit der Hilfe der derzeit schnellsten existierenden Rechner nicht hinreichend simuliert werden kann - aber auch allein schon aus dem Grunde, dass einzelne Vorgänge noch nicht erfasst, durchschaut oder einfach (derzeit noch?) zu komplex sind und vielleicht auch bleiben.

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27. Juni 2007 18:06

Panikmache  

Ossian Peuker (ossipeu)

Was soll die Panikmache? Wird uns nicht gerade heute am Siebenschläfer erzählt, dass uns ein kalter Sommer bevorsteht? Wenn dann im Sommer die Temperatir 5 Grad unter dem Mittel liegen sollte, dann interessiert sich wieder keiner mehr dafür...

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27. Juni 2007 17:34

Temperatursprung  

Karl Kathstede (petrosilius)

In der Tat! Ein Temperatursprung:
In meinem Hause läuft Ende Juni, also im Hochsommer
die Heizung, weil es draußen so "warm" ist!
Aber daran ist (natürlich) auch der Klimawandel schuld!
Oder macht der Klimawandel gerade Pause?

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27. Juni 2007 17:21

Statistische Ausreißer  

Bernhard Schmitz (DerKetzer)

deuten immer auf (bevorstehende) Änderungen der zugrundliegenden Prozesse hin. Das beste Beispiel für eine Wirtschaftszeitung sind dafür die Chart-Analysen zur Kursentwicklung.

Vielleicht kann man mal für die zwanghaften Klimaoptimisten eine Folge "Erklär mir die Welt - Wie interpretiert man Statistiken" schaffen?

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