Ganz wichtig finde ich in diesem Beitrag die positive Erwähnung der Gentechnik! Diese eröffnet die Möglichkeiten, Energie- und Nahrungsbedarf der Menschheit von morgen entscheidend mit zu decken.
Jedes Jahr gehen nahezu 50% der Erträge der wichtigsten Kulturpflanzen durch Pathogene und Pflanzenschädlinge aller Art verloren.
Und die Gentechnik kann die Lösung für diese Probleme liefern - sie sind zum großen Teil sogar heute schon bekannt.
Selbstverständlich ist Vorsicht geboten, dennoch sollten die Möglichkeiten in den Vordergrund gestellt werden, nicht die (bisher ohnehin nicht erwiesenen) Gefahren!
Es ist nichts hinzuzufügen. Leider wird das Szenario nicht gern gegeben und es werden viele Investitionen in Rettungsanker gesetzt, die es nicht sind.
Der „Energiehunger“ der Menschheit wird offenbar gewaltig unterschätzt – nur so ist die Hoffnung zu erklären, Bioenergie könne einen „substantiellen Beitrag zur Energieversorgung“ leisten. Der Weltenergieverbrauch liegt z. Z. bei über 12 Milliarden t Steinkohleeinheiten pro Jahr, der Erdölverbrauch bei 3,5 Milliarden t pro Jahr. Die Weltgetreideernte stagniert seit Jahren bei ca. 2 Milliarden t/Jahr; die Rekordernte von 1997 (2,1 Mrd. t) wurde bisher nicht wieder erreicht. Wird diese Menge komplett zu Bioethanol vergoren, erhält man 700 Millionen t als Bruttoertrag – damit könnten vielleicht 10 –20% der Weltbevölkerung Auto fahren, während der „Rest“ verhungern darf. Die Weltbevölkerung wächst um 80 Millionen Menschen pro Jahr an, die landwirtschaftlich nutzbare Fläche nimmt hingegen Jahr für Jahr ab. Der Bau von Fabriken, Straßen, Wohnsiedlungen verschlingt immer mehr Flächen, gleichzeitig gehen weltweit (mit Ausnahme von Europa) landwirtschaftliche Nutzflächen durch Übernutzung, Erosion, Versalzung und Vordringen von Wüsten verloren. Selbst wenn die Erträge von „Energiepflanzen“ um das 5fache gesteigert werden könnte, reicht es nicht einmal für die komplette Ersetzung des Erdöls, von anderen Energieträgern ganz zu schweigen!
Es ist so wohltuend solch einen Artikel zu lesen! Ja, wir müssen uns auf schnellen Wechsel der Bedingungen einstellen. Wir müssen uns einstellen auf Kapitalbedarf für Änderungsprozesse, wir müssen genügend Liquidität dafür halten und nicht einfach in Aktionismus versuchen eine Welt, unsere Welt zu retten. Die Welt von gestern zu retten wird schiefgehen, weil wir mit ihr untergehen werden. Auf eine Welt einstellen, die höheres Risiko als bisher hat, was wir nicht kennen. Auf eine Welt einstellen, die dynamischer ist, als wir es bisher kennen. Wir haben also viel zu tun, vor allem klug und weise sein. Allerdings verführen Förderungen in Dinge zu investieren, die immer am Tropf des Staates hängen werden.