Diese Frage ist so romantisch wie unsinnig, denn für wen soll sie denn schöner sein, wenn wir doch die einzigen sind, die diese Frage überhaupt stellen (können) Und sie lenkt davon ab, dass Änderung (Besserung) möglich wäre, was aber keine Frage der Natur, sondern eine des Verhältnisses der Gesellschaft zur Natur ist. Die „Erhaltung“ der Natur ist auch Teil der sozialen Frage, weil sie so wie sie ist und so wie sie verändert werden darf/soll/muss, die Lebensgrundlage für uns alle ist. Und somit ist sie Teil der Klassenpolarisierung, da nur wenige von ihrer Zerstörung netto was haben, die große Mehrheit (die Masse) hat darauf nur bedingt Einfluss und profitiert in keinster Weise, außer in der Auslebung ihrer von der Gesellschaft noch verstärkten egoistischen Triebe. Und sage mir keiner, diese seien doch Teil eben dieser Natur, denn das gilt für die menschliche Gesellschaft nicht mehr als Naturgesetz.
Es gibt nichts Spannenderes als die Natur. Und Tiere sind, davon bin ich immer mehr überzeugt, intelligenter als wir denken, vielschichtiger und letztlich fühlende Wesen. Kommen Tiere, wenn Sie sterben, eigentlich in eine Hölle, weil sie nicht an ein höheres Wesen glauben?
Scherz beiseite: Die Natur ist großartig, schön und erschreckend. Wir Menschen stehen mit Sicherheit nicht darüber, sondern sind lediglich Teil der Natur. Wir stehen und fallen daher mit ihr.
Ob die Welt ohne Menschen schöner wäre? Gut möglich, weil die Vielfalt des Lebens wohl größer wäre. Früher etwa gab es noch viele Moore in Deutschland, heute kaum noch.
Aber die Frage ist überflüssig: Wir sind halt da und wenn wir verschwunden wären, gäbe es niemanden mehr, der solche Spekulationen anstellen könnte. Auch würde niemand unserer Spezies nachtrauern.
Wieviele Freuden werden zertreten, weil die Menschen meist nur in die Höhe gucken und, was zu ihren Fußen liegt, nicht achten! (Goethes Mutter an ihren Sohn)