
Zu Andreas Kilbs Buchbesprechung kann man sagen: "Und also schloß er messerscharf, daß nicht sein kann, was nicht sein darf."

Alle Große ist genial einfach, und wenn es um den Absturz des weltindustriellen Fortschrittsprozesses geht, dann gibt es nichts größeres und damit nichts genial einfacheres als diesen Absturz zu verhindern. Der ERkenntnisstand über die evolutionsprozess-eigene Exodusoption und über die machtpolitisch institutionalisierte Vorbereitung auf den Exodus aus dem Absturzpfad - u.a. in der Gestalt von Angela Merkel - ist auf meinen geposteten Beiträgen nachzulesen. Man muß nur klicken und lesen.

Vielleicht wird der Artikel dem Anliegen von Autoren wie Welzer und Diamond nicht gerecht: Denn es geht nicht um 'Weltuntergang' oder 'Apokalypse' - wie es Herr Kilb so genüsslich, fern daneben liegend schreibt. Sondern es geht um die Frage, warum so viele Hochkulturen schlichtweg untergegangen sind (und zwar nicht als politische Entität, sondern wirklich ausgelöscht wurden). In vielen Fällen kommt man dann tatsächlich zu dem Ergebnis, dass vor allem Umweltfaktoren mächtige Treiber der Weltgeschichte waren und häufig auch der falsche Umgang der Menschen mit den sich wandelnden Bedingungen. Dass das römische Reich wegen Klimaverschlechterung im nördlichen Europa und damit einem starken Emigrationsdruck der dort lebenden Völker schließlich zum Opfer fiel, ist eine der bekannteren Fälle. Doch es gibt derer viel mehr. Dazu zählt die selbst gemachte Umweltzerstörung der Osterinselbewohner, der antiken Mittelmeeranrainer und der Mayas. Dazu zählt aber auch die 'kleine Eiszeit', die aus dem goldenen Mittelalter in großen Teilen Europas eine 'finstere' Periode gemacht hat. In jedem Fall war einer der - in Anbetracht der schleichenden Prozesse verständlichen - Kardinalfehler, dass man beim "business as usual" blieb.

Wenn Welzer den teilweisen Untergang New Orleans als Folge des dem von Menschen verursachten Klimawandel zuschreibt, so ist er gleich zweifach auf dem Holzweg. Die Tragödie von New Orleans hatte ihre Ursache in dem mangelnden Ausbau von Schutzmassnahmen, deren Umfang genau vorlag, die jedoch von einer unqualifizierten Verwaltung nicht umgesetzt worden waren. Zudem klagte ein Umweltschutz-NGO gegen die Trockenlegung von Feuchtgebieten im Norden von Orleans, dort, wo die Wassermassen in die Stadt eindrangen. Hurricans können nicht mit der Klimaveränderung in Verbindung gebracht werden. Hurricans haben von den auf dem Atlantik herrschenden Temperaturen ganz verschiedene Erscheinungshäufigkeiten. Im Jahre 2006, bei ihrer Konferenz in Mexiko, haben die Hurrican-Experten der WMO ganz eindeutig festgestellt, dass ein Zusammenhang nicht nachweisbar ist. Versuche von Hansen und Emanuel, einen Zusammenhang nachzuweisen, sind gescheitert. Welzer sollte, bevor er den klimatischen Weltuntergang beschwört, sich einmal kundig machen, wie es in der Klimaforschung aussieht. Er wird dann aus dem Staunen nicht heraus kommen.

Zusehends wird 'das Gute' der sog. Gutmenschen zu einer Abrissbirne ihres eigenes, ach so guten Welt-Werkes!

...gefällt mir. Überlassen wir doch das Einordnen der Gegenwert unseren Nachkommen. Bezügl. CO2: Entweder betrachten sie in 100 Jahren kopfschüttelnd unserere heutige CO2-Hysterie oder kämpfen um Wasser während anderer feudale Wasserspiele veranstalten. Weder mit "Kopf-in-den Sand", noch mit Hysterie, Panik oder Halbwissen können wir "vernünftige" Entscheidungen treffen. Auf jeden Fall paßt das Buch wunderbar in unsere Zeit und wird gewiß reichlich Tantiemen fliessen lassen. Verlag und Autor werden sich freuen.

Nicht mal die Klima-Katastrophenwissenschaftler, die ja schließlich auch vom Verkauf wilder Phantasien leben, sehen das Meer Reisernten vernichten. Trotz angeblicher "Klimakatastrophe" steigt die Lebenserwartung in den armen Ländern rasant (mit Ausnahme einiger Länder mit Weltbverbesserern an der Regierung). Dieser Anstieg der Lebenserwartung trägt inzwischen mehr zum Bevölkerungswachstum der Welt bei als hohe Geburtenraten (verdoppelt sich die Lebenserwartung, verdoppelt sich automatisch die Bevölkerung). Spätestens seit der Club of Rome mit seiner fast 40 Jahre alten Untergangsprognose baden gegangen ist sollte die Öffentlichtkeit eigentlich kritischer geworden sein. Aber das Gedächtnis ist kurz, und der lukrative Verkauf von Apokalypse-Prognosen ist risikolos. Tritt der Untergang nicht ein, wird sich niemand beschweren und sein Geld zurückverlangen.