In der BRD wurden 2006 rund 280 Mio. Glühbirnen und rund 30 Mio. Energiesparlampen (S.Handelsblatt vom 1.3.07), verkauft.Setzt man eine durchschnittliche Wattzahl von 40 bei den Glühbirnen und eine durchschnittliche Leuchtdauer von 3 Stunden täglich an, so kommen wir auf 280 Mio x 40 x 3 x 365 Tage = 12264000 Megawattstunden Jahresverbrauch. Da eine Energie-sparlampe nur ca. ein Fünftel verbraucht, würde der Ersatz aller in einem Jahr neu gekauften Glühbirnen durch Energiesparlampen also nur 2452800 Megawattstunden verbrauchen, die Ersparnis betrüge also 9811200 Megawattstunden/Jahr = 9,8112 Terawattstunden/Jahr.Bei 167,4 Terawattstunden, die im Jahr 2006 in den 17 deutschen AKWS erzeugt wurden, erzeugt ein AKW also im Schnitt 9,847 Terawatt-Stunden/Jahr. (1 Terawatt=1 Million Megawatt) Die Deutschen könnten also in einem Jahr nicht nur viel Geld bei der Stromrechnung sparen, sondern auch
ein Atomkraftwerk einsparen.
Zitat von S. Halbeisen:
"33600 Mio Wattstunden = 33,6 Megawattstunden [...]
Aber die Deutschen sind halt ein bißchen dumm ..."
Ja, in der Tat. Vor allem sind sie nicht (mehr) die besten Rechner. Auch wenn sie sich gern selbst als solche ausgeben. So kann ich mir es nicht verkneifen hinzuzufügen, daß
33600 Mio Wattstunden = 33600 Megawattstunden
sind, weil der Vorsatz "Mega" dasselbe wie "Million" bedeutet.
Ganz zu schweigen davon, daß eine Rechnung, in der eine JÄHRLICHE Anzahl neu eingesetzer Lampen auf abenteuerliche Weise mit einer TÄGLICHEN (statt ebenfalls jährlichen) Brenndauer der Lampen verrechnet wird, auch sonst nicht viel Brauchbares zu bieten hat.
Übrigens: Gegen Energiesparlampen habe ich eigentlich nichts einzuwenden. Nur gegen "Rechnungen", die keine sind.
... da wollen ja jetzt wieder ein paar Leute gefunden haben, dass die Kernkraft es auch nicht lösen kann - aber ich denke ich weiss wovon ich rede - ich würde mich heute genau wie im Studium (elektr. Energietechnik), wieder mit dem Prof über die Kernkraft streiten - denn wohin das führt, kann man ja mit den Biber(franz.: CASTOR)transporten sehen - anderen die Meinung (Stamm) abbeissen und mit dem breiten Schwanz schlagen.
Es bleibt ein Problem: wohin mit dem Abfall? Das ist heute wie vor 30 Jahren nicht gelöst - von der Halbwertzeit und der Giftigkeit von Plutonium garnicht zu reden. Und wer schützt uns davor, dass niemand mit dem Zeug Dummheiten anstellt - wenn nicht heute, dann später! Irgendwann einmal, denn das Zeug hat so gut wie kein Verfallsdatum.
Und als Fachmann für Geschirrspüler auch noch ein Hinweis an den Vorverfasser: Geschirrspüler sind wesentlich effizienter als Handspülen, insbesondere, wenn das warme Wasser von der Solaranlage kommt. Bei Wäschetrocknern gebe ich dem Autor recht - die braucht man nicht wirklich und könnten ein rechter Energiesparer werden. Wenn man sie nicht nutzt.
Schön langsam macht mir die Dummheit und Effekthascherei, die das politische Handeln in Deutschland und der EU bestimmen, Angst. Vernunft, saubera Analysen und besonnenes Handeln sucht man vergebens.
In den 70gern oder 80gern wurden in der Siedlung, in der wir damals wohnten, alle Straßenlaternen erneuert. Begründung: nach Vorschrift muß alle 25 m ein stehen, die alten waren ein paar Meter weiter auseinander. Finster war es trotzdem nicht.
nun, vielleicht sollten sie angesichts der Treibhausdiskussion ihre Einstellung über Atomkraftwerke noch einmal überdenken.
...wenn's den Ungeist der 68er zum Verlöschen bringt würde ich, mit Verlaub, sogar Kaltton-Leuchtstoffröhren in meiner Wohnung akzeptieren.
J. T.
Seit es Energiesparlampen gibt, setzen wir diese ein. Seit einem Jahr leben meine Familie und ich in den USA. In unseren Badezimmern fanden wir jeweils 8 Badezimmer Gluehbirnen mit 100 WATT Verbrauch! In den anderen Zimmern fanden wir aehnliche Verhaeltnisse vor. Alle Lampen haben wir entsprechend ausgetauscht. Leider ist dies nur ein Tropfen auf den heissen Stein, da das gesamte Haus, obwohl es neu ist, sehr schlecht isoliert ist und entsprechend viel Energie im Winter zum Heizen und im Sommer zum kuehlen verbraucht. Es ist bei weitem nicht mit unserem Energiesparhaus in Heidelberg zu vergleichen. Uebrigens ein lohnender Markt in den USA!
Was mir in den USA aufgefallen ist und niemals in Europa, dass die Energiesparlampen HG = Quecksilber enthalten. Zwar wird der Quecksilbergehalt sich zwischen 5 bis vielleicht 20 mg einpendeln aber trotzdem gehoerem somit Energiesparlamen auf den Sondermuell!
Die sogenannte "Ewigkeitsglühlampe" von Dieter Binninger benötigt durch das notwendige Vorschaltgerät nochmals ca. 50% mehr Strom als herkömmliche Glühlampen. Von einem "Boykott" seitens der Industrie kann daher keine Rede sein, die Zeche würde gleichermaßen der Verbraucher (Stromrechnung) wie auch die Umwelt zahlen.
Die genannte "kapitalistische Perversion an jenen ständig mit kurzem Plopp verlöschenden Wolframdrähten" ist schwer zu verdauen. Heutige Energiesparlampen sind schaltfest und halten ca. 10 mal länger als herkömmliche Glühbirnen. Sie senken im Laufe ihrer mittleren Lebensdauer von 10000-15000 Stunden die Stromrechnung um ein Vielfaches ihres Kaufpreises, daher ist die im Text genannte Unterstellung: "...es profitieren (vom) staatsmonopolistischen Kapitalismus einzig Osram, Philips und General Electric, die jetzt endlich ihre viel teureren Energiesparlampen an die Decke bringen können" schlichtweg falsch. Zitat: "Doch mit der letzten Glühlampe wird wohl auch der Geist von 1968 endgültig erlöschen." Jawohl, endlich! Handeln statt Reden!
Den Klimawandel wird es nicht aufhalten können, aber jedem mündigen Bürger ist freigestellt, seinen privaten Energieverbrauch zu senken. Bitte mehr Fakten und weniger Ideologie.
Wenn der mündige Bürger nur ein bisschen mitdenken würde und z.B. Vernunft zwischen schönem Ambiente und bengalischer Beleuchtungsorgie walten ließe, wäre schon viel im Land passiert, aber woher soll soviel Sensibilität für die Masse kommen, wenn die Wertschätzung für die eigenen Kinder schon Sensibilität vermissen läßt. Leider kenne ich die Lösung auch nicht zu 100%, aber was Hänschen nicht lernt ... - nämlich lebenslang zu lernen und für Veränderung offen zu sein und selbst das hoffentlich denkfähig erhaltene Hirn ab und zu einzuschalten, so wäre schon eine Menge gewonnen. Somit hätten die derzeit laufenden un-geistigen Ergüsse der Politik und Journalisten? erst gar keine Chance. Also Hybrid-Denken für's Hirn und kein jap. Hybridblech für die Strasse. Und keine weiteren Atomkraftwerke - die lehnte ich schon 1977 genauso ab - Halbwertszeiten sind in den 30 Jahren lange nicht erreicht worden! Hoffentlich im Denken auch nicht.
Nicht der Kraftstoffverbrauch PS-strotzender Autos, der ausufernde Güterkraftverkehr auf der Straße oder der bequeme und unüberlegte Einsatz von Spülmaschine und Wäschetrockner (das sind nämlich wahre Stromverbraucher), nein, die Glühlampe ist DAS Übel unserer Zeit! Der Vorschlag unseres Umweltministers könnte einer Büttenrede entsprungen sein.
Sparlampen kommen seit Jahren zum Einsatz, sind aber nicht für jeden Zweck geeignet; häufiges Schalten für nur kurze Zeit verkürzt ihre Lebensdauer erheblich, hier sind Glühlampen geeigneter. Auch LED- und Halogen-Lichttechnik kommen immer häufiger zum Einsatz.
In der Industrie, in Büro- und Verwaltungsgebäuden ist der Energiebedarf für Beleuchtung natürlich höher aufgrund der zum Arbeiten benötigten Lichtstärken. Hier sind elektronisch gesteuerte Leuchtstofflampen Standard. Niemand käme auf die Idee, hier Glühlampen einzusetzen.
Eine Aufklärung zu den Gefahren des Rauchens erhielt ich bereits vor fast vierzig Jahren in der Schule, aber erst jetzt denkt man in der Politik ernsthaft über Konsequenzen nach. Doch bei der Glühlampe, das hat man schnell erkannt, müssen flugs Konsequenzen gezogen werden. So wird der Bürger einmal mehr, im wahrsten Sinn des Wortes, hinters Licht geführt!
Von Hybris auf Hybrid
Da sind wir aber noch mal glimpflich davongekommen! Ich hatte schon befürchtet, wir müssten unser Verhalten grundlegend ändern, aber Gott sei Dank reicht es ja, wenn wir andere Glühbirnen reinschrauben und ein Hybrid-Auto kaufen.
Mit dem Birnenwechsel, das wird sich bei uns noch eine Weile hinziehen. Das ist ja nicht so schnell gemacht wie das Umstellen der Uhren bei der Sommerzeit. Wenn ich all unsere Brennstellen addiere, komme ich schon auf an die Hundert. Nicht eingerechnet natürlich die 547 Birnchen unserer Weihnachtslichterketten rund ums Haus und die Baum-, Beet-, Gras-, Party- sowie Teichbeleuchtung.
Einfach auszuschalten, was nicht unbedingt lebensnotwendig ist, wie manche Simpels meinen, das wäre wirklich zu einfach, das wäre geradezu wirklichkeitsfremd.
So ist es auch mit dem Auto: Nicht einfach das Auto stehen lassen, wenn man auch zu Fuß laufen könnte.
Das würde Arbeitsplätze und Gewinnchancen vernichten. In der Autoindustrie, aber mehr noch im Gesundheits- und Fitnessbereich. Nordic - Walking läge am Boden!
Da steigen wir zeitweise schon mal vom CO2-schleudernden Geländewagen um in den Sparwagen. Sozusagen von Hybris auf Hybrid.