Luftverschmutzung

Schatten über der Erde

Treibt ausgerechnet der Umweltschutz die Erwärmung an? Es klingt kurios, doch die Nasa ist sich einigermaßen sicher: Weil die globale Luftverschmutzung immer weiter abnimmt, gibt es weniger Luftpartikel, die uns vor der Erderwärmung schützen.

Lesermeinungen zum Beitrag

27. März 2007 13:25

@Martin Schmied

Peter Mühlbauer (Akonoor)

Der Gedanke ist gar nicht so abwegig.
Seit 30 Jahren lügt die Politik uns an.
Das betrifft sowohl das Ozon, das Ozonloch, FCKW, Autokatalysatoren, CO2 und jetzt Rußfilter.

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22. März 2007 17:08

Raleigh - Mie Streuung

Steve Lutzmann (TomderAffe)

Der ganze Effekt lässt sich mit der Raleigh - Mie Streuung erklären. Grundsätzlich hängt die Molekülgrösse der Aerosole mit der Art und Richtung, in der sie selbst Strahlung abgeben oder reflektieren zusammen. Die Aerosole in den oberen Atmosphärenschichten haben früher die Einstrahlung reflektiert. Das atmosphärische CO2 kam damit gar nicht "zum Einsatz". Die Strahlung heute gelangt wesentlich "einfacher" auf die Erdoberfläche. Dort werden Lichtstrahlen in Wärmeenergie umgewandelt und von der Erdoberfläche ausgestrahlt. Da diese Wäremestrahlung aufgrund der Wellenlänge von CO2 - Molekülen reflektiert (und eben nicht gestreut), haben wir einen "Treibhauseffekt".
Details finden Sie in Lehrbüchern zur Klimatologie.

Kurzfristige neue Aerosole produzieren bringt gar nichts, eh diese in den relevanten atmosphärischen Schichten sind vergehen Jahre.

Solang die Debatte aber rein ideologisch geführt wird, bleibt die Wissenschaft im Schatten der Schaumschläger - aller - politischen Lager.

SL
stud. iur.



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22. März 2007 15:57

gut gemeint

Klaus Steffen (krs)

Wenn dieser Artikel etwas belegt, dann dies:
Gut gemeint, ist nicht immer auch gut getan.

Nicht, daß die Umwelt nicht zu schützen wäre....!

Aber der Mensch in all seinem Handeln ist nur ein Staubkörnchen in einer gewaltigen Umwälzanlage, welche nicht einmal ansatzweise begriffen wird. Und das zu begreifen, scheint die Menschheit zu demütigen.

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21. März 2007 19:11

Und was macht CO2?

Gerhard stehlik (gstehlik)

Wenn also die globale Abkühlung von 1940 bis 1975 auf zunehmende Luftverschmutzung zurück geführt werden kann und wenn die jüngste starke Erwärmung auf zunehmende Luftreinheit zurückzuführen sein soll, wozu wird dann noch der CO2 Effekt benötigt?
Dr. Gerhard Stehlik
Hanau am Main

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21. März 2007 16:55

Komplexitiät des Themas

Rüdiger Kimpel (rkimpel)

Meines Erachtens zeigt dieser Artikel sehr deutlich, das das populistische Umgehen mit dem Thema Global Warming nicht in die Tagespresse gehört, weil es dem Otto-Normalverbraucher unmöglich ist (wie zb. mir), sich daraus einen Kontext zu machen.

Was es mE aber auch sehr deutlich zeigt, ist dass der zur Zeit sich selbst übertreffende Aktionismus in Sachen Verboten völliger Unsinn ist und hier die Experten gefordert sind, ein globales Gesamtkonzept aufzuzeigen.

Möge die Politik endlich wieder rational werden....

Das Gute ist ja, dass morgen oder übermorgen wieder ein anderes Thema kommt, das die Politik völlig in Beschlag nehmen wird - und schon ist der Umweltschutz wieder vom Tisch - bzw. dort wo er hingehört - in die Expertenrunden.

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21. März 2007 14:13

zu ungenau

Christoph Rüdiger (Chris291074)

dem bericht fehlen einige grundsaetzliche informationen, die in dem artikel von mishchenko et al. enthalten sind und die auch im allgemeinen momentan diskutiert werden. es stimmt nicht ganz das die "globale" verschmutzung der atmosphaere abnimmt. es handelt sich dabei, wie auch in dem artikel berichtet um schwefeldioxise und reinen kohlenstoff, die insbesondere fuer die optical thickness der atmosphaere verantwortlich sind. andere aerosole der gruenhausgase treten aber weiterhin in vermehrter menge auf und steuern ihren beitrag zur erderwaermung bei.
es ist im prinzip ein effekt, der als konsequenz zur einfuherung von schwefel- und russpartikelfiltern zu sehen ist. ein zynischer beobachter koennte also sagen, dass die einfuehrung umweltschonender filtermethoden zur erderwaermung beigetragen hat. ein paradox, aber noch lange kein grund generell die filter wieder auszubauen. es muss eher danach gestrebt werden, die auch die anderen emissionen zu reduzieren.
und uebrigens heisst das institut GISS (goddard institute for space studies), dass mit der nasa affilliiert ist.

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21. März 2007 12:47

Ist ja haarsträubend

Charles-Louis Joris (scharlui)

Spätestens nach den fünft Tagen nach dem 11.9.2001 ist das globale Dimmen ein Fakt. Deshalb aber eine wissenschaftliche Meldung so darzulegen, als dass man als Heilmittel wider den CO2-bedingten Treibhauseffekt wieder für einen vermehrten Dreckausstoss ins Auge fassen sollte, ist eine kurzsichtige und - vielleicht seitens gewisser Pressure-goups aus der Ölindustrie - gezielt zur Diskussion gebrachte Betrachtung der Dinge, die uns unser Dreckschleuderdasein verzeihen soll.

Langsam beginn ich am Sinn des popularisierten Publizierens von isolierten Resultaten ausserhalb des Gesamtkontextes zu zweifeln.
Charles-Louis Joris, Visp (CH)

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