Mensch und Maschine

Bionade im Monsterkühlschrank

Freizeitfresser wie Fernseher oder Haushaltklassiker wie Kühlschränke werden immer größer und verbrauchen häufig immer mehr Strom. Trotzdem machen sich ihre Benutzer große Sorgen ums Klima. Irgendwie komisch. Von Sascha Lehnartz

Lesermeinungen zum Beitrag

17. März 2008 11:56

@Kristin Lohse

Peter Maiert (peter0007)

"Momentan hat das auch viel damit zu tun, dass wir Studenten ohne großes Einkommen sind. Aber ich würde mein Geld, wenn ich es hätte, nur sehr ungern für Monsterfernseher und Riesenkühlschränke ausgeben."

Glauben Sie mir: wenn tatsächlich das nötige Kleingeld da ist, wird sich das ändern !

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16. März 2008 20:50

Ende des Sozialismus in Deutschland?

christian haehnlein (haehnlein)

Es ist noch gar nicht lange her, da haben in dicken Moskwitschs fahrende Funktionäre der Bevölkerung erzählt, dass Bananen keine Vitamine und Mineralien enthalten...

Heute ist es kein bisschen anders. 4 von 5 SUV's und die meisten Oberklassewagen sind beispielsweise als Firmenwagen angemeldet. Die Fahrer merken also wenig von hohen Energiepreisen usw. Während der "Normalbürger" aufgrund eines aberwitzigen Steuersystems für Ökostrom usw. zur Kasse gebeten wird, fahren die Funktionäre dieses Landes weiter auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung mit Ihren spritdurstigen Moskwitschs durch die Gegend. AUDI hat erst vor kurzem die Geschäftsbilanz vorgestellt. Nicht der AUDI A2 3 Liter, der den energieeffizientesten Motor aller Zeiten besitzt und nicht leider mehr gebaut wird, hat den Gewinn nach oben gefahren, sondern der Q7, den wir alle von unserem Gehalt mitfinanzieren. Das ist sehr traurig.

Solange also dieses schwachsinnige Steuersystem nicht reformiert wird, ändert sich an dieser Problematik wenig. Es muss endlich eine Marktwirtschaft her, in der der Preis nach Energieverbrauch gestaltet wird und nicht mehr die Kosten von Verschwendern von obsoleten Steuerberatern auf den Rest umgelegt werden!

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16. März 2008 18:51

Schön und gut, ABER warum fangen wir nicht zunächst einmal beim "Großvieh" an?

Sven Ganzenmüller (GanzMue)

"Großvieh" macht bekanntlich bisweilen auch "Großmist"? Natürlich bin auch ich der Meinung, dass sich jeder an die eigene Nase fassen sollte. Allerdings bin ich es Leid mir von unseren Politikern anhören zu müssen, was wir alles tun müssen, sollten etc. für diesen oder jenen Zweck. Wie blanker Hohn sieht es für mich aus, wenn unsere Volksvertreter über CO2-Emmisionen sprechen, selbst aber ein paar Hundert Meter von Wohnung zur Arbeitsstääte im "dicken" A8 oder S-Klasse durch die Gegend kutschiert werden - einzeln! Man schaue sich einmal den Fuhrpark allein der Bundesregierung an. Auch einem "einfachen Landrat" steht schon ein Oberklassefzg. zu.

Besagte Kühlschränke und sämtliche anderen Konsumprodukte, die man in einem der momentan so angesagten Konsumtempel "Shopping-mall" so findet, werden Tag und teilw. auch nachts mit einer meist sehr energieINeffizienten Beleuchtung angestrahlt. Und warum? Ganz einfach weil das "Großvieh" den Strom nahezu geschenkt bekommt, während für die Verbraucher die Energiepreise stetig steigen.

Anderes Bsp: Warum verpflichtet man Bauherren von Einfamilienhaus-Neubauten nicht Solarkollektoren zu verbauen? Wer für 300.000 ein Haus bauen kann, kann auch 10 m2 kleiner bauen und dafür energieeffizient!

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15. März 2008 13:35

Danke!

Thomas J. Huber (tjhuber)

Ein ausgezeichneter Artikel. Leider haben wir als Gesellschaft noch nicht mitbekommen dass das Grundübel nicht Energiekonsum des Einzelnen ist sondern einfach das Resultat des krebsähnlichem Wachstum der Weltbevölkerung ist.

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15. März 2008 11:14

auch Kleinvieh macht Mist

Kristin Lohse (la.petite.mouette)

Klasse Artikel!
Ich bin der Meinung, dass jeder im Kleinen anfangen sollte etwas für den Umweltschutz zu tun. Wir haben Energiesparlampen, einen normalen Kühlschrank, der weniger Energie verbraucht als der alte, immernoch den guten alten Röhrenfernseher, der NIE auf Standby steht und wenn wir den Backofen anmachen, dann werden gleich sämtliche Dinge gemacht - Brot, Kuchen, Gratin etc. - Diese Dinge kann man nämlich auch planen. Die Heizung ist aus, wenn das Fenster offen ist und die Wäsche trocknet draußen, wenn es nicht regnet. Nur wenn es tagelang regnet müssen Handtücher und Bettwäsche in den Trockner im Waschraum, da wir auf unseren 35m² Wohnfläche keinen Platz haben dies zu trocknen. Und man kann auch IKEA-Regale auf dem Rad transportieren.
Momentan hat das auch viel damit zu tun, dass wir Studenten ohne großes Einkommen sind. Aber ich würde mein Geld, wenn ich es hätte, nur sehr ungern für Monsterfernseher und Riesenkühlschränke ausgeben. Und so lange wir in der Stadt wohnen, kommt eh kein Auto. Es gibt ja sowieso keine Parkplätze. Da leg ich mir dann lieber meine Biotomaten in den energiesparenden Kühlschrank - in Schweden hatte ich sogar eine Speisekammer, in der es kühl genug war um Obst etc. zu lagern.

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14. März 2008 13:59

Askese gegen Klimakollaps?

Gerd Finger (gerdfinger)

Der Artikel thematisiert ein interessantes Thema: Die Einspareffekte durch Effizienzsteigerungen werden durch Mehrbedarf infolge von luxeriöseren Ausstattungen kompensiert. So stieg z.b. die Effizienz amerikanischer Fahrzeuge bis 1985 nahezu liniear an, um von da ab konstant zu bleiben, was auf Mehrbedarf an größeren und aufwendiger ausgestatteten Fahrzeugen zurückgeführt wird (National Petroleum Council, "facing hard truth", 2007).
Für diesen Trend die böse Industrie schuldig zu machen trifft daneben: Die Industrie liefert genau das, was der Verbraucher haben will. Was der Artikel implizit fordert ist, daß der Verbraucher auf Dinge verzichten soll, die ihm wertvoll erscheinen um etwas zu vermeiden was er weder sehen noch fühlen kann und in den meisten Fällen auch nicht versteht. Testfrage: Welcher Leser kennt seinen Jährlich Stromverbrauch? Wieviel Liter Kraftstoff verbrauchen Sie pro Jahr? Wieviel CO2 etspricht das? Wieviel CO2 pro Person wären klimaneutral?
Der beste Weg aus diesem Problem ist die konsequente und globale Einpreisung von CO2 über Emissionszertifikate. Die globale CO2-Menge wird dann über den Preis limitiert und jeder kann selbst entscheiden wieviel CO2 er sich leisten möchten.

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14. März 2008 13:30

mehr Kühlraum/ Hr. Steinwand

Steffen Lantz (slantz)

Zugegeben, dies großen Kühlschränke haben durchaus ihren Reiz und sind bei Familien mit 4 oder Personen auch sicherlich sinnvoll. Aber bei Ein- bis Drei-Personen-Haushalten bin ich mir nicht sicher, ob sich dadurch die Anzahl der Einkaufsfahrten verringern lässt; schließlich sind die Lebensmittel nicht länger haltbar, nur weil ich mehr lagern kann. Dann kaufe ich dochlieber zwei- bis dreimal pro Woche frisch ein, bevor ich etwas wegwerfen muss. Das geht übrigens auch zu Fuß (Getränkekisten ein- bis zweimal im Monat ausgenommen).

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14. März 2008 02:34

SUV´s

Stephan Weber (YtFirestorm)

Die Frage die im Artikel gestellt wird stelle ich mir immernoch wozu diese riesigen SUV´s? Die Erfahrung die ich bisher gemacht habe ist, subjektiv, dass diese SUV´s meist von gut betuchten Frauen gefahren werden die aussehen als ob sie von Beruf Ehefrau sind und das quasi das Spielzeug des Mannes ist der den ganzen Tag in der Bank oder sonstwo sitzt... Daher auch immer wieder lustig diesen Leuten dabei zuzusehen wie sie mit Stöckelschühchen , Pradra Rock versuchen die Monster in Parklücken reinzuzwängen und dabei meist kläglich scheitern. Dennoch was ist so toll an diesen Autos ? Sie brauchen wahnsinnig viel Sprit, bieten zwar im normalen Verkehr für den Fahrer einen guten Blick aber sind ansonsten komplett unübersichtlich, sind meistens so gebaut dass sie auch zum verstauen von Gepäck etc. nicht gut geeignet sind da Stauraum ungeschickt verschenkt und einen weiteren Vorteil , von dem ich zumindest dachte dass er existiert bei SUV´s , die gute Federung und daraus resultierende ruhige fahrt ist ebenfalls ein Mythos wie ich neulich festellen durfte als ich mit einem dieser Ford Suv´s mit amerikanischen verbündeten Mitgefahren bin. Der einzige Vorteil den ich mir also noch vorstellen kann wäre Beinfreiheit aber bei 1,65 größe?hmm..

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13. März 2008 16:02

Mehr Kuehlraum, weniger Einkaufsfahrten

Martin Steinwand (Steinwand1)

Es scheint mir nicht sinnvoll, den Stromverbrauch grosser Plasmafernseher und Kuehlschraenke zu vergleichen. Ein groesserer Kuehlschrank spart naehmlich auch Energie, weil er, wenn er voll gefuellt wird, die Anzahl von spritschluckenden Einkaufsfahrten sinken laesst.

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12. März 2008 15:02

Danke Sascha Lehnartz...

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

... für diesen Artikel. Prägnant mit viel Humor - ohne den roten Faden der Realität und Ernsthaftigkeit aus den Augen zu verlieren, geschrieben.
In der Tat stellen wir uns in den letzten Jahren vor diversen Anschaffungen immer häufiger die Frage:
..."brauchen wir das eigentlich ?"
Und es ist hier nicht die generelle Frage nach der Notwendigkeit der Anschafffung gestellt, sondern die Frage nach speziellen Ausstattungsvarianten gerät in den Vordergrund.
Brauche ich im Auto immer gekühlte Getränke, so dass ich immer mit eingeschalteter Klimaanlage fahren muss??? Müssen es Ledersessel im Auto sein, die zugegebenermaßen ohne Sitzheizung "gar nicht gehen" ???
Muss der Fernsehssel im Kinositzformat wirklich elektrisch verstellbar sein???
So kann man tatsächlich lernen, die Errungenschaften der Technik - den Luxus - zu genießen - aber Verschwendung weitestgehend einzudämmen...

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12. März 2008 11:37

Leider sehr treffend

Ralf Schelberg (ralfsb)

Gesinnungsethik nennt man das hier beschriebene Verhalten vieler Zeitgenossen. An diesem Verhalten auch nichts ändern bis Strom und Öl so richtig teuer sind. Leider...

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