Jenseits der Klimaschlagzeilen

Das sensiblere Bewusstsein als Chance begreifen

Die Diskussion um Veränderungen des Klimas hält an. Sie zeigt mehrere Tendenzen: Man diskutiert sachlicher, weniger katastrophenlüstern und nicht mehr nur aus dem Elfenbeinturm heraus. Gleichzeitig verharren Politiker auf Positionen, die nicht unumstritten sind.

Lesermeinungen zum Beitrag

03. August 2007 11:17

Gore und Stern wissen es besser!

Christian Sperling (ecofin)

Gore und Stern geben nur den aktuellen Stand der Klimaforschung wieder, sind also Sekundärquellen. Beck kann, mit nur wenigen Außnahmen, nur auf eigene "Erkenntnisse" verweisen. Kein ernsthafter Wissenschaftler wird sich mit sog. "Argumenten" auseinandersetzen, die nur in den Unterhaltungsrubriken der Tagespresse zu finden sind.
Anders wird ein Schuh draus! Warum publiziert Beck seine "bahnbrechenden" Erkenntnisse nicht dort, wo sie hingehören, nämlich in einem anerkannten Wissenschaftsmedium, und lässt seine sog. Daten und Fakten einer Überprüfung unterziehen? Die Antwort ist denke ich ziemlich einfach.
Glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass (nichts gegen unsere Lehrer) ein pensionierter Biologielehrer mehr über das Klima weiß als 2000 Klimaforscher?

Soll sich bitte jeder selbst einen Reim daraus machen.

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02. August 2007 18:07

Treibhauseffekt im Treibhaus

Joerg Sando (ErnstJoergS)

Der Treibhauseffekt in einem Treibhaus basiert auf einer „Strahlenfalle“ bei der die kurzwellige Sonnenstrahlung nahezu ungehindert durch die Verglasung eintreffen kann. Beim Auftreffen auf Feststoffe wird diese dann in langwellige Wärmestrahlung umgewandelt. Dieser langwelligen Wärmestrahlung stellt die Verglasung aber einen Wärmedurchgangswiderstand entgegen. Der Wärmedurchgangswiderstand setzt sich aus Transmission, Absorption und Reflexion zusammen. So gelingt es z. B. mit Doppelverglasungen den Transmissionswiderstand deutlich zu erhöhen und innerhalb weniger Millimeter einen hohen Wärmedurchgangswiderstand aufzubauen.

In den theoretischen Grundlagen der Klimaforscher fehlt der Transmissionswiderstand der Luft. Warum wird dieser ignoriert obwohl z. B. für 1 Meter ruhender Luftschicht R=0,16 m2K/W in DIN EN ISO 6946 angegeben ist? Das der Transmissionswiderstand der Luft für den Treibhauseffekt der Erde auch entscheidend ist liegt nahe. Durch 500 m weniger wärmeisolierende Luft darüber beträgt die mittlere Jahrestemperatur in München über ein (Grad) K weniger als im nördlichen Berlin.
Es darf keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen dem Treibhauseffektes in Treibhäusern und dem Treibhaueffekt der Atmosphäre geben!

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02. August 2007 08:31

Klimaexperten Gore und Stern wissen`s besser

Detlef Symietz (Symietz)

Die "Experten" Al Gore und Stern sind da von ganz anderem Format, oder?
Entscheidend ist aber, dass niemand der kritischen Kommentatoren zum Artikel auch nur ein fachliches Argument vorbringt, das die Aussagen von Chr. Bartsch widerlegt. Das gilt für Prof. Grassl genau so wie für Dr. Katterfeldt u.a., letzterer wäre eventuell unter bestimmten Voraussetzungen bereit, die fachlichen Argumente vorzubringen. Wir hätten sie gern vernommen.
Warum ist CO2 der entscheidende Wirkfaktor, wenn zu gleichen CO2-Werten völlig verschiedene Klimasituationen gehören? Man mache sich die einfache Mühe, aus unverfälschten Daten einmal den Korrelationskoeffizienten zwischen CO2-Gehalt und der mittleren Temperatur auszurechnen.
Sind die CO2-Werte von Beck falsch, dann soll man es doch beweisen.

Die Klimaforschung krankt, daran, dass die Klimamodellierer nicht einmal alle Einflussfaktoren kennen. Das ist kein Vorwurf, schlimm ist nur, dass sie so tun als ob.
Man stelle sich vor, in der Physik würde jemand so argumentieren:

"Falls der Durchmesser eines Kupferdrahtes grösser würde, dann könnte es sein, dass bei gleicher angelegter Spannung möglicherweise etwas oder gar viel mehr Strom fliessen würde. Es könnte aber auch anders sein".

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31. Juli 2007 11:36

Klimalaien

Christian Sperling (ecofin)

Alle im Artikel zitierten Personen haben eines gemeinsam: sie sind absolute Klimalaien, haben nie selbst Klimaforschung betrieben und noch nie einen Artikel in einer anerkannten wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht!

Der Science Citation Index (SCI) zeigt hier nur - Fehlanzeige. Die erfolgte Veröffentlichung von Beck im ENERGY & ENVIRONMENT Journal ist dafür kein Ersatz, handelt es sich doch hier um eine populärwissenschaftliche Plattform (noch dazu mit dem Schwerpunkt Sozialwissenschaften), die nicht den Ansprüchen der Wissenschaft genügen kann. Das Journal bietet erklärtermaßen Klimakritikern ein Forum, um ihre Thesen zu verbreiten. Auch und gerade solchen Arbeiten, die einem wissenschaftlichen Anspruch auf Überprüfbarkeit nicht genügen können oder wollen!

Wir können uns selbstverständlich in Zukunft vom Bäcker die Haare schneiden und vom Frisör die Brötchen backen lassen.

Sinnvoll oder klug wäre es allerdings nicht.

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29. Juli 2007 20:18

Überschrift und Artikel klaffen auseinander

Hans-Peter Steudel (HPSTEUDEL)


Verwirren, verharmlosen, verdrängen - das ist offensichtlich Ziel des Beitrags von Herrn Bartsch. Er stellt sich vor die Automobil-Industrie mit Argumenten, die häufig schlichtweg unrichtig sind.

Ein Beispiel: Natürlich gab es immer Klimaschwankungen in der Erdgeschichte, aber viele Jahre Forschung haben belegt, daß die jetzige Erwärmung anthropogen ist.

Und: wenn heute der Meeresspiegel nur um einen Meter steigt, versinkt das Siedlungsland von 200 Millionen Menschen im Wasser.

Egal, Hauptsache unser Weinklima verbessert sich, und wir können weiterhin mit unbegrenzter Geschwindigkeit auf den Autobahnen unterwegs sein!

Den Kommentar von Herrn Prof Grassl unterstreiche ich uneingeschränkt.

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27. Juli 2007 15:01

Heiligenrother Manifest gegen IPCC -Lobby

Craig Anderton (olson83)

Ich kann einige Leute, die hier schreiben nicht verstehen. Wenn keine sachlichen Argumente mehr da sind bringt man die Lobby-Vorwürfe. An welchem Tropf hängt denn die etablierte Klimawissenschft samt IPCC? Am ergiebigsten der Welt: unseren Steuergeldern. Da gefällt mir doch das folgende Manifest, das in Heiligenroth verfaßt wurde viel besser:

Das Klimamanifest von Heiligenroth

1. Wetter und Klima sind durch CO2 nicht beeinflussbar und deshalb durch Menschen nicht schützbar.

2. Die aus Klimamodellen abgeleiteten Prognosen der Zukunft des Weltklimas sind spekulativ und stehen im Widerspruch zur Klimageschichte.

3. In der Erdgeschichte gab es immer Klimawandel mit sich abwechselnden Warm- und Kaltzeiten.

4. CO2 verschmutzt nicht die Atmosphäre. Kohlenstoffdioxid ist der wichtigste Rohstoff für das Pflanzenwachstum und damit für die Ernährung der Menschheit.

5. Wir setzen uns für einen wirkungsvollen Schutz unserer Umwelt ein.

6. Wir warnen davor, unter dem Deckmantel einer „Klimakatastrophe“ unsere Umwelt in kontraproduktiver Weise zu schädigen und zweifelhafte Interessen zu bedienen.

Heiligenroth am 21.07.007

Gezeichnet: Teilnehmer der Konferenz.

mfg Craig Anderton

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27. Juli 2007 13:42

Hintergrund?

Frank Martin (FrankMartin)

Es ist nicht erforderlich, eigenwillige Schlüsse aus dem vermeintlichen Hintergrund eines Autors zu ziehen. Wie jeder, der einen Zeitungskommentar schreibt, so hat auch Herr Bartsch seine Erfahrungen, seine Interessen und seine Vorstellungen. Wir können also voraussetzen, dass er hier nicht versucht, eine objektive und unumstößlich absolute Wahrheit zu verkünden. Warum auch? Das Klima wandelt sich bereits aufgrund seiner Definition (langjähriger Durchschnitt). Wenn er diese oder jene Forschungen fordert, so mag man ihm dies als Interessenwahrnehmung auslegen, ein Problem ergibt sich daraus nicht.

Viel wichtiger ist jedoch, dass er einmal mehr öffentlich macht, von welch unheiliger Verquickung von politischer Macht und von Einkommens-Interessen wissenschaftlicher und unternehmerischer rent-seeker die heutige Klimadebatte geprägt ist: Nichts genaues weiß man nicht, aber die Bürger sollen zahlen.

Kein Automobilunternehmen hat je einen Menschen gezwungen, ein Auto zu kaufen. Es ist ihnen daher nicht vorzuwerfen, dass auch diese die Medien dafür nutzen, gegen die Gefährdung ihrer Geschäftsgrundlagen durch anmaßende Politik vorzugehen. Im Gegensatz zu dieser bemühen sie sich meist erfolgreich, zu liefern, was man bestellt hat.

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27. Juli 2007 08:52

Schweigen bis Grass(l) über die Sache wächst

D. Katterfeldt (Dossier)

Herr Prof. Hans Grassl hat sehr recht, auf die Färbung des Artikels und den Hintergrund seines Autors hinzuweisen; dass dies bei der offensichtlich schwarz-weiß sichtigen Klientel von "Technik&Motor" nicht gut ankommt, lässt vermuten, der CO2-Partialdruck über den Köpfen mancher reiche zur geistigen Paralysierung aus.
Auch Prof. Hartmut Grassl hat wohl recht, und wird ja freundlicherweise unterstützt von einigen Kommentaren+Herrn Bartsch mit Andeutungen, dass noch nicht genug bekannt sei - daher muss weitergeforscht werden!
Auf mich wirkt der Artikel schlecht recherchiert, und der Autor vertut die Chance, dem interesanten Titel entsprechenden Inhalt folgen zu lassen. Auch dem Klimawandel-Kritiker (deren Notwendigkeit hiermit nicht in Frage gestellt sei) muss auffallen, dass der Autor des Artikels seinerseits einseitige sowie höchst fragwürdige Positionen zur Untermauerung seiner Thesen benutzt. Sollte an dieser oder anderer Stelle einmal sachlich über das Thema geredet werden, bin ich - zusammen mit anderen, wie ich annehme- bereit konkreter auf die fachlichen Inkorrektheiten der im Artikel vorgebrachten "Klima-Skepsis" einzugehen.

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26. Juli 2007 23:39

Technologie als Religionsersatz, von Politikern verkündet

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

Ein sehr guter Beitrag, Herr Professor G.,
so was interessiert einen ambitionierten Leser.

Die allgemeine Tendenz ist aber erschreckend, man wird auch hier im Forum persönlich angefeindet, nur auf Grund einer naturwissenschaftlichen Meinung,
ich glaube, das begann mit dem Einstieg der Grünen in die Politik.
Na klar und wie bei Religion, muß auch für reichlich Schuldgefühl (bei anderen) gesorgt werden.

Politiker predigen Technik-Ideologien,
wohin sind wir gekommen.
Der alte Aristoteles, der uns gelehrt hat widerspruchsfrei (logisch) zu denken, würde sich im Grab rumdrehen.
Das schlimme an der Sache ist leider, dass viele Wissenschaftler moralisch so verkommen sind, das Spiel mitzuspielen.
Danke für Ihren Beitrag!

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26. Juli 2007 22:00

2x Grassl

Craig Anderton (olson83)

Sie argumentieren aber ähnlich wie er. Bitte benennen Sie die fachlichen Fehler des Herr Bartsch in seinem Artikel.

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26. Juli 2007 16:44

si tacuisses! (es gibt mehrere Prof. Grassl)

Hans Grassl (hans_teig)

interessant was für blindwütige Reaktionen der Name Grassl hervorruft.
Ich bin mit Prof. Hartmut Grassl weder verwandt noch bekannt.

Prof. Hans Grassl

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26. Juli 2007 13:50

Grassl ruft nach Milliarden Forschungsgeldern

Detlef Symietz (Symietz)

Ich muss mich schon über den Kommentar von Prof. Grassl wundern. Ich hätte gern von ihm gehört wie CO2 der Schlüsseleinflussfaktor für die globale Temperatur sein könnne, wenn bei CO2-Werten in einem engen Bereich dramatisch unterschiedliche Temperaturen beobachtet wurden oder irgendwelche belastbare Gegenargumente zu der Faktenzusammenstellung durch Herrn Bartsch. Ein Klimawandel wird ja nicht bestritten. Von Rahmstorf u.a. kommt dann oft das Argument, das möge ja alles sein, aber noch nie habe es so schnelle T-Änderungen gegeben. Am Ende der letzten Eiszeit gab es Änderungen bis zu 10 K in weniger als einem Jahrzehnt. Man braucht also nicht einmal Mio. Jahre zurück zu gehen.
Herr Bartsch hat meines Wissens noch nie Mio.-o. gar Milliardengelder für journalistische Forschungs-u. Förderungsprogramme gefordert. Ein Prof. Grassl ruft in einem FAZ-Artikel (2.3.2007) hingegen nach global koordinierter Forschung mit Milliardeneinsatz". O si tacuisses philosophus mansisses.

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26. Juli 2007 11:43

Herrn Grassl

Frank Martin (FrankMartin)

Bitte Herr Grassl, zeigen Sie uns Ihre Veröffentlichungsliste, ihre Finanzierer und vor allem Ihre Argumente, bevor Sie versuchen, Herrn Bartsch auf der persönlichen Ebene anzugreifen. Diese uralte Taktik, mit persönlichen Anwürfen die sachliche Argumentation ersetzen zu wollen, verfängt nicht mehr so leicht.

Wer ohne persönliche berufliche Interessen ist, der werfe den ersten Stein!

Klimaveränderungen sind unausweichlich. Ein Klima mit politischer Gewalt auf Kosten anderer "in den Griff" bekommen zu wollen, könnte lächerlich wirken, wäre dies nicht reales Ziel mancher.

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26. Juli 2007 11:36

Kommentar A. Buckart

Craig Anderton (olson83)

Die Frage nach der Quelle kann leicht beantwortet werden:
180 Years of atmospheric CO2 Gas Analysis by Chemical Methods; ENERGY & ENVIRONMENT VOLUME 18 No. 2 2007.

Den Hinweis auf Wikipedia kann man wohl nicht erst nehmen. Bei solch brisanten Themen erhält man dort klar Meinung und keine lexikalische Neutralität. Bei der Brutpflege von Bienen wprde ich da eher nachschauen.

Die Vorwürfe an Keeling und Callendar sind übrigens berechtigt siehe:

http://www.biokurs.de/treibhaus/180CO2_supp.htm.

Hier sind alle historischen Quellen.

Craig Anderton

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26. Juli 2007 09:14

6,7 Milliarden

gisbert heimes (gisbert4)

auf einem so kleinen Planeten, den sie in weniger als zwei Stunden mit ihren 'Raumfähren', in weniger als zwei Tagen mit ihren Fliegern und in weniger als zwei Wochen mit ihren Autos umrunden können.

Es ist blauäugig zu glauben, daß diese sogenannte technische Zivilisation keinen Einfluß auf das Klima des Planeten nimmt.
Die CO-2-Frage ist vermutlich nur eine von vielen. Ob sie vernachlässigbar ist oder nicht, ist eine Intelligenz-Aufgabe für die Population ;-). In diesem Sinne ist der Artikel leider genauso wenig ideologiefrei wie manche Argumentation der 'Klimahysteriker' (z. B. an den Stellen, wo er auf das 'deutsche Auto' Bezug nimmt).

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