Klimawandel

Merkel ruft zum Spritsparen auf

Laut der Bundeskanzlerin sollen die Deutschen zurückhaltend und langsamer Auto fahren, um einen Beitrag gegen den Treibhauseffekt zu leisten. Schließlich sei es „fünf vor zwölf“. Ein Tempolimit oder schärfere Gesetze für die Autoindustrie lehnt Merkel aber ab.

Lesermeinungen zum Beitrag

05. Februar 2007 18:41

Frau Merkel läßt Sprit sparen

Walter Wasilewski (wwasilewski)


In meinem Leserkommentar hatte ich geraten Frau Dr.Merkel könnte sehr sparen wenn sie den Linienflug benutzt. Das ziehe ich zrück, nach reiflicher Überlegung befürchte ich, sie könnte dann im Extremfall in die Schußlinie von Herrn Schäuble geraten.
Walter Wasilewski

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05. Februar 2007 13:17

Subventionen für AKW...?

heike haubrichs (roselheike)

Rückstellungen für den Betrieb von AKW als Subventionen zu bezeichnen, ist abenteuerlich, weil schlicht falsch. Man setzt wohl darauf, daß es der Mehrheit der Leser nicht auffallen wird und damit der eigenen Propaganda nutzt.
Daher ist es unredlich so zu argumentieren, weil Wahrheit und Glaubwürdigkeit bei einer essentiellen Frage auf der Strecke bleiben.
Nik. Haubrichs

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05. Februar 2007 11:53

@ Herr Schulz - Subventionen für AKWs II

A. Malliki (a.malliki)


Wären die Kraftwerksbetreiber verpflichtet, eine ausreichende Betriebshaftpflichtversicherung zu unterhalten und hätten sie niemals staatliche Subventionen erhalten, so müsste die Kilowattstunde Atomstrom über 1,50 € kosten (Studie der Basler Prognos AG, aus Wirtschaftswoche vom 6.11.92). !!!!

So aber wurden und werden aus Steuermitteln Milliarden an die Monopolwirtschaft gezahlt und die Bevölkerung hat Risiken zu tragen, die noch unsere Kinder und Kindeskinder bedrohen werden. Das in Reaktoren anfallende Plutonium 239 hat beispielsweise eine Halbwertszeit von rund 25 000 Jahren, Plutonium 242 sogar 370 000 Jahre, d.h. erst nach dieser Zeit ist seine Radioaktivität auf die Hälfte abgeklungen.

Herr Schulz, es gibt andere Möglichkeiten, Sonne und Wind gibt es auch für die Armen kostenlos, das ist das wirtschaftliche "Problem" an unserer Energie.

Die Politik interessiert sich nicht wirklich am Co2-Ausstoß sondern sie versucht die Einnahmequellen der Energielobby zu sichern und das ist nur möglich, wenn nicht jeder mit kostenloser Energie aus Sonne und Wind seinen eigenen Strom produziert sondern es muß LUXUS bleiben. Gäbe es eine Möglichkeit - sie würden es verbieten.

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05. Februar 2007 11:31

@ Herr Schulz - Subventionen für AKWs I

A. Malliki (a.malliki)


Die bestehenden AKWs sind nun mal mit Steuergelder finanziert worden, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Betriebswirtschaftlich rechnen sich AKW nur, wenn sie subventioniert werden. Die Atomkraft in Deutschland wird auf vielfältige Weise subventioniert: durch eine Steuerbefreiung für die AKW-Brennstoffe Uran und Plutonium, durch eine weitgehende Befreiung von der Haftpflicht, durch steuerfreie Rückstellungen in Höhe von rund 35 Mrd. Euro, durch die staatliche Förderung der Kernkraft-Forschung... und zinslosen Krediten.

Etwa 35 Mrd. Euro an Rückstellungen hatten die Atomkraftwerksbetreiber bis 1999 angesammelt – steuerfrei. Die Zinsen durften sie ebenfalls jahrelang in die eigene Tasche stecken. Die Kraftwerksbetreiber können die Einnahmen aus den Rückstellungen auch dazu benutzen, ihren Atomstrom künstlich zu verbilligen. Eine Studie des Wuppertal- Instituts aus dem Jahr 2000 stellt fest, dass zehn der 19 deutschen Atomkraftwerke nur deswegen wirtschafltich arbeiten, weil sie das lukrative Nebengeschäft mit den Rückstellungen haben.

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05. Februar 2007 11:02

Kombinationslösung

Andreas Wohlfeld (agw)

„Beim Autokauf sollten der Verbrauch und der Schadstoffausstoß eine wichtige Rolle spielen.“
Sowas kann die Politik doch leicht fördern: Mineralölsteuer (leicht) erhöhen und die progressive CO2-Steuer für PKW einführen.
Die Modelle mit geringem CO2-Ausstoß gibt es ja schon bei deutschen Herstellern, die will nur keiner haben, warum auch: Weniger Auto für mehr Geld. Den Hybrid-Antrieb im Prius oder Lexus GS xxxh gibt es ja nicht geschenkt.
Auch Toyota wird von ihrer 177PS-CO2-Schleuder mehr Autos verkaufen als von den Hybriden.

Die summierte Restlaufzeit der Atomkraftwerke wird hoffentlich in den nächsten 2-3 Jahren noch einmal leicht nach oben korrigiert. Die Betreiber wollen das doch so gerne, dass man ihnen dafür das ein oder andere Versprechen in anderer Richtung abringen könnte.

Bei den Dienstwagen muss ich zustimmen, dass die öffentliche Flotte auch in der Oberklasse zumindest auf alternative Alibi-Antriebe umgestellt sein könnte (der Erdgas-Tankwagen kann ja hinterher fahren).

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05. Februar 2007 09:36

Mutlos !

Hugo Remer (aragornschlumpf)

Da unsere Kanzlerin Angela Merkel nicht den Mut hat die Autoindustrie in die Pflicht zu nehmen, und scharfe Vorgaben für den CO2 Ausstoß von Fahrzeugen zu erlassen, sollte sie die Bürger auch mit ihren schönen Sonntagsreden verschonen. Da die Damen und Herren Minister meist alleine oder mit ihrem fahrer unterwegs sind würde ein Smart oder ein VW Fox als Dienstwagen eigentlich ausreichen.Wer von den besagten Personen meint eine Nobelkarosse zu benötigen, soll diese gefälligst aus dem eigenen Geldbeutel bezahlen.

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05. Februar 2007 08:52

Steuersubventionen für Kernkraftwerke ?

thomas schulz (peanutbutter)

Selten so einen Unfug gelesen. Es sei denn, damit sind die Polizeieinsätze gemeint, die notwendig waren, um den Bau der genehmigten AKWs vor Protestanten, die Polizisten mit Steinen und Geschossen attackierten oder sonstigen illegalen Protestaktionen (passivem Ungehorsam) behinderten, zu sichern. Oder vielleicht die endlosen Gerichtsverfahren, die Gegner entfachten, um das Projekt zumindest zu verzögern. Weil die Politik den Rechtsbrüchen nicht entschieden entgegengetreten ist, haben die Betreiber keine weiteren mehr gebaut. Nicht ist profitabler als ein laufendes AKW.

"Angst essen Seele auf" mutiert/e in der Atomstromdebatte zu "Angst essen Verstand auf".

Eine billig zusammen geschusterte, dem Stadthaushalt entsprechende und von Spezies der lokalen Entscheidungsträgern gebaute Eissporthalle mit AKWs zu vergleichen ist ja wohl ein Witz.

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05. Februar 2007 02:27

Ideale Bemuehungen- Sind sie genug?

Georg Dargelies (ragnita)

In den siebzieger Jahren, in der Oelkriese hatte Presidet
J.Carter auch versucht ein Gesetz festzunageln
und hatte die Geschwindigkeit auf 90 Km. festgelegt.
Diesem "Versuchsballon" ist sehr bald die Luft ausgegangen.

Man hat jedoch in Kanada seit Jahren die 100 Km.
Grenze.Die jedoch im Schnitt auf 110-120 landet.
Und das bei viel groesseren Endfernungen!

Die Strassenverhaeltnisse (Qualitaet) in der U.S.A. sind
den deutschen Autobahnen ohne weiteres gleichzustellen.!
Oft sogar manchmal besser. Vor allen Dingen die Strecken
sind gerader und oft breiter.

Wer sich mit mutigen 130 Km ins Zeug legt koennte zur
Kasse gebeten werden! Plus ein Vermerk im Fuehrerschein.<In Kanada>

Und stellt Euch vor, keiner (Schreit) darueber!!!

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04. Februar 2007 22:49

Tempolimit gegen Waldsterben

Marvin Parsons (mapar)

Oh, da hab ich mich wohl um 25 Jahre vertan. Der Wald war ja angeblich auch ohne Tempolimit nicht zu retten, leider steht die damalige Öko-PR-Erfindung "Waldsterben" nicht mehr als Vehikel für den Haß und Neid auf die (anderen) Autofahrer zur Verfügung.

Aber jetzt, neue Hoffnung! Ohne Tempolimit wird es nie wieder Schnee geben, und in zehn Jahren wachsen in Hamburg Palmen, ganz gewiß!

Wie weit ist die allgemeine Verblödung eigentlich schon fortgeschritten? Oder ist es die typisch deutsche Sehnsucht nach Gängelung und Vorschriften?

Wer nur 120 fahren will, kann das tun (mache ich auch oft). Wer es nicht ertragen kann daß andere schneller fahren als er, kann den ICE nehmen.

Merkwürdigerweise ist das Risiko eines tödlichen Unfalls auf deutschen Autobahnen viel niedriger als beispielsweise in Österreich oder Frankreich, obwohl dort ein Tempolimit gilt. Und der neue Öko-PR-Popanz "Erderwärmung" wird durch solche symbolischen Akte nicht verhindert.

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04. Februar 2007 20:39

@ Herr Lothar Kempf

Gottfried Strobel, Ing.i.R. (icc)

Mit Ihrer Lesermeinung "Was tun Sie als Vorbild?"
haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen!

Mit freundlichen Grüßen
Ein Gleichgesinnter

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04. Februar 2007 19:14

Inkonsequent! Plädoyer für Tempolimits.

Steve Bell (SteveBell)

Wie momentan in allen Bereichen kommt es zu klugen Reden ohne Folgen.

Tempolimits reduzieren also die Umweltbelastung und sorgen für mehr Sicherheit auf Autobahnen, aber einführen werden wir sie nicht, weil... ähh ähhm ja weil, die Autolobby der Meinung ist, dass es mehr Spaß macht mit 180 zu fahren, als mit 130km/h.

Und da haben die Herren vielleicht sogar Recht, aber weitsichtig und verantwortungsbewußt ist das nicht!

ich kapiere einfach nicht, wie man Aussagen machen und dann alle Konsequenzen daraus schlichtweg ignorieren kann. Das ist absolut faszinierend. Kann mir das irgendwer erklären?

Und zu den Jobs: die werden so oder so gestrichen. Ob jetzt die Industrie die Vorlage aus der Politik benutzt, um die Streichung zu begründen, oder ob die sich eine Alternativgeschichte einfallen lassen spielt doch keine Rolle. Sollen sie halt erzählen, dass die Entwicklung energiesparender Autos zu kostspielig ist, aber das muss man erstmal glauben...

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04. Februar 2007 16:37

fünf vor zwölf

Jan von Berejow (janvonberejow)

für vor zwölf ist es nicht nur für die Bundesbürger, es ist ebenfalls für die Politik und auch für die Industrie! Das Problem darf nicht, wie immer, nur auf den Schultern von den Bundesbürger ausgetragen werden.
Jan von Berejow

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04. Februar 2007 16:18

Milchkontingent al á CO2-Ausstoß - von Einsparung keine Spur

A. Malliki (a.malliki)


"Sichere AKWs" - Schönreden konnte Merkel schon immer.

In Deutschland gab es Eishallen, die keine techn. Mängel aufwiesen und trotzdem einstürzten, weil zum Bauzeitpunkt diese Bauweise als sicher galt und die Betreiber kein Geld für Sanierungsarbeiten aufwenden wollten, weil sie lieber die Fußgängerzone verschönerten und damit die Umsätze des Einzelhandels antrieben.

Wären AKWs so kostengünstige und sichere Energielieferanten, hätten wir bestimmt mehr davon. Tatsache ist, dass diese Kraftwerke nur mit hohen Steuerzuschüssen finanzierbar sind und der Bürger somit mal wieder die Privatwirtschaft subventioniert, um hinterher extra teure Strompreise zu bezahlen.

Um die Stromversorgung über AKWs in Deutschland garantieren zu können, müssten mindestens 60 AKWs in Deutschland in Betrieb sein und diese Finanzierung schafft unser Staat (Steuerzahler) erst gar nicht, von der Privatwirtschaft will ich gar nicht sprechen.

Der Spritsparaufruf von Merkel hat nur den einen Grund:

Der Bürger soll CO2-Ausstoß einsparen, damit die Energielieferanten noch mehr davon in die Luft blasen dürfen.

Unsere Regierung handelt mit dem CO2-Ausstoß wie der Bauerverband mit dem Milchkontingent - es wird nichts eingespart, nur um verteilt.

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04. Februar 2007 16:13

Richtig, "5 vor 12"

Michael Baumann (baumannft)

Gibt es wirklich Gegner des Klimaschutzes? Eher nicht, oder?
Aber selbst aktiv werden? Wie wär´s denn mal mit den anderen?
Wenn mehr Leute mit Bus und Bahn fahren, nicht so feste aufs Pedal treten und auf unnötige Wege verzichten würden, dann käme es auf mein Zutun ja auch garnicht mehr an. Und wenn sich das eben nicht von selbst regelt, ist es eh Sache der Politik.
Aber auch Frau Merkel scheint hier ähnlich zu denken. Selbstverständlich sei man für Umweltschutz, sofern er das Budget nicht belastet, Lobbyisten und Steuerzahler nicht verstimmt, das Wirtschaftswachstum nicht bremst und unseren routinierten Tagesablauf nicht beeinträchtigt. Im übrigen gäbe es ja auch Länder, die hier weit hinter uns lägen, somit erst einmal aufholen sollten, bevor wir uns wieder bewegen.
Der Chinese denkt sich da wohl: Ja sollen denn nun die Wirtschaft oder lieber die Bäume wachsen!? Anstatt uns unseren Aufschwung madig zu machen, könnten doch etablierte Industrienationen viel einfacher was für die Umwelt tun...

Ob diese Story jemals enden wird?

Während wir unsere Köpfe rauchen lassen, uns Gedanken um unsere Kinder und deren (unsere) zukünftigen Lebensbedingungen machen, überlegt man in den USA noch, was denn überhaupt das Klima ist...

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04. Februar 2007 14:38

fünf vor zwölf

Jan von Berejow (janvonberejow)

für vor zwölf ist es nicht nur für die Bundesbürger, es ist ebenfalls für die Politik und auch für die Industrie! Das Problem darf nicht, wie immer, nur auf den Schultern von den Bundesbürger ausgetragen werden.
Jan von Berejow

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