Deutsche Gesellschaft für Sprache

„Klimakatastrophe“ ist Wort des Jahres

Von der „Klimakatastrophe” nicht verschont: Gletscher in Grönland

Von der „Klimakatastrophe” nicht verschont: Gletscher in Grönland

07. Dezember 2007 Das Wort des Jahres ist „Klimakatastrophe“. Diese Wahl gab die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag in Wiesbaden bekannt. „Klimakatastrophe“ charakterisiere die zunehmende Diskussion um die Veränderungen des Weltklimas. Eine Expertenjury wählt den Ausdruck, der im ablaufenden Jahr die öffentliche Diskussion beherrscht hat. „Klimakatastrophe zeigt die Richtung, die der Klimawandel annimmt“, sagte der GfdS-Experte Gerhard Müller.

Auf Platz zwei setzte die Jury „Herdprämie“, einen Schlüsselbegriff der Diskussion um die Kinderbetreuung. Die Debatte um den Nichtraucherschutz brachte „Raucherkneipe“ auf Platz drei. Der Rummel um den Berliner Eisbären Knut fand seinen Ausdruck zum Abschluss der Zehnerliste: „Alles wird Knut“.

Im vergangenen Jahr hatten die Sprachwissenschaftler „Fanmeile“ zum Wort des Jahres gekürt, weil es am besten die Begeisterung bei der Fußball-Weltmeisterschaft ausdrückte. Auf den Plätzen zwei und drei landeten damals „Generation Praktikum“ und „Karikaturenstreit“.

Insgesamt nennen die Sprachwissenschaftler der GfdS jedes Jahr zehn prägende Wörtern. 2005, als Angela Merkel (CDU) an die Regierung kam, war „Bundeskanzlerin“ Wort des Jahres. Das Gegenstück, das Unwort des Jahres, wird erst im Frühjahr bekanntgegeben.

Text: FAZ.NET

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