Caracas

Erdrutsche

13. Februar 2006 Nach wochenlangen Regenfällen lösten sich im Dezember 1999 nördlich der venezolanischen Hauptstadt Caracas die Hänge des Küstengebirges El Avila und wälzten sich Richtung Karibik. Schlamm- und Geröllawinen begruben ganze Ortschaften unter sich. Die Zahl der Toten konnte nie eindeutig beziffert werden, Schätzungen schwanken zwischen 20.000 und 50.000.

Hätten sich nicht nur nördliche, sondern auch südliche Hänge des Gebirges gelöst, wäre Caracas selbst getroffen worden.

Erdrutsche entstehen, wenn der Boden so naß ist, daß er kein Wasser mehr aufnehmen kann und sich zwischen der Verwitterungsdecke und dem Ausgangsgestein ein Wasserfilm bildet. Ist außerdem das Gefälle stark genug, rutscht die Verwitterungsdecke ab. Ermöglicht werden Rutschungen oft erst durch Rodungen, da Pflanzen einerseits Wasser speichern und andererseits den Boden zusammenhalten.



Text: F.A.S. vom 12.2.2006
Bildmaterial: Satellitenfoto: University of Maryland, Global Landcover Facility (GLCF) / Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

 
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