Der Öldurst der Menschheit ist so groß, daß Biosprit nur einen kleinen Teil zur Kraftstoffversorgung beitragen kann. Die gegenwärtig zur Verfügung stehenden Biokraftstoffe (Ethanol aus Getreide oder Biodiesel aus Raps) können aufgrund der begrenzten Anbaufläche nur in geringem Umfang zur Kraftstoffversorgung beitragen. Selbst der bisherige geringe Einsatz von Bioethanol führte schon zu einem starken Anstieg des Maispreises, wodurch in Mexiko die „Tortilla-Krise“ ausgelöst wurde: die Preise für die Grundnahrungsmittel der armen Bevölkerung steigen, damit US-Amerikaner weiterhin mit überdimensionierten spritsschluckenden Geländewagen fahren können. Die Weltgetreideernte stagniert seit Jahren bei ca. 2 Milliarden t/Jahr. Würde diese Menge komplett zu Bioethanol vergoren, erhielte man 700 Millionen t als Bruttoertrag. Demgegenüber steht ein Rohölverbrauch von 3,5 Milliarden t und ca. 10 Milliarden t Steinkohleeinheiten an anderen Energien. Die Weltbevölkerung wächst immer noch um 80 Millionen Menschen pro Jahr und schon jetzt reicht die Nahrungsmittelerzeugung kaum aus. In dieser Situation kostbares Ackerland für Energiepflanzen zu verschwenden, ist weder moralisch noch wirtschaftlich zu rechtfertigen.
Es fehlt der Hinweis, wer diese "Expertise"
bezahlt bzw. in Auftrag gegeben hat.
Wann lerne wir und vor allem unsere amerikanischen freunde das nicht großtechnische Lösungen an denen sich großartig verdienen lässt die Lösung sind sondern Minderverbrauch durch ja auch durch verzicht.
Es gibt kein Grundrecht auf Konsum !