Frage 5

Warum müssen wir die Emissionen halbieren?

Die EU-Klimaschutzpolitik verfolgt das Ziel, die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius zu begrenzen. Das hört sich nicht besonders schwierig an. Doch schon Schwankungen von nur wenigen Grad haben gravierende Auswirkungen auf das Weltklima.

Lesermeinungen zum Beitrag

07. März 2007 08:58

Anpassung hätte geholfen, nicht CO2 Verminderung

Bernd Stroeher (Faustus34)


Die große Anzahl der Hitzetoten im Jahre 2003 gab es vor allem in Frankreich, ca. 13000, vornehmlich verursacht durch das völlige Versagen des französischen Gesundheitssystem. Ein Grossteil der Ärzte und des Klinikpersonals war im Jahresurlaub und die Klinikleitungen waren nicht in der Lage für ausreichende Betreuung zu sorgen.

Davis und Novicoff haben in den USA am Beispiel von 28 Städten die Todesfälle bei großer Hitze untersucht und dabei festgestellt, dass sich die Todesfälle dort um 80 % zwischen 1960 und 1990 verringert haben, dies vor aufgrund von Anpassungsmaßnahmen.

Die Auswirkungen von Katrina sind ebenfalls kein passendes Beispiel. So hat im Dezember 2006 die WMO eine Presseerklärung herausgegeben, dass die führenden Spezialisten (ca. 120) für die Erforschung von tropischen Wirbelstürmen keinen Zusammenhang zwischen Globaler Erwärmung und Auftreten feststellen können.

Katrina hatte sich bei Landfall bereits auf Stärke Stufe 3 vermindert. Die Schäden kamen vor allem aufgrund der großen Regenfälle. Die dafür vorgesehenen Schutzmassnahmen waren teilweise von den Behörden verschlampt, durch den Sierre Club und eine weitere NGO durch Einsprüche verhindert worden.

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06. März 2007 16:58

Es ist möglich

Thomas Mecha (Alimekka)

Klimawandel is' möglich.
Meinshausens Text kann als erfrischendes Element der seit kurzem heiß diskutierten Klima-Frage gewertet werden. Nur allzuoft entgegnet einem das Monster Erderwärmung als Ungeheuer von dem ein Risiko ausgeht, welches viele (Politiker) nicht richtig einzuschätzen wissen.
Meinshausen sagt klar, dass wir realistisch bleiben sollten (50%-Chance) aber es versuchen müssen.
Die Erderwärmung wartet nicht nicht auf die verantwortliche Menschheit, genauso wie ein Grundschulbus nicht auf seine Schüler wartet.
Das Schwerwiegende an den Klimafolgen wird in diesem Vergleich natürlich verharmlost aber die Lektion stets pünktlich zu erscheinen/ handeln sollten wir schon früh gelernt haben.

Unsere Politiker scheinen nicht zu verstehen, dass wir alle ein paar Gänge zurückschalten müssen. NATÜRLICH ist das unangenehm, neu, fremd, anders und gewöhnungsbedürftig. Dies können jedoch keine Argument gegen eine Verbesserung der Erdzukunft sein

Punkt.

Thomas Mecha

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06. März 2007 15:27

Klimawandel

Rüdiger Kimpel (rkimpel)

Ich finde gut, dass das Thema jetzt überall so deutlich verstanden wird und wie jetzt und die Politik ordnungspolisch tätig wird.

Bei aller Dramatik dürfen wir mE jedoch zwei Aspekte nicht ausser acht lassen: Die Klimaschutz darf nicht zum globalen Zusammenbruch unserer Volkswirtschaften führen - weil dann können wir uns den Klimaschutz nicht mehr leisten und zum zweiten muss man sich Gedanken machen, wie die sogenannten Schwellen- und Entwicklungsländer mit dem Thema umgehen.

Porschefahrer zu verteufen reicht nicht aus und geht am Thema vorbei. Es sind nämlich die Steuern der Porschefahrer, die die gewaltigen Mehrkosten voraussichtlich zum grossen Teil finanzieren müssen und wenn Länder, wie beispielsweise China und Indien und Brasilien nicht dazu gebracht werden, ihre unermesslichen Ernergiebedarf zu zügeln und die Erzeugung auf umweltfreundlichere Technologien umzustellen, ist unser lobenswerter Einsatz umsonst.

Darüberhinaus muss neben der Emissionsdiskussion jetzt auch endlich einmal über ein Finanzierungskonzept gesprochen werden und - ganz nebenbei - baut endlich neue Kernkraftwerke und stellt die Kohlewerke ab.

Rüdiger Kimpel

Rüdiger Kimpel

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