30. Januar 2008 Wenig winterlich hat das Jahr 2008 in Hessen begonnen. Im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt fällt der Januar nach einer vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) um 4,2 Grad zu warm aus. Bundesweit beträgt die Abweichung nach Mitteilung des DWD vom Mittwoch 4,1 Grad. Selbst auf den Mittelgebirgen war Schnee Mangelware, dafür blühen vielerorts bereits Hasel und Erle, nach Angaben von DWD-Sprecher Gerhard Lux rund vier Wochen früher als sonst.
Wintersportler hatten in Hessen wenig Freude. Nach der Monatsbilanz des Wetterdienstes Meteomedia meldete selbst der höchste Gipfel im Land, die 950 Meter hohe Wasserkuppe in der Rhön, seit dem 11. Januar nur noch Schneeflecken. Im ersten Monatsdrittel lagen dort noch zehn bis 15 Zentimeter Altschnee. Winterlich war es nur an den ersten vier Januar-Tagen. Am 3. wurde auf der Wasserkuppe mit minus acht Grad die tiefste Temperatur registriert, auf dem Feldberg im Taunus wurden am selben Tag minus 7,3 Grad gemessen.
Frühlingshaft mild war es am 11. Januar in Südhessen: Bensheim an der Bergstraße und Geisenheim im Rheingau meldeten jeweils 14,5 Grad und damit den Monatshöchstwert. Auch vom 19. bis 21. Januar stiegen die Temperaturen wieder verbreitet über die Zehn-Grad-Marke. Feucht war es laut Meteomedia vor allem im Bergland an den West- und Südwesthängen, im Windschatten der Berge dagegen eher trocken.
Der Übergang zum Februar soll aber winterlicher werden: Am Mittwoch wird der Hochnebel von dichten Wolken abgelöst, zum Abend hin fällt etwas Regen. Die Schneefallgrenze sinkt auf 500 Meter. Die Temperaturen steigen auf drei bis sieben Grad.
Text: FAZ.NET mit dpa
Bildmaterial: dpa
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