Meisner und die entartete Kunst.
Die Wortwahl paßt zu der Anmaßung : “Allein seligmachende Kirche“ zu sein.
Die Bundesrepublik Deutschland ist: demokratisch-sozial- föderal. Deutschland hat Katholiken, Protestanten, Juden, Mohammedaner ++++ Es ist für alle Platz, alle genießen Gleichberechtigung- entartet war einmal. Wir haben verschiedene Parteien und die Kultur hat viele Spielarten. Auch ein Kardinal hat sich einzuordnen oder sollte sich einen anderen Platz besorgen.
Walter Wasilewski
Mal ehrlich: Wer in Köln interessiert sich für die Aussagen des Kardinals? Leider liegt er nicht in der Tradition der vorherigen
Erzbischöfe Frings und Höffner, wurde den Kölner von Papa Paul aufoktruiert und erfreut sich seitdem einer gleichbleibenden Unbeliebtheit. Das Beste wäre gewesen seine
Aussagen unkommentiert stehen zu lassen, denn damit hat er sich mal wieder selbstdisqualifiziert.
Das Fenster wurde aus Spendenmitteln finanziert, womit sich der Kardinal also auch gegen die Spender, ergo seine eigenen
Schäfchen gewandt hat. Und das ist symptomatisch für ihn.
Dieses Fenster könnte ebenso in einer Discothek wie in einer Moschee oder in einem Kaufhaus plaziert werden.
Ein Religionsbezug existiert nicht.
Die "künstlerische" Vermeidung jeder menschlichen Figürlichkeit erinnert fatal an das willkürliche Darstellungsverbot im Islam, welches durch aufwendige "Strickmuster" und phantasierreiche geometrischer Elemente, welche absolut nichts aussagen, erfüllt wird.
Eine Kirche ist nun einmal ein chtistliches Gotteshaus der Anbetung und Meditation und in der mehr als tausendjährigen Tradition des Christentums - egal ob orthodox oder römisch oder byzantinisch - waren bildhafte Darstellungen angefangen vom Kreuz bis zum Abendmahl essentieller Bestandteil des religiösen Kultus.
Es gibt keinen Grund, ohne Not, dieses Tradition aufzugeben, nur um sich gewollt oder ungewollt Moscheen anzugleichen. Religionen müssen einander respektieren aber eine "Integration" des einen Glaubens in den anderen kann es nicht geben. Das wäre der heutige Trend zur Beliebigkeit irgendwelchen "religiösen Gedöns" das den wahren Gottesbezug ohnehin schon lange verloren hat.
Der Hausherr im Dom zu Köln ist das Dom- oder Metropolitankapitel mit 16 Mitglidern, die sich in einer Abstimmung mit nur einer Gegenstimme für das Fenster von Richter ausgesprochen haben. Kardinal Meissner hat kein Hausrecht im Dom und hat daher in dieser Runde nichts zu kamellen.
Vielleicht habe ich ja was wichtiges nicht verstanden, aber:
* werden nicht seit 100 Jahren abstrakte Glasfenster und andere Kunstwerke in Kirchen installiert, ohne daß jemand in all den Jahren auf diesen iditiotischen Moscheevergleich kam?
* ist Herr Meisner als Erzbischof nicht "Hausherr" im Kölner Dom?
* ist er damit nicht für die Auftragsvergabe an Künstler in hohem Maße mitverantwortlich?
* hat Herr Meisner das Fenster wirklich zum ersten Mal gesehen, als es bereits fertig war?
* hat Herr Meisner also wirklich so wenig Ahnung von und so wenig Einfluß auf das, was in seinem Dom passiert?
oder ... will da jemand vielleicht einfach nur auf ganz billige Weise seine Mitmenschen provozieren?
möchte ich der Position von Kardinal Meisner signalisieren! Eine Kirche dient weder der Kunst noch dem Modernismus noch der weltanschaulichen Toleranz, sondern der Verkündigung des dreieinigen allmächtigen liebenden Gottes! Also sollte vielleicht ein anderes Fenster her; es müsste m. E. auch nicht von Richter sein.
Wenn Frau Roth das anders sieht, mag das sein, ohne dass es mich interessiert. Interessant wäre es übrigens, wie eine Reaktion ausfiele, wenn sich die kath. oder evangel. Kirche einmal in innere Angelegenheiten der Grünen einmischen würden ...
Frau Bischöfin Käßmann dagegen möchte ich als evangelischer Christ daraum bitten, nicht von der (vermeintlichen/erwarteten) Reaktion der säkularisierten Umwelt her, sondern von Jesus Christus und Seinem Evangelium her zu denken und mit Herrn Kardinal Meisner brüderlich (von mir aus auch gechwisterlich) umzugehen, zumal er Recht hat.
Wem der kath. Glauben etwas bedeutet, der wird dem Kardinal Meisner, wie auch die überwiegendende Mehrheit der Leserbriefschreiber, nur voll recht geben. Es ist ja leicht durchschaubar welche Antriebe die Kritiker des Kardinals haben. Es sind die gleichen Gründe wie einst beim verstorbenen Erzbischof Dyba von Fulda. Er stellt Positionen auf und unterläßt das " sowohl als auch " . Die Grünen gehen mit anders Denkenden viel brutaler um. Andere Meinungen werden doch von Frau Roth stets mit Attributen wie weltfremd, Neonazi, ausländerfeindlich etc belegt. Anstatt sich mit Hr. Kardinal Meisner zu befassen, sollte sich die evangelische Landesbischöfin mit sich und ihrer Relegion befassen. Damit täte Sie ihrer Kirche einen großen Dienst ( bevor eszu spät ist )
Natürlich ist Meisners Äußerung - besonders in Anbetracht der Diskussion um die Kölner Moschee - eher als Beleidigung (sprich das Fenster als etwas weitgehend Unerwünschtes) denn als (konstruktive) Kritik aufzufassen. Meisner ist intelligent und hat diese nur oberflächlich versteckte Spitze mit Sicherheit einkalkuliert. Er hätte ja auch sagen können, daß Fenster könne genausogut im Kölner Hauptbahnhof hängen.
Meisner ist bekanntermaßen gegen alles, was auch nur entfernt modern oder schlicht Realität ist: Ökumene, Homosexuelle, Selbstbestimmung usw. Ein ernstzunehmender Gesprächspartner ist er nicht, da ihm stets die Argumente fehlen.
Auf christliche Symbolik, die für eine so bornierte Geisteshaltung steht, kann ich gerne verzichten. Für mich ist der Dom nun ein angenehmerer Ort.
Des Kaisers neue Kleider live in Köln anno 2007
Wenn einer die Wahrheit ausspricht, wird er sogleich von den Meinungsmachern gesteinigt.
B. Weichert, Düsseldorf
Bei allem Respekt vor dem Werk des großen Künstlers Gerhard Richter darf man wohl dem Kölner Kardinal nicht das Recht bestreiten,seine Auffassung zum Ausdruck zu bringen.Unter Berücksichtigung der tradierten Ausdrucksformen von Kirchenfenstern während der vergangenen Jahrhundert,kann es nicht verwundern,wenn ein verdienter Kardinal mit vorgeprägter und nicht mehr änderbarer Geisteshaltung in grundsätzlichen Einschätzungen im nun fortgeschrittenen Lebensalter nicht gerade Begeisterung über diese radikale Veränderung der Fensterkunst zeigt.
Dies mindert den Wert des Kunstwerks nicht.Selbst dem lebenserfahrenen Künstler wird es nicht fremd sein,differenzierten Bewertungen seiner Werke zu erfahren.
Die darüber hinaus von Funktionären und Politikern gehörten Kommentare,darf man getrost dem eigenen Profilierungsbedürfnis zuschreiben.
Was bleibt,ist das wunderbare Kirchenfenster im Kölner Dom,das Gläubige und interessierte Besucher in der Zukunft beeindrucken und vielfach erfreuen wird.
Ich habe auch eine fundamentalistische Geisteshaltung! Und ich schaeme mich dessen nicht.
Die Gruenen im Allgemenen und die Frau Roth im Besonderen, reden gerne von Toleranz. Aber wenn einer mal eine andere Meinung hat als sie, der kann einpacken. Das ist Diktatur - Diktatur kennt keine Toleranz.
Aber das schlimme ist das, was die Niedersachsische Landesbischoefin sagt. Sie kann nach neuen Dimensionen suchen. Suche wer da will ein anderes Ziel, ich bleibe bei Jesus! Bauen Sie ruhig auf Sand.
Von Marokko bis Indonesien werden in allen islamischen Laendern verfolgt und ermordet und die deutsche Bischoefin versucht zu Verhandeln. Das ist VERRAT an gefolterten Christen! Schaemen Sie sich nicht, Frau Bischoefin?
Ich weiss nicht, welcher Logik die Gestaltung des Kirchenfensters folgt. Zumindest aber finde ich den typisch-katholischen Ruf nach Figürlichkeit weniger unterträglich als die Tendenz (übrigens von beiden Seiten), mit Hilfe von Moral ästhetische Debatten in politische umzuwandeln.
Wenn "Fatima" Roth sich zu allem und jedem äußern muß, wieso muß die FAZ das abdrucken ?
Auch ich kann aus den Worten Kardinal Meissners ebenfalls nur entnehmen, dass dieses Fenster keinen direkten optischen Bezug zum Christentum erkennen lässt.
Dass er es damit in den „Islam abschieben" will, wie Frau Roth es formuliert ist einfach eine dumme primitive Unterstellung. Es lässt sich nicht nur in Bauten jedweder Religion, sondern auch in profanen Bauten vorstellen. So könnte es auch den Festsaal eines historischen Rathauses schmücken.
Nach meiner Meinung muss man nicht unbedingt bildliche Motive auf die Fenster übertragen, auch dieses „Konfetti- Bild" kann sicherlich, je nach Lichteinfall, eine sehr andächtige Stimmung vermitteln, und der Auftraggeben muss doch schließlich wissen, was für ein Werk er bestellt hat.
Der Kölner Dom könnte genauso gut eine Moschee sein, wenn Sultan Suleiman I. 1529 Wien eingenommen hätte — und der Kardinal ein Muezzin.