Katholikentag

Merkel: Atomausstieg ist lächerlich

Bundeskanzlerin Merkel ist auf dem deutschen Katholikentag für den Neubau von Kohlekraftwerken eingetreten. Den Atomausstieg hält sie für „nicht sinnvoll“. Auch ein allgemeines Tempolimit lehnte die Kanzlerin ab. Von Daniel Deckers

Lesermeinungen zum Beitrag

30. Mai 2008 12:22

@ Emanuel Schwabe Preise-Oligopole-Subventionen...

Wolfgang Müller (RubikonNordufer)

Ihre Preisvergleiche ignorieren die Frage nach den (zukünftigen) Subventionen.Erstaunlich für einen überzeugten Marktwirtschaftler. Ich nehme mal an, die Kosten z. B. für die ungeklärte Endlagerfrage für die kommenden 100.000 Jahre gehen nicht in die Kalkulation ein (vgl. das Lager ASSE II, das möglicherweise einfach geflutet wird, obwohl es lange als sicher und unproblematisch bezeichnet wurde). - Die hohen Preise in Deutschland sind in erster Linie Folge des mangelnden Wettbewerbs zwischen den Oligopolen (in Frankreich war m. E. die Energiewirtschaft lange oder ist sogar noch staatlich gelenkt). In Dänemark sanken die Preise nach Trennung von Netz und Erzeugung. Leider wird das hier nicht ernsthaft verfolgt. Die Aktivitäten der EU-Wettbewerbskommissarin sind absolut notwendig, und die Drohung einer Milliardenstrafe an Eon hat ja Wirkung gezeigt - weil sie ernst zu nehmen war. Mich als Sonnenanbeter zu bezeichnen, ist zuviel der Ehre, ich bin religiös leider komplett unmusikalisch. Ich halte im Übrigen eine bessere Energieausnutzung für noch wichtiger als Erneuerbare Energien, weil diese zuwenig im Blickfeld ist - obwohl es die billigste Energiegewinnung ist. - Das Problem der Proliferation zu ignorieren löst es leider nicht.

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29. Mai 2008 16:07

Marktpreise in Europa für alle Sonnenanbeter aufbereitet

Emanuel Schwabe (fray048x)

Deutschland mit 18,86 Cent pro Kilowattstunde. Die Finnen zahlen nur 10,32 Cent. Auch in Großbritannien, Frankreich und der Schweiz ist der Haushalts-Strompreis rund ein Drittel niedriger als in Deutschland. In der Bundesrepublik stieg der Strompreis seit Juli 2004 um 7,3 Prozent - mehr als 40 Prozent der Rechnung kassiert laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) der Staat. In Frankreich blieb der Preis seit 2004 dagegen stabil, in Belgien und Großbritannien ging er nach Angaben von Energy Advice sogar zurück. Das sind die Preise von heute und keine phantastischen Prognosen! Der finnische Steuerzahler subventioniert das finnische Kernkraftwerk nicht. Es rechnet sich für die Investoren vermutlich genauso wie seine Vorgänger. Ohne Heilsversprechen auf eine sonnige und kostenlose Zukunft oder die Drohung mit der modernen Hölle, sprich terroristische Angriffe kommen die Sonnenanbeter nicht aus. Gehen Sie doch bitte weiter in Ihre rotgrünen Kirche anstatt die Marktwirtschaft zu zerstören.

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29. Mai 2008 11:20

Rekord: AKW Technologie fordert seit 54 Jahren Markteinführungshilfen

Wolfgang Müller (RubikonNordufer)

"Weltweit sinken sowohl die Zahlen der in Betrieb befindlichen Atommeiler als auch die Zahl der Neubauprojekte. Dabei zeigt sich, dass die wenigen Neubauten vor allem politisch veranlasste Projekte sind, die ohne staatliche Subventionen nicht auskommen. Nach anfänglich geplanten knapp drei Milliarden Euro wird das finnische Neubauprojekt Olkiluoto nach nicht einmal zwei Jahren Bauzeit nun schon deutlich über vier Milliarden Euro kosten. [...] Wo immer Regierungen ihre Energieversorger zum Bau von Atomkraftwerken drängen, verlangen diese umgehend massive staatliche Subventionen. Nicht nur das Katastrophenrisiko macht Atomkraftwerke einzigartig: Sie sind auch die einzige Technologie, die 54 Jahre nach ihrem kommerziellen Start überall auf der Welt erneut ´Markteinführungshilfen´ erfordert. Nur stört das in diesem Fall viele eingefleischte Marktliberale nicht." Außerdem: "Das AKW Indian Point - 40 Meilen südlich von Manhattan - war in der Zielplanung der Attentäter des 11.9.2001. Die Ausweitung der Atomenergie in weitere Länder würde sie zum Ziel innerstaatlicher Konflikte und kriegerischer Auseinandersetzungen machen" so die Deutsche Umwelthilfe http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2008-05/artikel-10910683.asp

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28. Mai 2008 14:15

Nachtrag: Auch die Kernkraft hat sehr klein angefangen

Paul Rabe (heidelpaul)

Wer heutige Kernkraftwerke mit Sonnenkraftwerken vergleicht macht schon prinzipiell einen Fehler, denn die Kernkraft hatte 50 Jahre Zeit sich zu entwickeln während die Sonnenenergie noch im Stadium von Prototypen steht. Man erinnere sich, daß die ersten KKWs auch nur sehr geringe Leistungen hatten. z.B. hatte eines der ersten KKW in Deutschland, das Kernkraftwerk Grundremmingen nur eine Leistung von 237 MW (Block A - wurde nach einem Störfall iim Jahr 1977 abgeschaltet), also eine Leistung in der gleichen Größenordnung wie die derzeitigen Andasol Solarthermischen Kraftwerks-Prototypen die 2008-2010 in Spanien in Betrieb gehen. Genau wie die KKW werden auch diese Kraftwerkstypen ihre Leistung schnell steigern. Das Frauenhofer Institut, sicher kein Hort von Öko-Spinnern, hat einen Preis von ca. 6 Cent pro kwh prognostiziert sobald Sonnenkraftwerke industriellen Maßstab produziert werden. Und im Gegensatz zu Uran, Kohle, Öl etc. gibts bei der Sonne keine Preissteigerungen....:-)

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28. Mai 2008 09:49

@Herrn Schwabe: Die Sonne ist auf Dauer billiger

Paul Rabe (heidelpaul)

Die billigen 5 Cent pro kwh Kernkraft entstehen nur deshalb, weil 1.) Die Kraftwerke schon abgeschrieben sind 2.) Die Forschungsausgaben für die Kernkraft vom Steuerzahler bezahlt wurden 3.) Die Kosten für die Endlagerung in den nächsten 50.000 Jahren an unsere Kinder gehen 4.) Man heutige Uranpreise zur Kalkulation heran zieht und nicht berücksichtigt, daß diese stark steigen werden Die Sonneeneinstrahlung im Süden Europas beträgt 2000 W/m2 (in der Sahara noch deutlich mehr). Wenn man davon ausgeht, daß 50% (in Wahrheit sind es viel weniger) durch Transport und Wandlung verloren gehen, dann bräuchte man für ein großes KKW mit 3GW Leistung nur eine Fläche von 1,3 *1,3 km die mit thermischen Solaranlagen bestückt wird. Solche Flächen finden sich im Süden Europas massenhaft im Ödland (schauen sie mal bei Google Earth). Die Kosten dafür sind vor allem menschliche Arbeitskraft (keine High-Tech-Spezialisten sondern einfache Bauberufe), eine Ressource die man in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit in Europa finden sollte. Die Sonnenenergie ist also auf Dauer viel billiger und schafft dazu noch Arbeitsplätze !

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26. Mai 2008 15:23

Raben beten die Sonne an. Es geht aber um (Markt-)Preise!

Emanuel Schwabe (fray048x)

RWE betreibt das Kernkraftwerk Biblis und eine Kilowattstunde kostet 5 Cent. Das ist billig. Ein regeneratives Kilowatt kostet nicht nur ein paar Prozent mehr. Dann wäre die Abschaltung kein Problem. Es kostet je nach Berechnung das drei bis zehnfache. Das ist sehr sehr teuer. Ein einziges Kernkraftwerk erzeugt 2.500 MW; das sind zweitausendfünfhundert. Das ist soviel, wie halb Hessen verbraucht. Es gibt kein einziges regeneratives Kraftwerk, das soviel Energie liefert. Das sind die Fakten! Der Rest ist rotgrüne Religion! Schalten Sie weiter ab und Beten Sie weiter! Was bleibt den Rotgrünen auch anderes übrig?

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26. Mai 2008 09:31

@Herrn Schabe - der "Markt" ist doch auch nur eine Art von Religion

Paul Rabe (heidelpaul)

nur weil einige den Götzen getauscht haben ist der "Markt" als Religionsersatz von vielen 'Liberalen' nicht besser als sonstige 'höhere Wesen'. Es ist purer Glaube, daß 'Märkte' sich stets zum Wohle der Allgemheit entwickeln. Warum ? Nun, dann fragen sie sich mal welcher Anbieter von Atomstrom sich auf einem vollkommenen und völlig 'liberalen' Markt durchsetzen wird. Der Anbieter welcher mit viel Geld und Aufwand die Wahrscheinlichkeit für einen schweren KKW Unfall auf das technich maximal mögliche senkt oder der Anbieter welcher weniger Geld in die Sicherheit seiner KKW steckt und dafür vom Endkunden weniger Geld für den Strom verlangt ? Was würde wohl auf einem echten Markt passieren mit der Sicherheit der KKW ?? "Märkte" sind eine ganz besonders schlechte Religion, denn sie beeinträchtigen nicht nur das Leben der 'Gläubigen' sondern auch daß der (Markt-) Atheisten zu denen ich gehöre.

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25. Mai 2008 11:17

Atomausstieg + Atomstrom-Import lächerlich - Nein, das nennt man outsourcen

Max Bankowski (maxanna)

Das ist ein Widerspruch in sich - Eigener Atomstrom sei wirtschaftlich, und zukaufen sei zu teuer!!! Das passt nicht zusammen, denn so ein hoch spezialisierter Betrieb kann nicht im Hochlohnland wie Deutschland billiger sein - nicht ohne "Subvestitionen". Hier muss man knall hart wirtschaftlich rechnen und outsourcen. Oder hat Deutschland eigene Uran-Quellen ???. Bei der Frage der KKW-Sicherheit will doch keiner behaupten, dass die Anlagen in Frankreich unsicher sind und Europäischen Sicherheitsrichtlinien schwächer sind als die in Deutschland geltenden Normen. Das ist ein Märchen!!! Das Ziel sollte sein, die Atomkraft kontrolliert auslaufen zu lassen (keine neue Anlagen) und gleichzeitig die erneuerbare Energien ausbauen. Der Katholikentag ist dabei sicherlich eine ganz falsche Bühne für dieses Thema.

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24. Mai 2008 10:41

(@Hannes Ehrmann:) Strompreise, Netze, Energiemix ist ein Kampfbegriff

Wolfgang Müller (RubikonNordufer)

Es kommt darauf an, was in den Strompreis eingeht. Z. B. Die Haftung, die die Betreiber hier übernehmen müssen, ist begrenzt, und deckt die Folgen schwerer Unfälle nicht ab. In Dänemark, wo Kraftwerks- und Netzbetreiber bereits voneinander getrennt sind, sind die Stromtarife in den letzten Jahren gesunken (die Autobahnmaut wird ja auch nicht von der Autoindustrie erhoben). Ein "vernünftiger Energiemix" verhindert die Energiewende: (Kern)Großkraftwerke passen nicht zu meist dezentralen Erneuerbaren und KWK. Die können in gut 15 Jahren billiger als die Konkurrenz sein, zum Schrecken für die Quasimonopole, die daran kaum verdienen und schon mal Michel Glos und Angela in den Ring schicken. Da hier ja viele Kernkraftfreunde unterwegs sind: Eine epidemiologische Studie im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz im Jahr 2007 zeigte eine signifikant erhöhte Leukämie-Rate bei Kindern in der Nähe (5 km) von Kernkraftwerken.Danach erkrankten von 1980-2003 im 5km-Umkreis um die Kernkraftwerke in Deutschland 37 Kinder neu an Leukämie - im statistischen Mittel wären es 17 Kinder gewesen. Ich gehe mal davon aus, dass Atomkraftbefürworter ungern neben solch einem Versorgungspark leben wollen, so lange die Ursache ungeklärt ist?

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23. Mai 2008 19:53

Und der Katholikentag paßt doch!

Emanuel Schwabe (fray048x)

Was hat Frau Merkels bemerkenswertes und einflußreiches Playdoyer pro Kernkraftwerke auf einem religösem Kirchentag verloren? Gehört es nicht eher auf die Hannovermesse etc.? Mitnichten. Der rotgrüne Atomausstieg suhlt sich einer eingebildeten Weltuntergangsstimmung, Atomausstieg ist rotgrüner Religionsersatz: "Geißelt Euch mit der Abschaltung der AKW und Ihr kommt im rotgrünen Himmel direkt neben Joschka Fischer zu sitzen! Andernfalls seid Ihr fürcheterlich böse!" Frau Merkels Kritik halte ich auch für eine zeitgemäße Form, das pseudoreligiöse rotgrüne Gehabe "Wir sind die Guten!" zu kritisieren. Wer sachlich die Vorteile der preiswerten, sicheren und umweltfreundlichen Kernkraft bevorzugt, ist ein nüchtern abwägender Mensch, der das Energieproblem m a r k t wirtschaftlich und damit nichtreligiös lösen möchte. Und den Markt mögen die rotgrünen Propheten gar nicht gern. Vielen Dank Frau Merkel für Ihre moderne Religionskritik!

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23. Mai 2008 18:50

Natürlich wäre es lächerlich

Michael Arndt (Mikel1962)

aus der Atomkraft auszusteigen oder gar Atomstrom aus weniger sicheren Kernkraftwerken unserer Nachbarn zu beziehen und dafür noch viel Geld zu bezahlen. Abgesehen von moralischer Entrüstung hätten wir nichts davon, wenn uns bei Westwind das AKW Cattenom um die Ohren flöge. Nur leider ist aufgrund des politischen Mainstream (bei dem ich immer noch nicht glaube, dass er der allgemeinen Auffassung entspricht) eine Umkehr politischer Selbstmord und würde deshalb keinen Politiker, sondern einen Staatsmann (bzw. eine Staatsfrau) erfordern. Das ist Frau Merkel nun aber beileibe nicht.

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23. Mai 2008 15:04

Wie reagiert rotgrün auf diese zukunftsweisende Äußerung?

Emanuel Schwabe (fray048x)

"„nicht sinnvoll“, dass ausgerechnet das Land mit den sichersten Atomkraftwerken die friedliche Nutzung der Atomenergie einstelle", sagte Frau Bundeskanzlerin Merkel entgegen dem rot-grünen Mainstream. Das finde ich sehr mutig! Wie reagiert rotgrün auf diese zukunftsweisende Äußerung? Wir dürfen gespannt sein.

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23. Mai 2008 13:41

@Wolfgang Mueller

Hannes Ehrmann (hans1066)

Warum ist dann ihrer Meinung nach der Strom in Frankreich am billigsten? Frankreich bezieht 78% seiner elektrischen Energie aus Kernkraft. Kann man auf "IAEA" oder EU Seiten nachlesen... "...where uclear energy accounts for the 78.3% of electricity generation in France, far above the EU-27 average (31%)..." Grusss

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23. Mai 2008 12:26

Natuerlich...

Hannes Ehrmann (hans1066)

...ist der Austieg eine Farce!! Wir brauchen die Energie aus dieser Quelle! Andererseits tut sich in zehn Jahren eine riesige Versorgungsluecke auf. Aussderdem ganz schoen naiv zu glauben, dass er sich so einfach durchfuehren laesst, gerade im Zuge einer gemeinsamen europaeischen Energiepolitik wirkt er auch verfehlt. Die Netze sind europaweit verbunden und es gibt auch Planungen, dieses Netz bis nach Russland auszudehnen, um Verbrauch"peaks" ueber verschiedene Zeitzonen abzufangen. Insofern macht es auch keinen Sinn, sehr sichere deutsche Kernkraftwerke zu demontieren, dann wird "Atomstrom" einfach importiert! Man muss sich ja nur mal einige unserer Nachbarn anschauen. Tschechien, Frankreich, Belgien, Schweiz usw. alles ueberzeugte Nutzer der Kernenergie und geniesst nicht nur auf politischer Ebene Unterstuetzung sondern auch in der Bevoelkerung! Deutschland und selbst Europa ist halt nicht isoliert, deshalb koennen solche Entscheidungen auch nie isoliert betrachtet werden.

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23. Mai 2008 11:49

Kirchentag?

Alexander Berg (AlexanderBerg)

Was das Thema Atomausstieg betrifft, so ist die Idee eines Ausstiegs im Alleingang einfach nur lachhaft, wenn man das beste Know-How auf dem Sektor hat und bei den Nachbarländern sowieso die Kraftwerke stehenbleiben. Wo soll da der Nutzen sein?! Die Verknüpfung mit dem bösen Hauch des Militärischen ist naiv, die Nutzung oder Nichtnutzung von Atomtechnolgie in Deutschland in den nächsten Jahren ist diesbezüglich ziemlich irrelevant, es handelt sich hier wohl nur um Assoziationen, spielt aber weiterhin keine bedeutende Rolle. Aber wenn das alles ist, was Kirche und Politik sich zu sagen haben auf einem Katholikentag, dann tauchen doch einige Fragen auf. Die Thematik könnte genausogut auf einer Agrarmesse, der CEBIT oder einem Seniorenkongreß abgehandelt worden sein. Die Kirche wirkt hier wie ein Ort zum Wählerangeln, man läßt sich dort blicken als Politiker, aber ein Dialog mit Wertesystemen findet nicht statt. Man kommt halt und behält guten Gewissens sein "C" im Parteinamen, ohne inhaltlich damit verbunden zu sein. Die Kirche wiederum kann sich als Plattform für moderne Diskussionen ein bißchen entstauben, macht sich dadurch jedoch selbst überflüssig.

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