Kardinal Meisner zeigte sich empört über Schavans Parteitagsrede

Stammzellen

Bischöfe kritisieren Schavan

Was vor einer Woche anscheinend glatt über die Parteitagsbühne der CDU lief, führt nun doch zu einer heftigen Debatte: Die katholische Kirche kritisiert den Beschluss, die Grenzen für eine Forschung an embryonalen Stammzellen auszuweiten. Sie warnt vor der „Instrumentalisierung menschlichen Lebens“. Von Stephan Löwenstein und Rüdiger Soldt, Berlin/Stuttgart

Lesermeinungen zum Beitrag

14. Dezember 2007 13:30

Entdeckungen, Bedeckungen...Geheimisse...

Luiz Carlos Siqueira Campos (Letalon)

Seitdem eine amerikanische Forscherin hat es vor Jahren bewiesen, die Hautzellen haben die Fähigkeit, wie die Stammzellen, sich in andere Zellenarten zu verwandeln, könnte die heutige Debatte einen anderen Verlauf genommen haben.
Leider, jene bahnbrechende Entdeckung wurde von den Medien unterschätzt, fast völlig ignoriert, und zwar sogar von den Teilnehmern dieser Diskussion. Einen Beweis dafür:
Vor kurzem haben japanische Forscher diese sonderbar vergessene, wunderbare Entdeckung “wiederentdeckt “...Aber wie bei dem vorigen Fall, hat diese Möglichkeit, die Debatte durch das Umgehen der heikligen moralischen Fragen zu entscharfen, auf die Argumentation der Debattierenden, meines Wissens, keinen Einfluss gehabt.
Mir scheint es, wenn der Kampf um die Entwürdigung des von Gottes Gesestzen geschützten menschlichen Lebens geht, führen die Verfechter der Wahrheit ein Scheinkampf.

http://www.handelsblatt.com/news/_pv/_p/203116/_t/ft/_b/1354920/default.aspx/index.html

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10. Dezember 2007 13:25

Mitglied des ZdK und doch nicht katholisch sein

Detlef Symietz (Symietz)

Dass ein Mitglied des Zentralkomitees (für mich irgendwelcher) Katholiken in Sachen Forschung an embryonalen Stammzellen so wie Frau Schavan denkt und handelt, verwundert mich nicht, ganz im Gegenteil. Gewundert habe ich mich nur darüber, dass sie wohl annahm, "das Volk" sei so einfältig, nicht zu merken was es bedeutet, in dieser Sache einfach nur ein neues Stichtagsdatum zuzulassen, dass dies nämlich nicht nur einen wachsweichen Kompromiss wie den des bisherigen Stichtages bedeutet, sondern eine neue Qualität, nicht mehr und nicht weniger als den Dammbruch zur Freigabe. Dabei ist es gleichgültig, ob man es explizit so
beschliesst oder einfach nur an die nächste Stichtagsfestlegung denkt.

Für Völker und Kulturen am Beginn ihrer Verfallsphase war stets charakteristisch, dass sie jene Werte geringschätzten, die einmal zu Ihrem Aufstieg geführt hatten.

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