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Rede in New York

Papst rechtfertigt UN-Interventionen: „Keine Verletzung der Souveränität“

In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung hat Papst Benedikt XVI. die universale und absolute Geltung der Menschenrechte angemahnt. Daraus leitet er ein internationales Interventionsrecht ab, „wenn Staaten nicht imstande sind, diesen Schutz zu garantieren“. Von Heinz-Joachim Fischer, New York

Lesermeinungen zum Beitrag

21. April 2008 13:33

Ein altes Sprichwort besagt: "Schuster bleib bei deinen Leisten"

thomas schulz (peanutbutter)

In religiösen Angelegenheiten ist er sicher eine Authorität. Er sollte es aber tunlichst vermeiden, sich zu sehr in politischen Angelegenheiten aus dem Fenster zu lehnen. Das Verwenden des Adjektiv "absolut" hat aufgrund der Geschichte des Vatikan einen schalen Beigeschmack. Er hat sicher edle Motive, läuft aber Gefahr, im Minenfeld der internationalen Politik, in die er sich ohne Not einmischt, an Einfluß und/oder Ansehen zu verlieren. Die Krise der katholischen Kirche erfordert seine volle Energie und Aufmerksamkeit. Wenig erfolgsversprechende Ausflüge in die Wirren der Politik sollte er da lieber vermeiden.

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19. April 2008 18:27

Interventionsrecht - und danach?

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Der Papast hat sich auf voelkerrechtlich heikles Gelaende begeben und seinen Ansatz nicht zu Ende entwickelt - ob beabsichtigt oder nicht, mag dahingestellt bleiben.

Die USA sind in Irak und Afghanistan einmarschiert mit der Begruendung, die dort fehlende staatliche Ordnung wiederherstellen zu wollen. Das ist - hinlaenglich bekannt - misslungen wegen unbestrittener Konzeptionslosigkeit. Bedauerlicherweise hat der Papst diesen delikaten, aber wichtigen Gesichtspunkt nicht aufgegriffen. Warum hat er sich dann ueberhaupt geaeussert? Ein solch intellektueller Vorstoss sollte kraftvoller vorgetragen und zu Ende entwickelt werden. Sonst schafft er Missverstaendnisse und damit problematische Auslegungsspielraeume fuer diejenigen, die sich auf die katholische Kiche berufen wollen - aber nicht sollten.

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19. April 2008 17:50

Rede von Papst Benedikt XVI in New York

Brigitte von Eckartsberg (eckawol)

Der Papst fordert in seiner Rede, dass die Völker Afrikas in die allg. Entwicklung der Menschheit einbezogen werden. Diese Forderung ist berechtigt, aber was tut der Vatikan, um die Forderung zu erfüllen? Die Ablehnung von Geburtenkontrollen durch den Vatikan widerspricht der berechtigten Forderung des Papstes und setzt insbesondere Kindern dem Hunger aus; die aktuelle Diskussion über die starken Preissteigerungen im Lebensmittelsektor dokumentiert die Verschärfung des Problems.

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19. April 2008 13:24

Nein, Nein

Jörg Walter (harrismc)

@ Michael Albrecht (albrecmi)

Sie mögen es per definitionem sein. Aber da sie es de facto nicht sind, sind sie es auch per se nicht. Und der entscheidende Punkt in den Überlegungen des Papstes ist ja, dass der Staat *eigentlich* auch die Menschenrechte schützen bzw. herstellen muß. Tut er es nicht, habe die UN das Recht, gegen den Willen des Staates zu intervenieren. Analog: Tut der Staat es nicht und tut die UN es nicht, hat der einzelne andere Staat, also z.B. die USA, das Recht, gegen den Willen der UN zu intervenieren.

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18. April 2008 22:50

Vitoria trallala

joseffa esser (joseffae)

Dummerweise ist es in Wirklichkeit eine Nummer schwieriger.

"Alles soll schoener werden" reicht leider nicht.

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18. April 2008 18:03

Recht der UN?

Jörg Walter (harrismc)

"Papst Benedikt XVI. hat am Freitag in einer Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen die universale und absolute Geltung der Menschenrechte sowie, daraus abgeleitet, das Recht der Vereinten Nationen zu humanitären Interventionen verteidigt."

Korrekt gefolgert lässt sich hieraus das Recht ableiten, GEGEN den Willen der UN zu intervenieren. Die UN sind ja nicht per se Statthalter der Menschenrechte, wo sie doch zu einem nicht geringen Teil aus Despotien und theokratischen Regimen bestehen.

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