
Jeder Staat bekommt diejenige Armee, welche er verdient.
Damit logischerweise auch das zugehörige Offizierskorps.
Allerdings bleibt im Falle der BRD-Verwaltungsrepublik noch anzumerken, dass die Bundeswehr weitaus besser ist, als ihr Auftraggeber es verdient.
In den Streitkräften ist die Reform, der Politik sei Dank, regelrecht institutionalisiert.
Trotz völliger Unterfinanzierung wird der "Betrieb" notfalls durch das Ausschlachten von Material und - vor allem - hohen persönlichen Einsatz mühsam aufrechterhalten.
Über das mitleidige Lächeln der Alliierten angesichts jahrzehntealter Ausrüstung und Kommunikationstechnik wird ebenso hinweggesehen wie über die Stigmatisierung als "potentielle Mörder".
Und dies, obwohl der Dienstherr im Hinblick auf Auftrag, Ausstattung und Fürsorgepflicht permanent versagt.
Es bleibt die beruhigende Gewissheit, dass ausgeschiedene deutsche Politiker allenfalls wegen ihrer Kontakte am Arbeitsmarkt nachgefragt werden, niemals wegen irgendeiner Qualifikation.
Arndt Ludwig
L.d.R.

Mit anderen Worten sagt uns dieser Beitrag, daß ohne Lobby gar nichts geht und die Fähigkeiten eher uninteressant sind. Wahre Worte die die katastrophalen Zustände in unserem Lande erklären.

Der Artikel "Offiziere: Weggetreten!" verdeutlicht , daß der "Marktwert" des Offiziers von heute auf dem Arbeitsmarkt nur noch durchschnittlich ist. Damit folgt diese Bewertung einer gewollten Tendenz im Berufsbild Offizier, die "Elitenbildung" verteufelt und das Mittelmaß zur Norm macht: die Quittung erhalten wir in den "scharfen" Einsätzen wie Afghanisten, wo unser militärischer Wert von allierter Seite in Frage gestellt wird. Das Offizierskorps als Spiegelbild der "Fungesellschaft": "de officio" wurde entgültig abgeschafft. Wir sollten uns hüten, unsere Position mit der amerikanischen zu vergleichen: während der US Offizier dient im wahren preußischen Sinne, haben wir uns schon so weit von unserer militärischen Tradition bewegt, daß ein "si tacuisses" besser wäre.
Wo soll Grosses wachsen, wo nur Mittelmaß "gekleckert" wird.
Dr. Sascha Bachmann
Hptm. d. Res