
Ergänzend zum anderen Kommentar möchte ich anmerken, dass Dezibel keine geeigneten Messwerte liefert, die die Tonqualität (ob ein Ton als belastend empfungen wird oder nicht) liefert. Auch ist jedes Training zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern nachhaltig zu begrüßen. Da haperte es zumindest in meiner Zeit gewaltig. ;)

Man möge mir den Spott nachsehen, aber eine Lärmbelastung, die zwischen normaler Gesprächslautstärke und Verkehrslärm schwankt, trifft sicher noch mehr Arbeitnehmer. Auch ist es m.E. ein Lehrerprivileg Vor- und Nachbereitung, sowie eigenes Engagement (Arbeitsgemeinschaften z.B. Chor/Orchester durch Musiklehrer) VOLL auf die Arbeitszeit angerechnet zu bekommen. Das gibt es meines Wissens in keinem anderen Beruf. Auch ist es wenig glaubhaft, dass ein Lehrer zur Vor-/Nachbereitung einer Unterrichts-stunde die gleiche Zeit braucht. Das trifft sicher auf Berufseinsteiger zu, jedoch nicht auf die, die den Stoff zum x. mal vortragen.
Das der Beruf in einigen Schulen (z.B. Rütli) und sozialen Umgebungen kein Traumberuf ist bestreite ich nicht. Auch das viele Lehrer zunächst sehr engagiert (z.T. naiv) ins Berufsleben starten bestreite ich ebenfalls nicht, aber aus der unbestrittenen Tatsache von unter 3% Lehrern, die bis zum vollen Renteneintrittsalter arbeiten ihre besondere psychische Belastung abzuleiten bezweifele ich stark. Ich persönlich habe auch genügend Lehrkörper erlebt, die einen äusserst bequemen Beruf selten ausgeübt haben.