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Sicherheit

Zahl der Arbeitsunfälle geht weiter zurück



Unfallfrei: Nicht jeder kann so gefahrenlos seiner Arbeit nachgehen.
13. Dezember 2006 
Durch besseren Arbeitsschutz und umfangreiche betriebliche Gesundheitsförderung sind Verletzungen oder Erkrankungen von Beschäftigten am Arbeitsplatz seltener geworden. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle sank 2005 auf knapp 1,03 Millionen, wie aus dem aktuellen Arbeitsschutzbericht der Bundesregierung hervorgeht. Das waren 62.000 oder 4,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2002 beträgt der Rückgang sogar 21,2 Prozent.

Die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle sank demnach innerhalb der drei Jahre um 19,4 Prozent auf den bisher niedrigsten Stand von 863. Das Bundesarbeitsministerium lobte, daß sich „der positive Trend der vergangenen Jahre“ zu mehr Sicherheit am Arbeitsplatz und betrieblicher Gesundheitsförderung weiter verstärkt habe. Die meisten Unfallmeldungen kamen 2005 von den Wirtschaftszweigen Bau (140.000), Landwirtschaft/Jagd (95.000) und Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen (66.000).

Weniger Unfallrenten werden fällig


Die Zahl der meldepflichtigen Unfälle auf dem Weg von oder zur Arbeit gingen laut dem vom Arbeitsministerium erstellten Bericht ebenfalls zurück: Mit 187.830 Fällen wurde ein Rückgang um 15,9 Prozent verzeichnet. Die volkswirtschaftlichen Produktionsausfälle des Arbeitsausfalls von Beschäftigten lagen 2005 bei einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 12,2 Tagen je Arbeitnehmer insgesamt bei schätzungsweise 38 Milliarden Euro. 2004 hatten sie noch geschätzte 40 Milliarden Euro betragen. Folgerichtig sank 2005 die Zahl der neu abgeschlossenen Arbeits- und Wegeunfallrenten gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent auf 31.000.

Berufskrankheiten führen häufiger zum Tod

Insgesamt wurden 2005 etwas mehr als 62.000 Berufskrankheiten angezeigt, das waren 1,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Davon erkannten die Ärzte fast 17.000 Fälle an (-5,1 Prozent). Gestiegen ist die Zahl der neuen Renten in Folge von Berufskrankheiten um 8,3 Prozent auf 5700 Fälle. Drastisch in die Höhe ist die Zahl der Menschen gegangen, die an einer Berufskrankheit verstorben sind. Der Zuwachs betrug fast ein Viertel auf 2600.

Text: svs./AFP
Bildmaterial: © fotolia.com, F.A.Z.
 
 
   
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