Im letzten Absatz behauptet die Autorin: "Von einer realistischen Wahrnehmung der Welt sind manche dieser aktiven Realisten aber scheinbar noch weit entfernt." Im folgenden versucht sie diese Behauptung mit Hilfe eines Erfahrungsberichts eines Journalistikstudenten zu belegen, der in einem Waisenhaus in Burundi gearbeitet hat. Anscheinend glaubt die Autorin, dass die Aussage des Studenten, sein Engagement im Waisenhaus lasse sich gut mit Journalismus und Fotografie verbinden, für eine gestörte Realitätswahrnehmung spricht. Dies ist logisch nicht nachvollziehbar. Auch liest sich der Erfahrungsbericht über die Zeit des Studenten in Burundi nicht wie ein "Reisetagebuch aus einem Aktivurlaub". Dies wäre auch kaum möglich, denn der Erfahrungsbericht wurde nicht von dem Studenten selbst verfasst sondern von einem dritten Autor, der am Ende des Berichts im übrigen namentlich genannt wird. Daher ist der von der Autorin ohne nähere Erläuterung verwendete Begriff "Erfahrungsbericht" irreführend. Ein Erfahrungsbericht wird in der Regel von dem Erfahrenden selbst verfasst, nicht von einem Dritten.
Wer spendet muß immer einkalkulieren, daß ein Großteil des Spendenaufkommens als kostenlose Touristikleistung dient.