Motivation und Erfolg

Immer weniger Spaß bei der Arbeit

Eine neue Studie des Bundesarbeitsministeriums zeigt: In deutschen Unternehmen steigt der Stress und sinkt die Zufriedenheit. Mehr Orientierung an Bedürfnissen der Mitarbeiter würde den Unternehmenserfolg beflügeln. Von Thomas Reinhold

Lesermeinungen zum Beitrag

27. Dezember 2007 20:23

Leitbilder

harald schneider (asklepion)

sind mir bereits an einigen Arbeitsplatzen negativ aufgefallen. Insbesondere weil sie die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit deutlich machen fördern sie nach meinen eigenen Erfahrungen nur Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern. Auch die erste Frage eines Mitteilnehmers in einem Qualitätszirkel " werde ich abgemahnt, wenn ich hier nicht teilnehmen will?" zeigte deutlich welche Freiwilligkeit zur Nominierung geführt hatte. Ich persönlich empfand es eher als witzig vom Geschäftsführer (bisher 3x) ;) einen Brief zu bekommen in dem er sich freute, dass ich mich für diese oder jene Aufgabe freiwillig zur Verfügung stelle, ehe ich davon wußte. Aber das beweist mir nur wie schnell unsere Verwaltung arbeitet.

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27. Dezember 2007 18:45

KEINE ÜBERRASCHUNG

Jürgen Becker (juergen.becker)

Die Studie des Bundesarbeitsministeriums enthält keine wirklich überraschenden Ergebnisse - zumindest nicht für diejenigen, die auch nur ein paar deutsche Unternehmen von innen kennen:

Wer durch die Flure geht, der kann es spüren und fühlen und manchmal sogar sehen: Teams, die mit Freude bei der Arbeit sind, verhalten sich anders.

Woran liegt das?

Aus meiner Sicht an der Qualität der Führungskräfte und an der Umorganisiererei - neudeutsch: Change -, die die Mitarbeiter verzweifeln lässt. Fragen Sie mal...!

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27. Dezember 2007 18:45

KEINE ÜBERRASCHUNG

Jürgen Becker (juergen.becker)

Die Studie des Bundesarbeitsministeriums enthält keine wirklich überraschenden Ergebnisse - zumindest nicht für diejenigen, die auch nur ein paar deutsche Unternehmen von innen kennen:

Wer durch die Flure geht, der kann es spüren und fühlen und manchmal sogar sehen: Teams, die mit Freude bei der Arbeit sind, verhalten sich anders.

Woran liegt das?

Aus meiner Sicht an der Qualität der Führungskräfte und an der Umorganisiererei - neudeutsch: Change -, die die Mitarbeiter verzweifeln lässt. Fragen Sie mal...!

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27. Dezember 2007 18:20

Typisch

Lutz Jansen (LJA)

Dieses Thema ist typisch Deutsch. In asiatischen Ländern würde eine Fragestellung nach etwas wie 'Arbeitszufriedenheit' nur Unverständnis ernten. Dort gilt geregelte und bezahlte Arbeit für 99% aller Beschäftigten als Privileg, da man ohne diese, aufgrund fehlender Sozialsysteme, elendig zugrunde gehen würde. Das diese Arbeit dabei meistens monoton, abstumpfend und geistig wie körperlich auszehrend wirkt, wird als naturgegeben hingenommen, was ja auch tatsächlich der Fall ist. Wirklich befriedigend und erfüllend ist eine abhängig beschäftigte Tätigkeit nur für wenige Berufsgruppen. Künstler, Sportler, Politiker, Top-Manager können eventuell dazu gehören, müssen es aber nicht. Ach ja, auch Journalisten und Universitätsprofessoren die solche Umfragen starten.
In Deutschland werden wir uns an diese Sicht zu gewöhnen haben. Wir werden es sogar müssen, wenn wir in Zukunft noch unsere Öl- und Gasrechnungen bezahlen wollen.

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27. Dezember 2007 17:11

Interessant

Harry Hain (zx10)

Das BMfA hat Geld für diese Studie? Die Vorschläge sind ja ganz interessant. Die Absicht oder Frage die versteckt dahinter steckt, wird eher eigennützig, fiskalischer Art sein. Wie kann ich in den nächsten Jahren die Steuereinnahmen noch weiter nach oben schrauben?
Viele Mitarbeiter wären mir ihrer Situation schon zufriedener, wenn am Monatsende netto mehr auf dem Lohnstreifen stehen würde. Daß für die horrende Abgabenlast auch der Staat maßgeblich verantwortlich ist, wird geflissentlich verschwiegen. Stattdessen werden Arbeitgeber von Politikern aufgefordert "gefälligst" die Löhne zu erhöhen, damit der Arbeitnehmer auch davon leben kann. Das sind jedoch nur ein vorgeschobener Grund der Politik. In Wahrheit steckt die Notwendigkeit dahinter die Steuereinnahmen Jahr für Jahr erhöhen zu müssen. Dank der Steuerprogression genießt der Staat seit Einführung derselben jedes Jahr eine versteckte Steuererhöhung und kommt mit den Einnahmen doch nicht zurecht. Letzteres halte ich nicht nur für eine unverschämte Zumutung, sondern auch sehr demotivierend.
Gute Bezahlung soll ja einen Leistungsanreiz darstellen. Zwangsabgaben wohl eher nicht. Das gilt aber wohl nicht für eine "Solidargesellschaft".

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