
Zwar führen viele Wege nach Rom, aber die Verhaltensbiologie gewährt doch grundlegende Einsichten. Cube liefert diese auch in seinem Pädagogik-Buch "Fordern statt fördern".

Der Artikel ist sicherlich sehr interessant und grundsätzlich möchte ich die Argumention auch bejahen. Doch, wäre es nicht auch interessant den "gesunden Menschenverstand" als Führungskraft zu gebrauchen, und somit relativ schnell die Motive, Handlungen etc. seiner Mitarbeiter zu erkennen?
"Mobbing habe dagegen häufig mit fehlender Anerkennung zu tun."
Bedauerlicherweise geht das Mobbing nicht nur von den Mitkollegen aus, sondern wird auch ziemlich oft von den Vorgesetzten als Druckmittel für eine sog. "bessere Leistung" angewandt.
Auch möchte ich noch hinzufügen, dass es auf den Kulturkreis ebenfalls ankommt. Davon ist leider in ihrem Beitrag nichts erwähnt.
Ein guter Vorgesetzter nimmt sich die Zeit mit seinem Mitarbeiter zu sprechen, um somit Defizite schnellstens abzubauen.
Jedoch in unserer heutigen €/oder $, nur auf max. Gewinn orientierten Gesellschaften (Firmenstrukturen) werden die Menschen vergessen, wobei vergessen wird, dass zufriedene Mitarbeiter zur Gewinnmaximierung grundsätzlich beitragen können. Ein bisschen mehr "Empathie" würde allen sehr gut tun.

Die deutschen Unternehmen sind zu lasch. Gerade in der Informatik dackeln wir den USA seit Jahrzehnten um 3-5 Jahre hinterher (bin jetzt 45). In der deutschen Informatik gibt es SAP und dann kommt lange Zeit nichts. Viele aufstrebende Länder zeigen aber, dass man nicht nur den Abstand aufholen, sondern sogar überholen kann. Aber das deutsche Top-Management macht es sich bei der Budgetierung der Projekte gerne bequem. Viele Ideen der Mitarbeiter liegen brach. Die Gallup-Studien zeigen jedes Jahr den desolaten Mangel an Motivation in den Unternehmen. Nach einer Studie von Skillsoft hassen sogar 75% der IT-ler ihren Job, im IT-Management sind es sogar 80%. Gründe: hauptsächlich Langeweile aus Unterforderung und zu niedrige Bezahlung.
Wie wirkliche Bedeutung von Lean Management:
"To lean on somebody" heißt "sich auf jemanden verlassen, sich auf jemandem abstützen" und "to lean back" heißt "sich zurücklehnen, sich entspannen".
Ich kann mir gut vorstellen, wie einige britische oder angloamerikanische Spaßvögel sich in einem Pub diesen Begriff ausgedacht haben. Ich finde ihn sehr passend: Sich auf den Mitarbeitern abstützen und sich dabei entspannen.
Wie von Cube sagt: Das kann auf Dauer nicht funktionieren.