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Akademiker reihen sich ein

Deutsche häufiger krank

28. November 2007 Arbeitnehmer in Deutschland melden sich wieder öfter krank. Das geht aus Daten des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen (BKK) hervor, die die Entwicklung der ersten zehn Monate dieses Jahres widerspiegeln.

Demnach hat der seit Jahren anhaltende Trend sinkender Krankenstände im vergangenen Jahr seinen Tiefpunkt seit Beginn der Aufzeichnung 1976 erreicht. In diesem Jahr sei der Krankenstand, gemessen als prozentualer Anteil der Krankgeschriebenen je Kalendertag, auf 3,74 Prozent nach 3,49 Prozent im Vorjahr gestiegen. In der Reihenfolge der Krankheiten, die die meisten Fehlzeiten verursachen, stünden weiterhin Muskel- und Skeletterkrankungen vor solchen der Atemwege an der Spitze. Doch nähmen psychische Erkrankungen rasant zu: Seit dem Jahr 2000 hätten sich die damit begründeten Ausfallzeiten um 25 Prozent erhöht.

Längst nicht nur die üblichen Verdächtigen

Auffällig ist laut BKK auch, dass Berufsgruppen mit höherer Qualifikation und traditionell niedrigen Krankenständen einen deutlichen Zuwachs verzeichneten, während die Ausfälle bei Beschäftigten mit stark belastenden gewerblichen Tätigkeiten zurückgegangen seien. Dies sei ein Hinweis darauf, "dass die steigenden und grenzüberschreitenden Anforderungen an Mobilität und Flexibilität sowie häufige Restrukturierungen der Unternehmen ihre Spuren sogar bei den ,gesündesten' Gruppen hinterlassen", folgern die Betriebskrankenkassen.

Text: ami., F.A.Z., 28.11.2007, Nr. 277 / Seite 15
Bildmaterial: F.A.Z.

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