Frank Oeste

Der Lotse

Frank Oeste

Frank Oeste

Siebzig Meter hoch liegt der Arbeitsplatz von Frank Oeste. Er ist Fluglotse, sein Arbeitgeber die Deutsche Flugsicherung, sein Arbeitsplatz der Tower des Rhein-Main-Airports.

Drei Sicherheitskontrollen muss er jeden Morgen passieren, außerdem in einem Fahrstuhl bis in den 18. Stock fahren und dann noch mal eine Treppe emporsteigen. Durch die Verglasung vor den vielen Bildschirmen und Anzeigetafeln blickt er direkt auf die beiden parallel liegenden Start-und-Lande-Bahnen. Jede Minute starten und landen dort zwei Maschinen, in der Stunde sind es 80, am Tag 1400. Nicht nur um sie muss sich Oeste kümmern, sondern auch um die Flieger, die auf ihre Startpositionen oder Haltepunkte rollen. Und außerdem um den Luftraum 10 Kilometer um den Flughafen, was eine große gedankliche Herausforderung darstellt, denn die Flugzeuge dort sieht er nur auf dem Radar. Angezeigt werden sie als kleine Punkte inklusive der Flughöhe.

Jede Minute starten und landen in Frankfurt zwei Maschinen, in der Stunde sind es 80, am Tag 1400

Jede Minute starten und landen in Frankfurt zwei Maschinen, in der Stunde sind es 80, am Tag 1400

Der Transfer von der zweidimensionalen Mattscheibe in den dreidimensionalen Raum geschieht im Kopf. „Als Lotse muss man ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen haben.“ Außerdem sollten am Lotsenberuf Interessierte körperlich fit sein. Und verantwortungsbewusst. „Das hier ist nichts für Computerspielefreaks“, sagt Oeste.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Archiv, ddp

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