Studie

Hohe Fluktuation im deutschen Top-Management

Oberes Management nahe am Wechselkarussell

Oberes Management nahe am Wechselkarussell

02. Februar 2007 

In Deutschland mußten 2006 im internationalen Vergleich besonders viele Vorstandschefs großer Unternehmen ihren Sessel räumen. Während international 15 Prozent der 500 umsatzstärksten Unternehmen ihren Vorstandsvorsitzenden auswechselten, lag diese Quote hierzulande bei 20 Prozent, hat die PR-Agentur Weber Shandwick ermittelt.

Im vergangenen Jahr haben demnach sieben der 35 größten deutschen Firmen den Vorstandsposten neu besetzt, 2005 gab es bei 37 betrachteten Unternehmen lediglich drei Vorstandswechsel. International drehte sich das Wechselkarussell etwas langsamer, 2005 mußten noch 17 Prozent der CEO gehen. Die Fluktuation sei nicht nur negativ zu beurteilen, heisst es in der Studie, sie sei auch Ausdruck der wachsenden wirtschaftlichen Dynamik in Deutschland.

Die meisten der Wechsel in den Großunternehmen geschahen planmäßig. 57 Prozent der Vorstandschefs gaben ihre Position aus Altersgründen auf oder weil sie in den Aufsichtsrat, die Politik oder in ein anderes Unternehmen wechselten. Knapp ein Drittel (31 Prozent) schied unfreiwillig aus. Beim Rest waren Krankheit, eine Fusion des eigenen Unternehmens, Vertragsablauf oder der Umbau der Führungsetage Ursache für den Ausstieg. Die Nachfolger kommen in den meisten Fällen aus den eigenen Reihen: 65 Prozent der Unternehmen besetzten den Vorstandsvorsitz mit einem internen Kandidaten neu.

Text: nr., F.A.Z.
Bildmaterial: © fotolia.com

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