Im Namen des Volkes: Ingrid und Silke Schroff, Richterinnen am Landgericht Darmstadt

Frauen und Jura

Mit Recht erfolgreich

Vor Gericht und auf hoher See ist der Mann allein - Frauen ausgeliefert. Denn die machen immer zahlreicher in der Justiz Karriere. Der Vorteil im Staatsdienst: Als Richterin muss man auf Familie nicht verzichten. Von Anna v. Münchhausen

Lesermeinungen zum Beitrag

05. Mai 2008 17:51

@Herrmann Müller

Norbert Ost (grohfuda)

Guter Kommentar und vor allem gute Schlussfrage!

Nach meinen Erfahrungen tummeln sich ironischerweise vor allem im Familienrecht relativ viele unfähige, da zugunsten der Frau voreingenommende, Richter/innen, die mit den Anwält/inn/en der Frauen fragwürdige Deals schließen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
03. Mai 2008 18:04

Der Vorteil im Staatsdenst ... :-)

Herrmann Mueller (Herbie_2005)

Liebe Leserinnen und Leser,

vom Vorteil im Staatsdienst und von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist im Artikel die Rede. Gewiß, das sind wichtige Gedanken, die im übrigen künftig nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer einen bedeutenden Stellenwert haben sollten.

Mir kommt die Rede vom Vorteil im Staatsdienst aber bekannt vor, weil dieser Vorteil offenbar auch im Bildungsbereich eine entscheidende Rolle spielt. Unter den (beamteten) Lehrkräften sind Frauen immer stärker vertreten. Und auch hier ist, wie Studien herausgefunden haben, die (mutmaßliche) gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Hauptkriterium bei der Studien- und Berufswahl, und zwar (bisher) vor allem für Frauen.

Ich meine mich zu erinnern, daß dieses Kriterium -- "ich kann mir gut vorstellen, Lehrer(in) zu werden, weil ich dann gut seßhaft werden kann, angenehme Arbeitszeiten und ein hohes Maß an beruflicher Sicherheit habe" -- im Kreise der Bildungsexperten und der Medien nicht gerade mit großer Begeisterung aufgenommen wird. "So etwas zieht die falschen Leute an." rufen die Kritiker regelmäßig, wenn es um die Frage geht, wer Lehrer(in) wird und welches die Motive sind.

Wie ist die Sache dann im Bereich der Rechtsprechung zu sehen?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
03. Mai 2008 15:21

Auch Frau Zypries

Matthias S. (Schoemann)

Auch die im Betreff genannte sollte hier erwähnt werden, auch wenn sie als Ministerin eigentlich der Exekutive und nicht der Justiz zuzurechnen ist.
Es dürfte ein interessantes Forschungsprojekt darstellen, ob Richterinnen strenger oder ander urteilen als ihre männlichen Kollegen. Sicher ist es so, dass sich Frauen von weinenden Zeuginnen und Angeklagten weniger beeindrucken lassen, als ihre männliche Kollegen, bei denen regelmäßig der Beschützerinstikt geweckt wird, Frauen durschauen eben die Waffen der Frauen auch besser. Nicht bestätigt werden kann indessen die Behauptung, dass Juristinnen meist über bessere Noten verfügen, hier sprechen die Statistiken eine andere Sprache. Indessen dürften gerade die gut qulifizierten Männer eher die 60 Stunden Woche mit dem sechstelligen Jahresgehalt bevorzugen, Ellebogeneinsatz stört sie eben etwas weniger.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
03. Mai 2008 14:19

10 ist die Antwort

Torsten Klier (TorstenKlier)

Am 23. April (anlässlich eines Kindermordes) habe ich gefragt, wie lange es dauern wird, bis wir wieder von den hochqualifizierten Powerfrauen mit ihrer Frauenpower lesen.
10 Tage.
Danke.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
03. Mai 2008 02:12

'Urteilen Frauen "weiblicher"?'

Klaus P. Lücke (microplan2002)

Ja, aber anders, als 'man' sich das vorstellt. Weibliches Handeln oder Urteilen hat auch wenig mit dem Klischee zu tun, ob Frauen ' ... eher bereit (sind), Mitgefühl zu zeigen?'. Eher nicht. Im Gegenteil: Frauen halten sich (so nicht nur meine Erfahrung) viel mehr als Männer an Regeln und Vorschriften und stehen 'abweichendem Verhalten' viel kritischer gegenüber als Männer. Ich sage immer: Frauen sind - von Ausnahmen natürlich immer abgesehen - im Schnitt obrigkeits- und vorschriftengläubiger als ihre männlichen Kollegen. Dahinter steckt auch die Angst, etwas 'falsch' zu machen. Vor allem ist es aber das schon bei Müttern zu beobachtende Verhalten, ihre Kinder zu funktionierenden und angepassten Mitgliedern der Gesellschaft zu erziehen. Während Männer sich in ihrem Beruf oftmals eine 'eigene individuelle Handschrift' herausnehmen oder auch den Mut zeigen, normüberschreitend zu handeln, steht bei den Frauen typischerweise die Anpassung im Vordergrund. Genau dieser Aspekt zeigt sich auch in der Politik: gerade da sind es die Frauen, die 'staatstragend' wählen. Radikalere Positionen sind beim weiblichen Geschlecht eher verpönt. Insofern darf gerade auch im Strafrecht bei weiblichen Richtern kaum auf größere Milde gehofft werden !

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 5 von 5 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche