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Leo Fröhlich Der Geheimdienstler 
 | | Leo Fröhlich |
Leo Fröhlich sieht Dinge, die sonst keiner sieht. Seit 1976 arbeitet er in der Vorausentwicklung. Immer dann also, wenn das eigentliche Auto entsteht - was ungefähr zweieinhalb Jahre vor Markteinführung geschieht -, verabschiedet sich Fröhlich und wendet sich dem nächsten Projekt zu. So hat er dereinst den ersten Frontantrieb bei Opel mitentwickelt und damit den Wendepunkt in der Antriebstechnik begleitet. Viele seiner Konzepte, das bringt die Aufgabe mit sich, finden freilich nicht den Weg auf die Straße. "Es gibt Leute, die darunter leiden, dass Dinge in der Tonne landen. Ich habe mir immer gesagt, dann kommt eben etwas Neues, womöglich noch Spannenderes", sagt Fröhlich. Die Welt hat er in seinem Job auch gesehen, nach Amerika und Brasilien ("das war die interessanteste Auslandsentsendung und auch die exotischste") wurde er geschickt. Italienische Mentalität hat er in der kurzen Ehe von Opel und Fiat erlebt, aus der auch der Corsa entstanden ist. Heute arbeitet der 57 Jahre alte Fröhlich an neuen Kleinwagen - die der Kunde erst etwa 5 Jahre nach ihm sehen wird.
Text: F.A.Z., 15.09.2007, Nr. 215 / Seite C3 Bildmaterial: Opel
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