Schulleiter schlagen ihre besten Abiturienten vor, Professoren die Studenten, von denen sie sich am meisten versprechen - so war es bislang bei der Studienstiftung des deutschen Volkes. Jetzt kommt die Kehrtwende: Die Stiftung führt die Selbstbewerbung ein. Von Patrick Bahners
Von Kopf bis Fuß auf Zukunft eingestellt: Die neu gegründete Singularity University bereitet Spitzendenker mit Googles Hilfe auf den Moment vor, an dem Maschinen die intellektuelle Vorherrschaft übernehmen. Von Thomas Thiel
In den deutschen Hörsälen und Seminaren rumort es zu Recht. Denn die Bachelorisierung erweist sich, kaum ist sie nach britischen Bologna-Maßgaben zwischen Rhein und Oder eingeführt, als verfehlt. Eine Verkürzung der Studiendauer war sinnvoll, aber nicht um den Preis einer geistigen Selbstamputation. Von Rüdiger Görner
Die protestierenden Studenten sprechen von der Bologna-Reform als einer neoliberalen Ökonomisierung der Universität. Tatsächlich aber ist es der Geist der sozialistischen Fünfjahresplanung, der das Studium gängelt. Von Armin Nassehi
Die Studenten streiken weiter, ihre Forderungen sind präzise, die Politiker lassen sich nicht blicken. Wie lange reicht die Kraft? Ob der jetzige Bildungsstreik so folgenlos verpufft wie derjenige im Sommer, hängt auch davon ab, wie schlagkräftig die Studenten ihre Ziele verfolgen. Szenen des Protests. Von Tobias Haberkorn
Ist es eine gute Nachricht oder ein Skandal, dass man in Hessen neuerdings eine Schwarze Liste mit Lehrern führt, die wegen schlechter Leistungen aufgefallen sind? Der Fall ist zumindest Ausdruck einer Verunsicherung, wie der Zugang zum Lehramt aussehen sollte. Von Hannes Hintermeier
Spezial Alle hatten sie Reformgesänge angestimmt. Doch langsam dämmert den deutschen Bildungspolitikern, dass es mit der Umsetzung der Bologna-Reform nicht zum Besten steht. Bildungsministerin Schavan ist unterdessen ins Bologna-Korrektorat gewechselt. Dass aber die gesamte Marschroute falsch sein könnte, wagt noch keiner einzugestehen. Von Jürgen Kaube
Sie sind, heißt es, unsichtbar. Sie verdienen auch danach. Aber es kommt niemand an ihnen vorbei. Die Rede ist von Hochschulsekretärinnen. In Frankfurt wird ihnen derzeit eine Ausstellung gewidmet.
Das eine sind die politischen Ziele, das andere sind die gesellschaftlichen und universitären Folgen: Amerika rechnet und redet über die Frage, wie viele Akademiker das Land braucht. Schadet der College-Besuch dem Staat und der Wirtschaft? Von Thorsten Gräbe
Endlich räumen die Bildungsreformer Fehler ein, doch diese sollen nur das Detail betreffen. Noch immer will man sich nicht eingestehen, dass das Problem im großen Ganzen der Reform liegt. Von Jürgen Kaube
Nicht jeder findet einen Studienplatz im erwünschten Fach und schon gar nicht an der bevorzugten Universität. Zugleich bleiben, Schätzungen zufolge zwischen zehn und fünfzehn Prozent der Plätze unbesetzt. Wie kann beides sein? Von Jürgen Kaube
Neue Bühnen für die Lehre: Im Internet werden wissenschaftliche Vorträge und das archiviert, was man inzwischen Präsentationen nennt. Ist das die Zukunft der Universität? Oder jedenfalls die der Vorlesung? Von Jürgen Kaube
Wenn in Wien Barrikaden - und seien es rhetorische - gebaut werden, muss es wirklich schlimm stehen. Es geht gegen Bologna, Gebühren und gegen zu viele Kommilitonen aus Deutschland: Eine volkskundliche Analyse. Von Hannes Hintermeier
Hochschulen prostituierten sich, wenn sie um Preise und Kunden konkurrieren, meint der Hochschullehrer Wolfgang Fach. Bei näherem Hinsehen handelt es sich da aber wohl, um im Bild zu bleiben, um einvernehmlichen Sex. Eine Entgegnung. Von Frank Stäudner
Fitness für den Kopf beginnt hier: Wir stellen fünf Übungen vor, mit denen Sie Ihr Gedächtnis spielerisch auf Trab bringen. Sie sollen helfen, im Alltag notwendige Fähigkeiten zu erhalten, zu trainieren und sogar auszubauen. Probieren Sie es aus!