Ist das Forschungsrating Soziologie nur eine weitere Episode in dem grassierenden Evaluationsfieber innerhalb der Wissenschaft? Der Germanist Peter Strohschneider antwortet auf den in der F.A.Z. erhobenen Vorwurf mit dem Argument, dass gefühlte Exzellenz als Bewertungskriterium nicht ausreiche. Von Peter Strohschneider
Undifferenziert exzellent: Ein Rating ist kein Ranking, aber ist es darum schon informativer? Der Wissenschaftsrat hat die Qualität der deutschen Soziologen geprüft. Viel herausgekommen ist dabei nicht. Von Jürgen Kaube
Wieso nimmt ein Rebell, in die Chefposition aufgerückt, plötzlich dieselben Verhaltensweisen an, die er früher bekämpfte? Wieso wird eine Ehefrau genau so, wie ihre Mutter einst war? Es liegt an den Spiegelneuronen, die beim Zuschauen aktiv werden. Aus unserer Serie über Gehirntraining. Von Vera F. Birkenbihl
Politiker wünschen sich mehr Beratung durch Wissenschaftler. Die Berliner Wissenschaftsakademie hat diesen Wunsch ernst genommen und ihre Leitlinien Politikberatung veröffentlicht. Wie der beratende Wissenschaftler seine Unabhängigkeit wahren soll, bleibt darin weitgehend ungeklärt. Von Jürgen Kaube
Im Nationalen Ethikrat sollten unabhängige Experten Moral und Forschungsinteressen gegeneinander abwägen. Der Soziologe Wolfgang van den Daele weist jedoch nach, dass nicht die Kraft des Arguments, sondern die Gruppenzugehörigkeit den moralischen Kurs bestimmte. Von Jürgen Kaube
Die Hochschulrektorenkonferenz hat Zahlen zum Bologna-Prozess vorgelegt. Sie enttäuschen die Hoffnungen auf kürzere Studiendauer und jüngere Absolventen. Deutsche Absolventen sind immer noch älter als ihre europäischen Kommilitonen. Von Jürgen Kaube
Ein Hindernislauf ersten Ranges: Eine Studie über Berufungsverfahren illustriert die Schwierigkeit, mehr Frauen auf Lehrstühle an deutschen Hochschulen zu bringen. Allein die Quote scheint hier helfen zu können. Von Jürgen Kaube
Kommt man an der Uni vor lauter Modulen wirklich nicht mehr zu den Werken? Der Absatz von Einführungsliteratur in alle möglichen Studiengebiete legt die Vermutung nahe. Doch das didaktisierte Studium bleibt ein leeres Versprechen. Von Jürgen Kaube
Kosmetik ist die Lehre vom Kosmos des Weibes, meinte Karl Kraus. Eine Studie untersucht, wie sich der Schönheitskosmos globalisierte, und zeigt nationale Eigenheiten: Japanerinnen benutzen kaum Düfte, Franzosen meiden Deos und die Deutschen schlagen alle beim Shampoo-Verbrauch. Von Miloš Vec
Kein Ranking sagt einem verläßlich, wo man studieren soll. Besser man informiert sich, wo Professoren sind, die ihr Fach intellektuell lebendig halten. Ein Beispiel aus Basel: Dort lehrt man eine soziologisch angeregte wie aufgeklärte Althistorie. Von Jürgen Kaube
Sittenwidrige Praktika: Angeblich gewähren sie Ausbildung, aber tatsächlich beuten sie Arbeitskraft aus. Das Deutsche Historische Museum ist der Abzocker des Jahres. Doch es ist nicht das einzige Museum, das seine Praktikanten ausnimmt. Von Julia Roebke
Wir befinden uns in den vorlesungsfreien Wochen: Demnächst wird das anders sein. Bis 2010 sollen die Semesterzeiten verschoben werden, damit Studenten künftig einfacher ins Ausland wechseln können. Doch die Reform verlängert die Vorlesungzeit um einen Monat und schafft neue Probleme. Von Jürgen Kaube
Im Einführungskurs Mathe für Wirtschaftswissenschaftler wird an der Uni inzwischen Schulstoff der Klassen 8 und 9 rekapituliert. Wenn Hochschulen aber begabte Studenten haben wollen, werden sie sich wohl selbst drum kümmern müssen. Inititativen gibt es. Von Jürgen Kaube
250 Seiten pro Woche für Marketing, 200 für Negotiation Analysis und 400 Seiten für Business in a Global Environment: Ein kurzer Erfahrungsbericht über das Lektürepensum an einer Spitzenuniversität. Von Magnus Resch