
"Wer beispielsweise Athen gegen Sparta für ein berühmtes Fußballspiel hält, sich beim Wiener Kongress an den Opernball erinnert fühlt oder bei den Stauferkaisern lediglich an Graf Stauffenberg denken muss, der sollte wohl lieber nicht Geschichte studieren ...... "
So jemand dürfte eigentlich gar keine Hochschulreife haben und sollte gänzlich von einer Universität ausgeschlossen sein!!

Die HIS, finanziert vom Staat, kann z. Zt. so unqualifiziert wie sie möchte oder auch in der Lage ist, Ergebnisse ihre Umfragen veröffentlichen.
Die Einnahmen laufen weiter unabhängig von den Ergebnissen - wie bei den Rechtsanwälten sich die Gebührenordnung durch mehr oder weniger Prozeßeinsatz auch nicht verändert.
Die Aussagen dazu von Herrn Jürgen Kaube werden von der breiten Bevölkerung kaum wahrgenommen, die Politiker verschlafen aus mangelnder Verantwortlichkeit und zum Teil auch aus Unkenntnis, Deutschlands Zukunft.
Denn aus den laufenden Erkentnissen müssten Konsequenzen gezogen werden, denn hier geht es nicht nur um Millionen im Bildungswesen.
Studienabrüche lassen sich natürlich nie ganz vermeiden, aber Veränderungen im Bildungsbereich sind dringend notwendig um Verkrustungen die u.a Frust u. Unlust auslösen nicht nur privaten Einrichtungen zu überlassen, die sich nur privilegierte Kreise leisten können.
Künftig wird nach der Resource WASSER das Bildungsniveau unser höchstes Gut sein, d.h. die Journalisten haben hier eine Verantwortung für Deutschland und müssen unerbittlich u. nachhaltig mit Beiträgen unsere verantwortlichen Schläfer aufrütteln. Gut so - Hr. Kaube, aber das bleibt so nur ein Blattfüller.S Specho

Sofern man die neuen Studiengänge denn überhaupt noch ein Studium nennen kann, fragt es sich wie die Studierenden bei gleichbleibenden Mitteln schneller studieren können? In manchen Bundesländern kehrt der Studienbetrieb zwar dank Studiengebühren wirklich ins mittelalterliche Bologna zurück, indem die Studenten künftig ihre Dozenten selbst bezahlen; was aber nicht heißt, dass sich auch die Bedingungen in dem Maße verbessert haben, wie es die Gebühreneinnahmen erahnen ließen, zumindest nicht in Bayern. Wenn man niedrigere Abbruchsquoten will, so sollte man Eignungsprüfungen vor Studienbeginn einführen, da dies einen Großteil der späteren Aussteiger von Anfang an aussortieren dürfte: Wer beispielsweise Athen gegen Sparta für ein berühmtes Fußballspiel hält, sich beim Wiener Kongress an den Opernball erinnert fühlt oder bei den Stauferkaisern lediglich an Graf Stauffenberg denken muss, der sollte wohl lieber nicht Geschichte studieren und so dürfte es sich auch bei vielen anderen Fächern verhalten.

Wenn man ueber Bildung in Deutschland spricht dann muss man sich einfach mal den Durchschnittsstudent anschauen - 12/13 Jahre Abi + 1 Jahr als Zivi oder Soldat und dann an die Uni. Viele studenten leben noch daheim bei Mutti, haben den selben Freundeskreis und haben nie wirklich ueber den Tellerrand geschaut. Studiert wird dann vorzugsweise BWL oder Paedagogik.
Studien zeigen das sich die post 1980 geborenen ihren "Platz an der Sonne" fuer selbstverstaendlich halten und in der deutschen Wohlstandsgesellschaft ist dieses Ziel naeher als sonst irgendwo. Was wirklich wichtig ist, ist Schuelern ihre Situation begreiflich zu machen, nur das die dafuer Verantwortlichen Lehrer und Eltern nichteinmal wissen was wichtig ist. Es geht nicht darum unseren Kindern den best moeglichen Weg in eine affluente Zukunft zu ebenen, sondern ihnen ein spektrum an Moeglichkeiten zu geben, so dass sie sich frei entfalten koennen.
Es geht nicht darum welches Studiensystem wir haben, es geht um den "spirit" den das Studieren vermittelt.
Es muessen Leute her die was veraendern, nicht analysieren!
Die Welt dreht sich und Deutschland bleibt haengen.

Was vielleicht mal erwähnt werden sollte ist, dass das Studium seit Einführung der Zwischenprüfung ja kaum noch freiwillig abgebrochen wird.
Statt dessen fliegen die Studenten reihenweise, gerade auch in Hannover. Abgebrochen wird hier höchstens wenn das Bestehen der Zwischenprüfung schon unmöglich erscheint.
Ein Jura-Professor brachte es auf den Punkt: "Die sollen jetzt wohl alle Theologie studieren."