Der Sprung nach vorn aufs Podium gelingt nur den wenigsten Frauen

Frauen an Hochschulen

Ohne Quote wird es nicht anders werden

Ein Hindernislauf ersten Ranges: Eine Studie über Berufungsverfahren illustriert die Schwierigkeit, mehr Frauen auf Lehrstühle an deutschen Hochschulen zu bringen. Allein die Quote scheint hier helfen zu können. Von Jürgen Kaube

Lesermeinungen zum Beitrag

01. April 2008 18:07

Frau Professor macht's vor!

Urs Bleiker (Simpleman)

Erstaunt mich gar nicht - schliesslich sind Unis strukturell sehr frauenfeindlich. Die meisten Lehrstühle wurden für solchen unnützen Pipifax wie Maschinenbau, BWL, Physik und anderen männlichen Nonsens geschaffen. Da lobe ich mir die bei Frauen beliebten „Genderwissenschaften“! Hier kann die praktisch orientierte moderne Frau sich voll und ganz ausleben! Den zeitvergeuderischen Unsinn, erst herauszufinden, was Sache ist und wie etwas ist, kann sich frau hier gleich sparen: Sache ist die, dass Männer böse sind und Frauen gut und dass Männer Unterdrücker und Frauen Unterdrückte sind. Ausgehend von diesen Dogmen müssen bloss noch alle Tatbestände und Sachverhalte so gedreht, gewendet und entstellt werden, bis sie diese Maxime stützen. Ist dies mit viel Phantasie vollbracht, kann Frau Professor aufgrund ihrer „Forschungen“ gleich Wiedergutmachung fordern, ganz uneigennützig und praktisch z.B. in Form von Frauenquoten und Kaderposten für Frauen an den Unis!

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01. April 2008 17:02

So eine Studie ist vollkommen sinnlos, solange nicht aufgeschlüsselt wird...

Wolfgang Müller (muellerw2)

... wie sich die Bewerber männlicher und weiblicher Bewerber in welchen Fächern zusammensetzen. Ne Frauenquote von 50% für Professoren in einem Fach wie Maschinenbau ist vollkommen unsinnig, solange die eine Frauenquote von unter 10% Studierender haben. Wie hoch soll denn die Quote sein, wie soll sie festgesetzt werden?

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01. April 2008 09:57

Ich glaube, da hat jemand die Tatsachen verdreht...

Norbert Ost (grohfuda)

Meine Erfahrungen im Berufungsverfahren (naturwiss. Fächer) ergeben folgendes Bild:

Es bewerben sich kaum Frauen auf die Professorenstellen.

Es werden daher häufig Frauen eingeladen, die eigentlich gar nicht passen - nur um dem Vorwurf zu umgehen, man würde Frauen diskriminieren.

Zur Berufung kommt man im endeffekt durch eine Kombination aus Beziehungen, Geldern die man mitbringt und fachlicher Kombination. Im Zweifel bekommt die Frau die Stelle, da dies der Fakultät einen forschrittlicheren Anstrich gibt.

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01. April 2008 08:18

Was gibt es frauenfeindlicheres...

Anja Müller (anna08)

als eine Frauenquote?
Jede Frau, die dank einer Quote einen Posten bekommen hat, muss sich doch dauernd rechtfertigen (auch und vor allem vor sich selbst), was sie auf ihrem Platz zu suchen hat.
Mich würde das enorm abschrecken.

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01. April 2008 02:27

Juhu endlich wieder Quoten!

Christoph Dietzel (MavInvestment)

Juhu, es ist wieder soweit! Statt Qualifikation geht es wieder um Emanzipation, nicht der/die Beste gewinnt sondern der durch Quote priviligierte...

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31. März 2008 22:55

Die deutschen Hochschulen sind ein Antidiskriminierungsparadies

Torsten Klier (TorstenKlier)

im Vergleich zur FAZ-Druckerei.
Während an den Hochschulen wenigstens um die 20% Powerfrauen mitmischen, wird die FAZ, obwohl Frauen die Hälfte der Weltbevölkerung stellen, immer noch zu 100% von Männern gedruckt.
Pfui Teufel.
Ich fordere eine sofortige Quote.
Ab heute dürfen nur noch so viele von Männern gedruckte FAZ verkauft werden wie von Frauen gedruckte.

Hinweis an den Produktionsleiter:
Sofort alle Papierbestellungen stornieren!
Maschine verkaufen!
Halle vermieten!
Vertriebsverträge kündigen!

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31. März 2008 21:50

Ich vermisse eine Zahl....

Wolfgang Müller (muellerw2)

...wieviele Frauen *bewerben* sich denn auf eine Professur? Je nach Fachrichtung ist schon allein die Zahl der Frauen, die eine Habilitation unternehmen zumindest gefühlt weit unter 20%. Mich würde interessieren, was die Statistik dazu meint.

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31. März 2008 21:31

Berufungsverfahren

Reinhard Bachmann (Bach13)

Wenn man nicht viel weiss, schreibt man solche Texte wie Herr Kaube. Klar, er hat die Studie aufmerksam gelesen, aber kritisch bewerten kann er sie nicht. Das ist schade, denn die Wirklichkeit sieht doch gewaltig anders aus als es uns die Autorinnen der Studie nahelegen wollen. Die Wahrheit ist, und das weiss jeder der an Berufungsverfahren in welcher Rolle auch immer schon mal teilgenommen hat: Es gibt nicht genug geeignete Bewerberinnen! Die Frauenbeauftragtinnen lehnen diese Wahrheit zumeist pauschal ab. Ist ja auch klar, sie koennen gar nicht anders, wenn sie ihre Jobbeschreibung ernst nehmen wollen. Und ihnen entgeht diese fundamentale Wahrheit auch, weil ihnen die fachlichen Kriterien zur Beurteilung von Bewerbern gaenzlich fehlen.

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31. März 2008 19:37

Ihr Artikel gibt zu denken...

Wilhelm Friedrich (WillyF)

Mich würde interessieren, wieviel Geld man für diese Studie, die - glaubt man den wiedergegebenen Zitaten der FAZ - reich an banalen Feststellungen zu sein scheint, ausgegeben hat. Dabei würde oft ein Blick ins Grundgesetz helfen, in dem in Art. 33 GG alle tragenden Grundsätze einer Berufung - auch von Frauen - niedergelegt sind: Eignung, Befähigung und fachliche Leistung. Soweit ich sehe, verhält sich die "Studie" dazu nicht, jedenfalls nicht, soweit ich die in Ihrem Artikel wiedergegebenen Zitate zugrunde lege. Das ist allerdings ein ärgerliches Armutszeugnis - entweder Ihres Artikels oder aber der Studie.

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31. März 2008 18:42

Quote oder Qualität?

Andreas Stötzner (Stoetzner)

Die Quotiererei ist m. E. ein Anachronismus, der in den Eimer gehört. Man addiere die Gehälter aller Gleichstellungsbeaufragtinnen in diesem Land und führe die Summe einer nützlichen Verwendung zu … Daß Frauen (oder welche Gruppe auch sonst) soundsoviel Prozent eines Kuchens abbekommen sollen, ist reine Ideologie, die an den eigentlichen Problemen vorbeigeht. Und das Problem der Hochschulen ist nicht: zuwenig Frauen. Das Problem der Hochschulen ist: zuviel Gedränge, zu viel geistiges Mittel- bis Untermaß, zu wenig GEIST. Das hat natürlich viel mit Seilschafterei zu tun, die sich eben auch in Berufungsverfahren – ich spreche aus eigener Erfahrung – bemerkbar macht. Es hat auch mit dem Verwesungshauch zu tun, den die politische Linke seit ’68 über die deutsche Hochschullandschaft bläst: die Unis werden nicht mehr als höhere Bildungsinstitute verstanden – alles schön einebnen bitte – sondern dienen der allgemeinen sozialistischen Menschheitsbeglückung. Augen auf: wir brauchen nicht mehr Quoten, sondern mehr Ingenieure, mehr Spitzenpersonal, mehr FREIHEIT – weniger Abbrecher, weniger hochqualifizierte Auswanderer, weniger Gängelei.

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