Herrschaftswissen“ und „Spezialistentum“ (letzerer Begriff ist auch gefallen),sind die zwei Seiten ein- und derselben Medaille.Zum Herrschaftswissen mag man kaum noch was zufügen,denn seitdem es Herrschaft gibt,gibt es nicht nur das gut gehütete Wissen (Stichwort: Orakel von Delphi zum Beispiel),sondern auch die Kritik daran,durch alle philosophische Richtungen im Übrigen.Und ob es heute noch ausreicht,wie der Kyniker Diogenes dagegen "in der Tonne" zu protestieren,weiß ich nicht,es ist wirklich sehr komplex geworden,das Wissen,das es gibt,und jenes, das es wegen der Herrschaft darüber,zu enthüllen gibt.Es ist anstrengend geworden,und man muss sich schon selber bemühen, trotz der Komplexität.Und da kommen wir zu den Spezialisten!Wären die nicht so besessen von der Vorstellung, sie wüssten über das genau Bescheid, worüber sie urteilen,da es ihr Spezialgebiet ist, wären sie vielleicht nicht so schädlich. Denn sie transportieren ja nicht wirklich „gut begründetes Herrschaftswissen“ – darüber verfügen sie a priori eben nicht – sondern nur über einen Bruchteil von dessen, wovon sie überzeugt sind. Wer macht sie also zu Spezialisten? - wieder die „Herrschaft“, die es ihnen abverlangt, und damit Spezialisten- zu Herrschaftswissen macht.
„Herrschaftswissen“ und „Spezialistentum“ (letzerer Begriff ist auch gefallen),sind die zwei Seiten ein- und derselben Medaille.Zum Herrschaftswissen mag man kaum noch was zufügen,denn seitdem es Herrschaft gibt,gibt es nicht nur das gut gehütete Wissen (Stichwort: Orakel von Delphi zum Beispiel),sondern auch die Kritik daran,durch alle philosophische Richtungen im Übrigen.Und ob es heute noch ausreicht,wie der Kyniker Diogenes dagegen "in der Tonne" zu protestieren,weiß ich nicht,es ist wirklich sehr komplex geworden,das Wissen,das es gibt,und jenes, das es wegen der Herrschaft darüber,zu enthüllen gibt.Es ist anstrengend geworden,und man muss sich schon selber bemühen, trotz der Komplexität.Und da kommen wir zu den Spezialisten!Wären die nicht so besessen von der Vorstellung, sie wüssten über das genau Bescheid, worüber sie urteilen,da es ihr Spezialgebiet ist, wären sie vielleicht nicht so schädlich. Denn sie transportieren ja nicht wirklich „gut begründetes Herrschaftswissen“ – darüber verfügen sie a priori eben nicht – sondern nur über einen Bruchteil von dessen, wovon sie überzeugt sind. Wer macht sie also zu Spezialisten? - wieder die „Herrschaft“, die es ihnen abverlangt, und damit Spezialisten- zu Herrschaftswissen macht.
..... überhaupt gewollt? Er, der Wissenschaftler , soll doch das liefern, was bestellt worden ist. Und das sagt ihm schon Frau Schavan. Über die Kosten der wisssenschaftlichen Beratung erfährt der Steuerzahler leider wenig. Da wird viel Geld verbrannt, das in den Schulen sicherlich wirkungsvoller eingesetzt werden könnte. Das ist aber nicht das Ziel von Frau Schavan. Die Machtverhältnisse, sprich, wer hat Zugang zur Bildung und wer bezahlt dafür, sollen sich nicht ändern. Die Folgen dieser Politik liegen doch offen zu Tage. Ein Drittel unserer Gesellschaft entspricht nicht den Anforderungen der heutigen Arbeitsplätze. Da brauche ich keine Gutachten, um zu entscheiden, was erforderlich ist.
Gute Ratschläge kann jeder gebrauchen und sollte dafür nicht seine Ohren verschließen. Beratung indessen, also institutionalisiert und jederzeit abrufbar, ist immer ein Zeichen von eigener Unfähigkeit, die übernommen Aufgaben auch zu erfüllen. Wer viel verdient und die erhöhten Steuern nicht zahlen will, braucht Steuerberatung. Wer sich seines Rechts nicht sicher sein kann, braucht einen guten Rechtsanwalt, wen die Entscheidungen, sein Geld passend anzulegen, überfordern, braucht Anlageberater, wer es nicht schafft, mit seinem Partner in Frieden zu leben, geht zur Eheberatung, wer seine Kinder nicht zu erziehen vermag, lässt sich von Pädagogen beraten und und.... Wenn es um unsere eigenen Angelegenheiten geht, denen wir ja nicht auskommen, mag Rundumberatung noch verständlich sein, können wir aber übernommene Aufgaben, wo wir uns als Spezialisten eingeschlichen haben, nicht mehr bewältigen, da sollten wir sie zurückgeben, statt uns zu Beratern zu flüchten, die meist ohnehin nur so tun, als könnten sie es besser. Aber vermutlich geht es bei Politikberatung auch nicht darum, wie Politiker ihre Aufgaben besser erfüllen , sondern wie sie trotz schlechter Leistung im Amt bleiben können, also um permanente Wahlberatung.
Ich liebe die Kritik und kritisere selbst gerne. Aber als Berater vereinzelt auch der Politik auf der einen Seite und kleines Parteimitglied auf der anderen Seite halte ich es für sinnvoll, neben die Truppe der Interessenvertreter den Strauß (also alle Gruppen) der Wissenschaftler von der Uni zu stellen und der Politik damit die Möglichkeit zu geben, fundierte Lösungsvorschläge (und die zugehörige gegenläufige Kritik) abzufragen. Die - mE berechtigte - Kritik, daran, dass die Lobby "als Leihgabe" schon im Ministerium sitzt, ist ja bekannt. Ob man das Gremium allerdings institutionalisieren kann, ist eine offene Frage. Da besteht die Gefahr, dass sich neben den jeweils das Meinnungsprektrum repräsentierenden Wissenschaftlern ein eigenes Einflußzentrum etabliert. Deshalb ist bei der Steuerung des Gremiums viel dienender Forscherdrang und wenig Egozentrik gefragt.
Nehmen wir die Agenda 2010,ist sie doch ein Konstrukt des Unternehmensberaters Berger &Co.,und Hartz durfte seinen Namen zugeben.Da zeigt sich aber ein anderes Bild,als das des gewissenhaften - um sein Gewissen ringenden - Wissenschaftlers, wie hier angedeutet,denn es zeigen sich da die wahren Machtstrukturen hinter der Politik.Berger ist nicht irgendwer,er ist ein globaler Player auf diesem Gebiet,und damit ist er auch Arbeitgeber globaler „Think Tanks“.Ein solches Unternehmen erteilt keine unverbindlichen Ratschläge,sondern es macht Angebote,die man schlecht ablehnen kann, will man sich nicht ganz schnell zur „Achse des Bösen“ verschoben sehen.Allerdings,diese Beziehung zwischen Macht und den wahren Mächtigen gab es schon immer,getreu der Widmung Tucholskys,speziell für die Sozialdemokraten:Sie dachten, sie hätten die Macht, dabei waren sie doch nur in der Regierung.Nun,neu ist,dass die Politiker zunehmend obsolet werden,weil die Mächtigen, infolge der „Verschlankung der Staatsmacht“,nun den direkten Zugriff zur transnationalen Verwaltungsbürokratie haben.Und als Zuarbeiter der Bürokratie verliert die Wissenschaft - nicht nur in den Neurodisziplinen - ihre letzten Hemmungen auf ihrem Weg zum Manipulationshandwerk.
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß hier Leute am Werk sind, die sich nie mit Wisenschaft als Profession gewidmet haben.Wie immer ein guter Rtikel von Herrn Kaube.
In der Politik geht es nicht um die Vermittlung oder gar kritische Aufarbeitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, sondern um die Durchsetzung von Wertvorstellungen - also Interessen. 'Wissenschaftberatung' kommt in diesem Zusammenhang vorrangig eine Rechtfertigungfunktion zu. Dass 'Wissenschaft' für Politikberatung überhaupt bereit steht, zeugt auch davon, dass 'Wissenschaft' keine neutrale Lehre ist. Was in der Politik das 'Rechts-Links'-Schema ist, sind unter Akademikern die 'Schulen' und Lehrmeinungen. Auch da werden - zum Teil gar die Grenzen der Beleidigung überschreitende - Fehden auf Kongressen und in 'seriösen' Fachpublikationen ausgetragen, selbst in eigentlich unverdächtigen Kernbereichen wie der Naturlehre und der Mathematik. Der Wissenschaftsbetieb ist ideologisch genau so zersplittert wie die politische Landschaft. Wer also glaubt, dass 'Wissenschaftsberatung' die Politik zu höherer Kenntnis und damit zu einem neutralen und fachgerechteren Urteil führen wird, irrt gewaltig. Oft geht es nur darum, neue Technologien interessengesteuert zu 'pushen' oder zu blocken. Dass sich Wissenschaftler dafür hergeben, kann auch als eine Form der Prostitution bezeichnet werden.