Welch ein exzellenter Polemiker! Man fragt sich, ob dieses Interview nicht nur von ihm autorisiert, sondern hernach noch in Ruhe und gewiß genüßlich ausgefeilt worden ist, denn ad hoc derart pointiert zu formulieren und sowohl selbstreflexiv wie berufsfeldkritisch dabei zu bleiben, ist in der Gegenwartskunst sehr selten geworden, wenn nicht verschwunden.
Also, wenn in Deutschland sowas als "Krise" bezeichnet wird, dann möchte man nicht wissen was echte Krisen sind ... !
Beinahe hätte das Login meine Gedanken übertönt. Selten habe ich einen Artikel in einer Zeitung vollständig und mit wachsendem Vergnügen gelesen - dies hier war einer seit langer Zeit. Beide, der Frager und der Antworter liefern ein schriftlich fixiertes Gespräch, das ich mir nicht schöner wünschen kann: Deutlich, nicht auf die Rolle des Eingeweihten eifersüchtig wachend, ehrlich. Sogar ich als Nicht-Künstler kann es nachvollziehen, warum dieser Entschluß so kommen mußte; und dass er gut für alle Beteiligte ist. Darf man ein solches Interview zum Maßstab erheben? Macht es doch bitte. Meine alte FAZ-Anmeldung zum Login (ich habe sie ja schließlich wieder gefunden) wird nun sicher häufiger verwendet werden. Sie - als Zeitung und Sie Herr Rauch - geben mir wieder ein Stück Glauben in die Menschheit zurück. Danke dafür und nun weiter im Tatendrang eines technischen Berufes. Aus der Mittagspause - Herwig Hofmann
Können, oder doch von "Ego"?! Vielleicht sollten in der "normalen" Welt noch unverbaute, ungenutze Nischen übrig bleiben, damit diese nicht nur in der Uni gesucht werden.
