
Ihre Argumente sind wirklich haarsträubend... .... wollen Sie damit andeuten, dass Versuche an der Hefezelle besser auf Menschen zu übertragen sind? Nach Ihrer Logik bleiben also nur noch Versuche an Menschen.

Wohnen Sie vielleicht in einer kinderarmen Umgebung? Übrigens guten Appetit zum Schinkenbrötchen zum Frühstück, oder sollte ich bigMac sagen?

Die pauschale Ablehnung von Tierversuchen ist ebenso Ideologie wie der radikale Vegetarismus, der den Fleischverzehr bekämpft. Ein Zeichen hochgradiger Dummheit und Intoleranz. Nichts neues in der Geschichte der Medizin, die an (religiösen) Verdikten gegen ärztliche Eingriffe und ärztliche Forschung wahrlich nicht arm ist. Ich spreche den Tierversuchsgegnern pauschal die Kompetenz ab, überhaupt zu verstehen, worum es dabei geht. Ganz sicher gibt es jedoch einen Zusammenhang zwischen mangelnder Forschung und schlechter Patientenbehandlung, von den finanziellen Grenzen (Rationierung) der Behandlung ganz abgesehen. Das schliesst ethische Richtlinien keinesfalls aus, die bereits Hypokrates 500 vor Christus formuliert hat. Und auch heute gibt es genügend Ethikkommissionen.

Die Tier im Labor von Herrn Kreiter leben sicherlich "besser" als so manches Zootier; ganz abgesehen von unseren lieben Nutztieren. Von den besonders guten Haltungsbedingungen konnte ich mich persönlich bei einem besuch überzeugen. Allerdings hat mich sehr erschreckt, dass Herr Kreiter im anschließenden Gespräch keine eigene Meinung zu der Frage der ethischen Vertretbarkeit seiner Versuche hatte. Er bezog sich ständig nur auf die deutsche Gesetzeslage. Diese sollte aber die Einstellung der Deutschen wiederspiegeln und insbesondere jemand, der direkt mit ethischen Fragen befasst ist, sollte eine eigenständige Meinung haben. Die von Herrn Kreiter betriebene Grundlagenforschung kann gar keinen konkreten kurzfristigen Nutzen haben; das muss Grundlagenforschung auch gar nicht. Aber ein Forscher sollte sich der Problematik, in der er sich bewegt, immer bewusst sein. Außerdem sollte er in der Lage sein, die Folgen seiner Forschung für die Zukunft der Menschheit gelegentlich zu bedenken. Denn Forschungsergebnisse können auch ungewollte negative Auswirkungen haben (siehe Atomforschung). Ein Forscher, der keinen eigenen Ethikbegriff hat und nicht einmal versucht, die Folgen seiner Forschung abzuschätzen, sollte so nicht arbeiten dürfen.

Versuche an Affen sind aus ethischen Gründen zu verbieten. Es gibt keine Rechtfertigung für diese Experimente. Versuche an Affen liefern keine Ergebnisse, die vorbehaltlos auf den Menschen übertragen werden können. Versuche an Affen führen in der Forschung nicht weiter und müssen deshalb auch aus methodischen Gründen abgeschafft werden. Denn die falschen Rückschlüsse, die aus Tierexperimenten gezogen werden, dienen nicht selten der Rechtfertigung, für den Menschen schädliche Produkte oder Technologien auf den Markt zu bringen. Wir brauchen nicht mehr Tierversuche, sondern neue, intelligente Lösungsansätze. Tierversuchsfreie Forschungsmethoden bieten solche Möglichkeiten. Deshalb müssen finanzielle und personelle Mittel, die bisher ganz selbstverständlich in Tierexperimente geflossen sind, für eine tierversuchsfreie Forschung freigegeben werden.

...aber mach' mich nicht naß. So kommt mir die Argumentation mancher Politiker und anderer im Bericht sowie vorangegangener Kommentatoren vor. Keine Tierversuche bitte; aber beim kleinsten Husten hypochondrisch in die nächste Apotheke rennen und irgendwelche Medikamente besorgen. Ich bin bestimmt kein Fan von Tierversuchen, aber solange andere Methoden diesbezüglich keine wissenschaftlich belastbaren Testergebnisse bringen und der menschliche Organismus mit seinen unendlich vielen Wechselwirkungen nicht besser verstanden ist, wird uns nichts anderes übrig bleiben, als solche Versuche durchzuführen. Irgendwie erinnert mich das Ganze an die Anti-Atomkraft-Bewegung: AKWs sind schädlich wegen der Strahlung, Kohle- und Gaskraftwerke wegen dem CO² und Windräder wegen den Lichtreflexen. Herrlich. Willkommen im 16. Jahrhundert wenn das so weiter geht... Oh, ich vergaß: Wenn wir wieder im 16. Jh sind, gibt's ja auch keine Handys mehr zum Verabreden für's Protestieren; aber Handys beinhalten doch Coltan. War da nicht was mit den Coltan-Vorkommen im Kongo?

Haben Sie Angst vor konkreten Argumenten? Die Zahlen stammen vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft und es wird von getöteten Tieren gesprochen! Seit Beginn der offiziellen Statistiken im Jahr 1989 hatte die Zahl der im Labor getöteten Tiere zunächst von 2,6 Millionen auf 1,5 Millionen Tiere im Jahr 1997 abgenommen. Seither ist ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen. Somit zeigt die Investition in Alternativen zu tierversuchen keine Wirkung. Die Hersteller von Rohstoffe für Kosmetik, Waschmittel, Reinigungsmittel usw. sind auf Grund der Chemikalien- und Gefahrstoffverordnung sowie weiterer nationaler und EU- Verordnungen verpflichtet, für die Zulassung dieser Rohstoffe, gleichgültig ob petrochemischen oder natürlichen Ursprungs und unabhängig vom späteren Einsatzgebiet, Nachweise für die toxikologische Unbedenklichkeit für Mensch und Umwelt zu erbringen. Dafür sind Tierversuche zwingend vorgeschrieben. Weiterhin steht an, dass für ca.130.000 „Alt-Chemikalien“, die bereits eine Zulassung besitzen, eine neue Zulassung nach REACH (EU-Richtlinie) beantragt werden muss. Natürlich mit umfassenden toxikologischen Nachweisen und Tierversuchen!

Sie glauben, wenn Sie mit Zahlen um sich schmeißen, muss Ihnen einfach geglaubt werden? Statistiken wurden schon besser gefälscht. Ihre Zahl stimmt zwar, allerdings handelt es sich nicht um "zu Tode gefolterte Tiere", sondern lediglich um in Tierversuchen eingesetzte Wirbeltiere. Dazu reicht schon wenn diesen im Laufe der Untersuchungen wenig mehr als Blutproben entnommen werden. Laut den Zahlen der Bundesländer sind übrigens 82% dieser 2.609.483 Versuchstiere Nagetiere, nur 2.487 Tiere gehörten zu den Affen oder Halbaffen. Und wie sie darauf kommen, dass all diese Tiere gestorben sein sollen, ist mir ein Rätsel. Und eines noch: Soll man Ihrer Meinung nach sämtliche Forschungen, die keine Allheilmittel für die schlimmsten Krankheiten unserer Gesellschaft hervorbringen, verbieten? Grundsätzlich investiert die BRD mehr als alle anderen EU-Länder in die Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen. Auch sind Tierversuche zur Entwicklung von Tabakerzeugnissen, Waschmitteln und Kosmetika in Deutschland grundsätzlich verboten. Natürlich muss man sich weiterhin fragen, inwiefern bestimmte Tierversuche zu rechtfertigen sind, aber dies sollte man doch nun wirklich nicht Politikern im Wahlkampf überlassen.

Dieser fette Forschungskomplex ist am strampeln um sich selbst zu erhalten dabei werden fortwährend einige wenige GUTE Medikamente als Trophäen hoch gehalten um 90 Prozent ihres fabrizieren Giftmülls zu verschleiern, jener wird mit größtem Werbeaufwand an den Mann gebracht. Die haben die Leute soweit das sie tatsächlich glauben eine Erkältung gehe ohne Synthetik nicht weg. Sie halten mit ihrer Arbeit den Statusquo aufrecht, kaum einer von denen setzt sich für eine gesündere Lebensweise ein die vorbeugend mehr Augenlicht mehr Bauchspeicheldrüsen mehr Leben retten kann als Milliarden schwere Forschung jemals zustande bringen wird, die haben kein Interesse an der zu grunde liegenden Ursache von Krankheit, das Gold liegt unter der Symptomatik, dafür wird rekrutiert und geschaufelt was das Zeug hält dabei ist ihnen nichts zu Heilig, sie nähmen die Lebenserwartung des schmutzigen, hungernden Mittelalters als Kerngröße und erzählen uns das wir dank der medizin noch nie so lange gelebt haben.

Das meiste an Hirnforschung wird vom Militär beauftragt, finanziert oder zumindest interessiert beäugt und brauchbares in ihre fraglichen Sandkastenspiele integriert, wie in Bremen eben zu Erkennung militärischer Zielobjekte durch künstliche Intelligenz - nur zu diesem Zweck will man sich die komplexe Hirnarbeit der Affen aneignen, darin rumstochern bis brauchbares abfällt und nicht für Blinde denen man die Sehkraft verspricht, das ist verdummend, alles der Akzeptanz wegen vorgeschoben. Ähnlich wird für den Mammon in der Krebsforschung argumentiert, dabei haben die vielen Milliarden an Forschungsgeldern der letzten 50 Jahre die Todesstatistik kaum positiv beeinflusst. Ähnlich ists mit der Genforschung, was haben die nicht alles versprochen Weizen in der Wüste, Parkinson, Alzheimer.. alles bald heilbar und was haben wir bis jetzt bekommen außer dem Insulin? es wird lautstark getrommelt, kräftig Lobbyarbeit betrieben und ab kassiert haben die.

Im Jahr 2007 wurden 2.609.483 Tiere in deutschen Laboratorien getötet, d.h. aller 12 sec wird ein Tier im Namen der Wissenschaft zu Tode gefoltert. Warum? Tierversuche sind zur Erlangung akademischer Titel gang und gäbe. Viele Tierversuche werden aus wissenschaftlicher Neugier, Forscherdrang oder aus Profilierungssucht gemacht. Der Zwang, für Ruhm und Ehre möglichst viele Veröffentlichungen für wissenschaftliche Zeitschriften zu schreiben, treibt so manchen Forscher dazu, immer abwegigere Versuchsanordnungen zu erdenken. Auch die bevorzugte finanzielle Förderung tierexperimenteller Forschungsvorhaben durch Bund, Länder und verschiedene Einrichtungen, wie der deutschen Forschungsgemeinschaft, sind eine Triebfeder zur Durchführung immer wieder neuer Tierversuche. Tatsächlich hat die tierexperimentell ausgerichtete Wissenschaft trotz jahrzehntelanger Forschung und des Einsatzes von Abermillionen von Tieren die so genannten Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Herz- Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Rheuma nicht besiegen können.

Ihre Kommentare sind immer wieder erfrischend und treffend. Ich habe dem nichts hinzuzufügen.

Wir können nur durch Tierversuche, als Menschen überleben. Aber ich habe dennoch Angst, Angst, dass die Ergebnisse in die falschen Händ kommen. Bald wird man dann diese Ergebenisse teurer Verkaufen und die Welt muss dan die Verbreitung dieser Ergebnisse besser überwachen als die Atomwaffen-Verbreitung. Man kann sich dann vorstellen, wieviele Menschen zu selbstmord Waffen "gemacht" werden können. Die muss man dann nur noch glonen.

Dann werden Sie sich, als integraler Bestandteil der Schöpfung, in Zukunft auch bitte keiner medizinischer Behandlung unterziehen. Kein anderer Bestandteil der Schöpfung hat diese Möglichkeit, auch Sie daher bitte nicht. Erst recht werden Sie bitte keine Arzneimittel verwenden, die andere Mitgeschöpfe wie Bakterien und Pilze töten. Sie werden ruhig zusehen, wie sie von diesen (zweifellos faszinierenden) Geschöpfen niedergestreckt werden. Und wenn Sie mit 35 alt und schwach geworden sind, werden Sie sowieso von einem Raubtier aufgefressen, weil Sie nicht schnell genug weglaufen konnten. So kehren Sie im Magen von Bruno dem Bär in den Kreislauf der Schöpfung zurück. J.T.

Wenn die operativen Eingriffe den Tieren keine Schmerzen zufügen und es nicht zu bleibenden Schäden kommt, wieso lässt sich Herr Kreiter dann nicht selbst eine Elektrode in sein Hirn einpflanzen? Dann könnte er seine imminent wichtigen Forschungen direkt bei sich testen und seine Erkenntnisse im Namen der Wissenschaft veröffentlichen. Aber vielleicht funktionieren seine Thesen bei kranken Gehirnen ja auch gar nicht.

Seit Jahren wird in Bremen mit Makaken Hirnforschung betrieben, und jetzt kurz vor der Wahl, spielen einige den Empörten. Um was geht es diesen Personen? Um Tierschutz oder Wahlkampf. Aber warum sollen diese Versuche nicht in Bremen durchgeführt werden? Sicherlich, ich finde dieses persönlich auch nicht schön. Doch wollen die Menschen nicht immer länger Leben und nicht durch die Krankheiten Demenz oder Alzheimer ihre Lebensqualität verlieren? Wer A sagt muss auch zu B stehen. Ich hatte am 16. März 2005 ein Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Kreiter in seinem Labor in Bremen. Nach einem längeren Gespräch konnte ich die gesamte Tierhaltung und Versuche betrachten. Es waren nicht die schrecklichen Bilder, die man von so mancher Tierschutzorganisation vorgesetzt bekommt. Außerdem wird streng auf Tierschutz geachtet. Wie mir Prof. Dr. Kreiter mitteilte, ist seine wissenschaftliche Arbeit in ganz Europa und Übersee anerkannt und begehrt. Ich gehe davon aus, dass Prof. Dr. Kreiter nichts gegen einen Tierschutzbeauftragten hätte, der in Abständen über die Lage berichten würde. Natürlich können einige Bremer „Politiker“ den Moralapostel spielen und die Forschung samt den Forschern aus der Stadt jagen. Dann wird sich Rom, München

Der Artikel stellt in der Tat eine erfreulich sachliche Auseinandersetzung mit dem konkreten Fall dar und beantwortet im Rahmen der aktuellen gesetzlichen Lage die Grundfrage der Legalität in meinen Augen durchaus treffend. Doch ist damit keinesfalls die grundsätzliche Auseinandersetzung über unseren Respekt vor dem Lebewesen Tier geführt oder gar abgeschlossen. Es gibt kein haltbares Argument, warum ein Menschenleben fundamental wertvoller und schützenswerter als das eines Tieres sein sollte. Mir kommt dabei immer ein Bild vor Augen: Heute empören wir uns über die Barbareien der Jahrhunderte vor uns und fragen uns, wie man dies eigentlich jemals hinnehmen konnte. Werden in einigen Jahrzehnten, Jahrhunderten die nachfolgenden Generationen ähnlich über die von unseren Generationen zu verantwortenden millionenfache Morde und Grausamkeiten an Tieren reden? Sind wir wirklich so zivilisiert, wie wir glauben? Ich denke nicht.

Ich wünsche mir für Deutschland eine Freiheit der Forschung und eine Offenheit gegenüber neuen Technologien. Leider erleben wir mitunter eine Technologie- und Wissenschaftsfeindlichkeit die unserer Nation nicht gut zu Gesicht steht. Der Artikel mag von einigen als Ausgewogen beurteilt werden, und verglichen mit manch anderem Artikel mag er das auch sein. Aber er stellt gleich zu Beginn die detaillierte Beschreibung von Arbeits- und Versuchsabläufen aus dem Munde eines der größten Gegner der Untersuchungen. Diese Beschreibung ist nicht dazu angetan einen uninformierten Menschen von den Nutzen dieser Untersuchungen zu überzeugen. Im Gegenteil. Gerade an den Anfang gestellt - und der erste Eindruck zählt - wirkt diese Eröffnung leider etwas suggestiv negativ. Dadurch wird der Eindruck verstärkt, Wissenschaftler die solche Untersuchungen durchführen wären kalte Schlächter. Die Forschung ist in Deutschland überreglementiert und ihre Freiheit eingeschränkt. Gleichzeitig grassiert ein kindliches Tiermitleid und eine Technik- und Wissenschaftsfeindlichkeit unter Erwachsenen die nur durch falsche gesetzte erzieherische Akzente erklärt werden kann ('68er). Hier ist Handlungsbedarf.

... schützt die Forschung vor den Affen? Wirklich lachhaft bis erschreckend, welche Argumente hier gegen Tierversuche ins Feld geführt werden. Die arme Kuh; die Bestie Mensch; Verstoß gegen das GG; feige Wissenschaftler; gegen Tierversuche, nehmt Menschen, am besten die Wissenschaftler selbst; forscht doch an was anderem, an Solarzellen zum Beispiel oder dem Warp-Antrieb. Wir sind MENSCHEN, und das sind TIERE, die zum Wohle der MENSCHEN mit offensichtlich äußerst durchdachten und möglichst schonenden Methoden experimentell benutzt und untersucht werden. Wer das nicht auseinanderhalten kann, dem empfehle ich Nachsitzen im Ethikunterricht der 4. Klasse oder regelmäßige Kirchgänge in der Adventszeit.

und manchmal wünschte ich mir, der Umstand, dass in Deutschland jährlich mehrere hunderttausend Ungeborene abgetrieben werden, würde die Menschen genauso zum Nachdenken anregen. Warum empört man sich über das eine aber nicht über das andere?

Dieser Artikel versucht möglichst objektiv an das Thema heranzugehen. Ein Vergleich mit dem ZEIT-Artikel über das Thema macht das sehr deutlich. Glückwunsch Herr Wandter!

Der Bremer Senat, der sich über das Gutachten der Ethikkommission hinwegsetzt, muss sich fragen lassen, ob er konequenterweise auch die Anwendung verschreibungspflichtiger Arzneimittel in Bremen künftig untersagen will, weil diese schließlich im Rahmen des Zulassungsverfahrens auf Ihre Wirsamkeit und Unschädlichkeit zu prüfen sind, was überwiegend mit Hilfe von Tierversuchen geschieht.

Zuallererst: selbstredend sind Tierversuche so weit wie möglich einzuschränken. Das gebietet unsere Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe. Die geltenden Tierschutzgesetze versuchen dem durch komplizierte Antragsverfahren gerecht zu werden, die leichtfertige Tierversuche, etwa in der Kosmetikindustrie, zum Glück wesentlich schwerer machen als noch vor einiger Zeit. Dem reflexartigen Ruf nach einer völligen Abschaffung von Tierversuchen, der nun mal wieder zu vernehmen ist, kann und will ich mich jedoch nicht anschließen. Im Gegenteil. Die Entwicklung komplexer und hochwirksamer Medikamente, etwa im Herz-Kreislauf-Bereich, bei der Bekämpfung von Krebs, Hirn- oder Autoimmunerkrankungen bedarf in einer bestimmten Entwicklungsphase der Erprobung am Lebewesen. Der Schritt aus dem Labor oder von der computergestützen Erprobung hin zum klinischen Versuch am Menschen muss dabei oft (sicher nicht immer) über das Tier gehen, will man die menschlichen Probanden - oder gar die späteren Patienten - nicht ernsten Gefahren aussetzen, oder ganz auf die Entwicklung solcher Medikamente verzichten. Letzteres zu tun, fände ich im hohen Maße zynisch! Besuchen Sie doch mal ein Altzheimer-Heim und denken sie nochmal nach...

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Unwissenheit manche Leute Forderungen in den Raum werfen. Ich frage mich: Haben sie jemals ein Labor betreten? Oder sich jemals überlegt, wie die Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten ihre sensationellen Entdeckungen und Entwicklungen zustande gebracht hat? Wie wurde die Funktion von Genen entschlüsselt? Wie wurden neue Medikamente zur Tumorbekämpfung erpropbt? usw. Frau Tumminello ich lade Sie gerne ein, anstatt eines Affen beim nächsten Phase 1 Test eines neuen Medikaments mitzumachen. Wie stellen Sie sich eine tierversuchsfreie Forschung denn bitte vor? Zellversuche am PC? Haben Sie jemals eine Studie gelesen? Sich mit der Forschungsarbeit befasst? Überlegen Sie mal beim nächsten Medikament, das Sie schlucken, ob Sie ohne Tierversuch der erste hätten sein wollen, der diesen Wirkstoff zu sich nimmt. Mit allen Risiken und Nebenwirkungen, die man da natürlich noch nicht kennt :-) Achja übrigens: Beim Menschen werden solche Elektroden auch eingesetzt - gegen den Tremor bei Parkinson - und am Wachen Patienten kalibiriert!!! Schmerzlos versteht sich! ....und die intrakraniellen Elektroden sind aus dem Versuchsaufbau nötig(EEG vs fMRT...aber das übersteigt wohl das Wissen vieler Kritiker)

Zuerst einmal bin auch ich gegen jegliche Art von Tierversuchen, bei denen den Tieren in irgendeiner Form ein Schaden entsteht. Auf mich haben solche Versuche den Eindruck von Arroganz bzw. fehlendem Respekt vor dem Leben. Aber statt bloß "pauschal dagegen" zu sein, frage ich mich was die Ergebnisse dieser Forschung sind. "Forschung" klingt erstmal sehr zivilisiert und intelligent. Und daß der Mensch sich selbst verstehen will, kann ich nachvollziehen. Aber der Preis der dafür mit solchen Versuchen bezahlt wird ist für mich eindeutig zu hoch. Wofür? Für Behandlungsmethoden und Medikamente? Die dann erneut Nebenwirkungen hervorrufen und uns Menschen als auch unsere Krankheiten weiter mutieren lassen? Die Natur reagiert doch offensichtlich auf jeden Eingriff ... und so schaffen wir uns mit der vermeintlichen Behandlung diverser Leiden doch vielfach neue Leiden ... da beuge ich mich lieber dem "Kreis des Lebens" mit allen Vor- aber auch Nachteilen. Es bleibt wohl nur eine Frage der Zeit, bis erste hochintelligente Menschen solchen Versuchen unterzogen werden, um deren biologischen "Vorteil" zu erforschen ... und bis dahin haben wir unsere Skrupel nach und nach verdrängt. Schöne neue Welt ....

Es wäre schön, wenn die Gutmenschen, insbesondere in Bremen, sich ebenso vehement für benachteiligte Menschen einsetzen würden, z.B. für Alte, Patienten in Pflegeheimen, Behinderte und nicht zuletzt für Kinder. Ich erinnere an den "Fall Kevin", bei dem die Behörden der Hansestadt keine rühmliche Rolle gespielt haben.

Und Deutschland versinkt immer weiter im Abgrund der naturwissenschaftlichen Bedeutungslosigkeit. Guter Artikel allerdings!

Man kann behaupten, was man will: Die Übertragbarkeit von Ergebnissen aus Tierversuchen ist nach wie vor nicht eindeutig naturwissenschaftlich gesichert. Menschen sind eben nicht Tiere, auch wenn es Ähnlichkeiten gibt. Doch letztlich müssen sich alle Erkenntnisse am Menschen, und eben nicht am Tier, verifizieren lassen. Nur ein äußerst verzweifelter- oder ein leichtgläubiger Mensch würde sich einer Medikamenten- oder sonstigen Therapie unterziehen, die nur im Tierversuch erfolgversprechend erscheint. Das angerichtete Leid an der Kreatur Tier, auch wenn eloquente Wissenschaftler sich noch so rechtfertigen mögen, lässt es nicht verantwortbar erscheinen, Tiere derart brutal zu drangsalieren. Die Schöpfung rächt sich. Wir erleben dies an allen Ecken und Kanten. Deshalb plädiere ich dafür, Schluß zu machen mit dieser unsäglichen Quälerei an Tieren und valide, wissen-schaftstheoretische einwandfreie Studien zu kreieren, die heutzutage auch schon vielfältig existieren. Der Mensch sollte nach Jahrtausenden des Irrtums sich endlich zu einem vernünftigen und integralen Bestandteil der Schöpfung entwickeln. Ansonsten wendet sich die Schöpfung gegen ihn. Ich kenne aber niemanden, der diese Folgen billigend in Kauf nehmen will.

Die Tierversuche müssen der Universität Bremen untersagt werden. Man stelle sich nur vor, daß solche Operationen beim Menschen gemacht würden. Das ist ein eindeutiger Verstoß gegen die Grundrechte von Lebenwesen nach Artikel 20a des Grundgesetzes. Die F.A.Z. wird gebeten, über den Fortgang eines weiteren Genehmigungs-verfahrens über den 30. November 2008 hinaus zu berichten. Mit freundlichen Grüßen clausf.winkelstraeter@t-online.de

Die führenden Vertreter einer Gesellschaft, in der Tiere mit größter Selbstverständlichkeit im industriellen Massstab benutzt werden, maßen es sich an, mit geradezu grotesker Rücksichtnahme durchgeführte Tierversuche für aus ethischen Gesichtspunkten nicht vertretbar zu erklären. Merken diese Gutmenschen überhaupt noch etwas von ihrer Lächerlichkeit? Man sollte diese feinen Damen und Herren zu einem Zwangspraktikum in einem landwirtschaftlichen Mastbetrieb verdonnern. Und danach bitte gleich weiter zum nächsten Viehtransport... Das würde hoffentlich so manchen die Augen dafür öffnen, welches Leid selbst unter streng reglementierten Bedingungen tagtäglich Abermillionen von Geschöpfen angetan wird, aus dem einzigen Anlaß, das Wohlbefinden der Gattung Homo sapiens zu befördern. Und niemand würde es mehr wagen, gewissenhaften Forschern das Leben schwer zu machen.

Versuche an Affen sind aus ethischen Gründen zu verbieten. Es gibt keine Rechtfertigung für diese Experimente. Versuche an Affen liefern keine Ergebnisse, die vorbehaltlos auf den Menschen übertragen werden können. Versuche an Affen führen in der Forschung nicht weiter und müssen deshalb auch aus methodischen Gründen abgeschafft werden. Denn die falschen Rückschlüsse, die aus Tierexperimenten gezogen werden, dienen nicht selten der Rechtfertigung, für den Menschen schädliche Produkte oder Technologien auf den Markt zu bringen. Wir brauchen nicht mehr Tierversuche, sondern neue, intelligente Lösungsansätze. Tierversuchsfreie Forschungsmethoden bieten solche Möglichkeiten. Deshalb müssen finanzielle und personelle Mittel, die bisher ganz selbstverständlich in Tierexperimente geflossen sind, für eine tierversuchsfreie Forschung freigegeben werden.

Der Meinung von Hildegard Grygierek kann ich voll zustimmen. Ich möchte nur eine Frage ergänzen: Wenn diese Versuche so „human“ sind (Der Vorgang wird, wie Kreiter sagt, von dem Tier gar nicht bemerkt.), warum machen dann die „Herren“ Wissenschaftler keine Selbstversuche? Diese Möglichkeit der wissenschaftlichen Arbeit hat eine lange Tradition: Werner Forßmann schob sich 1929 über eine Armvene den ersten Katheter ins rechte Herz, dokumentierte diese Tatsache mit einem Röntgenbild und erhielt 1956 den Nobelpreis für seine Tat. Ein Genfer Arzt machte im Jahr 2000 einen Selbstversuch mit 70 Gramm Knollenblätterpilz, die er aß, um zu beweisen, dass man Vergiftungen mit der von ihm propagierten „Bastien-Methode“ mit vielen Vitaminen und vor allem Karotten überleben kann. Mehrere Tage kämpften Ärzte erfolgreich um sein Leben.

Ein höchst gelungener und vorurteilsfreier Artikel, der die Vorgehensweise des AKs von Herrn Kreiter beleuchtet. Vorurteilsfrei kann man leider meine Vorkommentatoren größtenteils nicht nennen, da herrscht doch eher das sinnfreie wettern gegen Tierversuche vor. Meistens noch völlig unreflektiert. Und dann dieses schöne Beispiel von der Kuh und den gebrochenen Beinen - in welchem Zusammenhang steht das mit der Forschung von Herr Kreiter bitte? Oder wollten Sie nur Ihr Ego streicheln und eine grausliche Anekdote präsentieren, um hier die Grundstimmung klarzustellen? Lachhaft.

Tierversuche sofort abschaffen? Ganz klares Ja. Aber stattdessen Kriminelle benutzen? Wer so etwas fordert, hat erstens nichts verstanden und rückt zweitens auch noch seriöse Tierrechtler in die "Fanatiker-Ecke"

Millionen von Mitbürgern stimmen dieser Forderung zu. Als Konsequenz ist anzunehmen, daß diese Mitbürger, die diese Aufforderung bedingungslos unterschreiben, alle Arzneimittel nicht nehmen, die mit Hilfe von Tierversuchen entwickelt wurden und ohne diese Versuche nicht verfügbar wären. Das würde Krankenkassen und Rentenversicherung erheblich entlasten, allerdings auch die durchschnittliche Lebenserwartung drastisch senken.

Was immer der Autor zum Ausdruck bringen wollte, Tierversuche sind sofort zu beenden. In der BR ohne D gibt es kriminelle "Mitbuerger", die man dafuer hernehmen koennte. Aufgrund der Niedertracht, mit der ich und taeglich Zehntausende, Opfer von Kriminalitaet wurden, habe ich diesbezueglich keine moralischen Bedenken.

Auch dieser Artikel, welcher an die Versuche in Bremen anschließen möchte, scheint mir in seinen Darstellungen als mangelhaft. Bereits im ersten Teil wird erwähnt, dass es sehr große Übereinstimmungen zwischen der DNA-Sequenz von Schimpansen und Menschen gibt. Warum sind wir dann keine Schimpansen oder die Schimpansen keine Menschen? Weil DNA dynamische und veränderliche Strukturen besitzt, die den teilweise entscheidenden Unterschied machen, finden sich massive Unterschiede zwischen Menschen und Affen. Dies kann man unter anderem daran erkennen, wenn man sich das Proteom von verschiedenen Organismen anschaut. Das Problem an der historischen Ermittlung von Verwandschaftbeziehung, ist die rein phänotypische Kategorisierung. Nur weil ein Tier aussieht wie ein Affe, muss es noch lange keiner sein. Auch in Zukunft werden wir erleben, dass durch moderne analytische Sequenzierungsmethoden Verwandschaftsbeziehungen neu festgelegt werden müssen. Generell sollten meiner Meinung nach Versuche mit allen Formen und Arten von Tieren auf ein Minimum reduziert werden. Die Wissenschaft muss aber ihre Freiheit behalten, und darf nicht rein emotionell, ethisch und politisch überreguliert werden.

Der Beitrag war nicht schlecht, denn er ging auf Fragen ein aber gab keine automatiaschen und vorurteisbeladene Antworten. Aber was mich sehr besorgte, war die Tatsache, dass der erste Kommentar zu dem Beitrag, rot markiert war, während die anderen alle einen grüneren Schein hatten. Der erste Kommentar forderte auf, dem ungeborenen Menschen doch zummindesten eine Gleiche Chance zu geben. Und das muss die meisten !Tierliebhaber" verärgert haben. Ich rate den "Tierliebhaber", sich dafür einzusetzen, dass die vielen Gewalherrscher, die ja schon soviele Menschen vernichteten, in naher Zukunft mehr Unterstüzung bekommen, um die Menscheheit schnell auszurotten. Dann haben die Tiere ihre "Freioheit"! Mir ist jeder fehlbare Mensch lieber als ein unfehlbarer Atheist!

Alle Wesen auf dieser Erde haben die gleichen Rechte wie wir. Das Recht des Stärkeren darf nicht gelten. Was wir Menschen uns nicht antun wollen, weil es Leid ist, dürfen wir auch diesen nicht antun. Es entsteht Leid bei den Tieren. Das haben schon die Indianer in Ihren Hochkulturen gespürt, und sich entschuldigt bei den Göttern, wenn sie ein Tier geopfert haben, um zu überleben. Das Töten der Tiere erfolgte schnell! und nur um selbst zu überleben. Bei Tierversuchen (u.U. langwierige) aber geht es nicht um die unmittelbare Existenz. Tiere sind wie wir die Schöpfung Gottes, in die nicht hineingepfuscht werden darf. So wie der Mensch langsam erkennt, daß er mit der Natur nicht einfach umgehen kann, wie es ihm beliebt, so ist es im Besonderen auch mit den Tieren. Die schlimmste Bestie der Schöpfung ist und bleibt der Mensch, denn nur die menschliche Gattung ist zu so etwas fähig wie Tierversuche.

Es ist zwar interessant über die Ähnlichkeit zwischen Mensch und Affe zu diskutieren, aber bei Beurteilung dieser Versuche ist für mich ausschlaggebend das dort Tiere leiden. In der heutigen, hochtechnisierten Forschung können und müssen andere Wege gefunden werden. Wege ohne Tierleid. Wenn alle Forscher ihr enormes Wissen und Können auf Alternativen konzentrieren bin ich sicher das vielfältige, andere Möglichkeiten gefunden werden. Zum Wohle von Mensch und Tier.

Vor einem Primatenkäfig beschleicht einen immer das peinliche Gefühl: "Was gibt uns eigentlich das Recht, diese Leute, die genau so sind wie wir, in einen Käfig zu stecken?"

Die Stadt Bremen meldet im Durchschnitt 1700 Abtreibungen also Tötungen ungeborener Menschen pro Jahr. Die überwiegende Mehrzahl der Bremer Abgeordneten hat sich für eine Terminverschiebung beim Stammzellengesetz ausgesprochen, bei dem Menschen im frühen Stadium ihrer Entwicklung zu Versuchszwecken und als "Ersatzteillager" mißbraucht und vernichtet werden. - Nicht, daß auch bei Tierversuchen ethische Richtlinien eingehalten werden müssen, aber ich wünschte mir einen vergleichbaren Einsatz für den Menschen, wenn es um die Wehrlosesten unserer Gesellschaft geht, die Ungeborenen.