Ein Makake im Bremer Institut für Hirnforschung

An der Universität Bremen untersuchen Hirnforscher an Affen grundlegende Prozesse der Kognition. Tierschützer und Politiker möchten indes, dass Bremen ein „tierversuchsfreier Standort“ wird. Die Lage hat sich jetzt zugespitzt. Von Reinhard Wandtner

Lesermeinungen zum Beitrag

03. Dezember 2008 20:18
@Frau Tumminello, Ihre Argumente sind wirklich haarsträubend...  
W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

Ihre Argumente sind wirklich haarsträubend... .... wollen Sie damit andeuten, dass Versuche an der Hefezelle besser auf Menschen zu übertragen sind? Nach Ihrer Logik bleiben also nur noch Versuche an Menschen.

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03. Dezember 2008 20:13
@Babette Schröder (Babette3) Wohnen Sie vielleicht.....  
W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

Wohnen Sie vielleicht in einer kinderarmen Umgebung? Übrigens guten Appetit zum Schinkenbrötchen zum Frühstück, oder sollte ich bigMac sagen?

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03. Dezember 2008 13:39
Wer schütz uns vor den Tierschützern?  
W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

Die pauschale Ablehnung von Tierversuchen ist ebenso Ideologie wie der radikale Vegetarismus, der den Fleischverzehr bekämpft. Ein Zeichen hochgradiger Dummheit und Intoleranz. Nichts neues in der Geschichte der Medizin, die an (religiösen) Verdikten gegen ärztliche Eingriffe und ärztliche Forschung wahrlich nicht arm ist. Ich spreche den Tierversuchsgegnern pauschal die Kompetenz ab, überhaupt zu verstehen, worum es dabei geht. Ganz sicher gibt es jedoch einen Zusammenhang zwischen mangelnder Forschung und schlechter Patientenbehandlung, von den finanziellen Grenzen (Rationierung) der Behandlung ganz abgesehen. Das schliesst ethische Richtlinien keinesfalls aus, die bereits Hypokrates 500 vor Christus formuliert hat. Und auch heute gibt es genügend Ethikkommissionen.

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01. Dezember 2008 16:10
Was ist ethisch verantwortbar?  
Martin Peters (mpeters)

Die Tier im Labor von Herrn Kreiter leben sicherlich "besser" als so manches Zootier; ganz abgesehen von unseren lieben Nutztieren. Von den besonders guten Haltungsbedingungen konnte ich mich persönlich bei einem besuch überzeugen. Allerdings hat mich sehr erschreckt, dass Herr Kreiter im anschließenden Gespräch keine eigene Meinung zu der Frage der ethischen Vertretbarkeit seiner Versuche hatte. Er bezog sich ständig nur auf die deutsche Gesetzeslage. Diese sollte aber die Einstellung der Deutschen wiederspiegeln und insbesondere jemand, der direkt mit ethischen Fragen befasst ist, sollte eine eigenständige Meinung haben. Die von Herrn Kreiter betriebene Grundlagenforschung kann gar keinen konkreten kurzfristigen Nutzen haben; das muss Grundlagenforschung auch gar nicht. Aber ein Forscher sollte sich der Problematik, in der er sich bewegt, immer bewusst sein. Außerdem sollte er in der Lage sein, die Folgen seiner Forschung für die Zukunft der Menschheit gelegentlich zu bedenken. Denn Forschungsergebnisse können auch ungewollte negative Auswirkungen haben (siehe Atomforschung). Ein Forscher, der keinen eigenen Ethikbegriff hat und nicht einmal versucht, die Folgen seiner Forschung abzuschätzen, sollte so nicht arbeiten dürfen.

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27. November 2008 19:09
Forschung ohne Tierversuche !!!  
Antonietta Tumminello (astra1971)

Versuche an Affen sind aus ethischen Gründen zu verbieten. Es gibt keine Rechtfertigung für diese Experimente. Versuche an Affen liefern keine Ergebnisse, die vorbehaltlos auf den Menschen übertragen werden können. Versuche an Affen führen in der Forschung nicht weiter und müssen deshalb auch aus methodischen Gründen abgeschafft werden. Denn die falschen Rückschlüsse, die aus Tierexperimenten gezogen werden, dienen nicht selten der Rechtfertigung, für den Menschen schädliche Produkte oder Technologien auf den Markt zu bringen. Wir brauchen nicht mehr Tierversuche, sondern neue, intelligente Lösungsansätze. Tierversuchsfreie Forschungsmethoden bieten solche Möglichkeiten. Deshalb müssen finanzielle und personelle Mittel, die bisher ganz selbstverständlich in Tierexperimente geflossen sind, für eine tierversuchsfreie Forschung freigegeben werden.

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26. November 2008 18:33
Wasch mich...  
Jochen Schneider (schnej12)

...aber mach' mich nicht naß. So kommt mir die Argumentation mancher Politiker und anderer im Bericht sowie vorangegangener Kommentatoren vor. Keine Tierversuche bitte; aber beim kleinsten Husten hypochondrisch in die nächste Apotheke rennen und irgendwelche Medikamente besorgen. Ich bin bestimmt kein Fan von Tierversuchen, aber solange andere Methoden diesbezüglich keine wissenschaftlich belastbaren Testergebnisse bringen und der menschliche Organismus mit seinen unendlich vielen Wechselwirkungen nicht besser verstanden ist, wird uns nichts anderes übrig bleiben, als solche Versuche durchzuführen. Irgendwie erinnert mich das Ganze an die Anti-Atomkraft-Bewegung: AKWs sind schädlich wegen der Strahlung, Kohle- und Gaskraftwerke wegen dem CO² und Windräder wegen den Lichtreflexen. Herrlich. Willkommen im 16. Jahrhundert wenn das so weiter geht... Oh, ich vergaß: Wenn wir wieder im 16. Jh sind, gibt's ja auch keine Handys mehr zum Verabreden für's Protestieren; aber Handys beinhalten doch Coltan. War da nicht was mit den Coltan-Vorkommen im Kongo?

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26. November 2008 14:15
Keine Halbwahrheiten, Herr Muennighoff  
Michael Buchwald (Individuum)

Haben Sie Angst vor konkreten Argumenten? Die Zahlen stammen vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft und es wird von getöteten Tieren gesprochen! Seit Beginn der offiziellen Statistiken im Jahr 1989 hatte die Zahl der im Labor getöteten Tiere zunächst von 2,6 Millionen auf 1,5 Millionen Tiere im Jahr 1997 abgenommen. Seither ist ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen. Somit zeigt die Investition in Alternativen zu tierversuchen keine Wirkung. Die Hersteller von Rohstoffe für Kosmetik, Waschmittel, Reinigungsmittel usw. sind auf Grund der Chemikalien- und Gefahrstoffverordnung sowie weiterer nationaler und EU- Verordnungen verpflichtet, für die Zulassung dieser Rohstoffe, gleichgültig ob petrochemischen oder natürlichen Ursprungs und unabhängig vom späteren Einsatzgebiet, Nachweise für die toxikologische Unbedenklichkeit für Mensch und Umwelt zu erbringen. Dafür sind Tierversuche zwingend vorgeschrieben. Weiterhin steht an, dass für ca.130.000 „Alt-Chemikalien“, die bereits eine Zulassung besitzen, eine neue Zulassung nach REACH (EU-Richtlinie) beantragt werden muss. Natürlich mit umfassenden toxikologischen Nachweisen und Tierversuchen!

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26. November 2008 12:41
Also nun wirklich, Herr Buchwald!  
Philip Maria Muennighoff (Merchistonian)

Sie glauben, wenn Sie mit Zahlen um sich schmeißen, muss Ihnen einfach geglaubt werden? Statistiken wurden schon besser gefälscht. Ihre Zahl stimmt zwar, allerdings handelt es sich nicht um "zu Tode gefolterte Tiere", sondern lediglich um in Tierversuchen eingesetzte Wirbeltiere. Dazu reicht schon wenn diesen im Laufe der Untersuchungen wenig mehr als Blutproben entnommen werden. Laut den Zahlen der Bundesländer sind übrigens 82% dieser 2.609.483 Versuchstiere Nagetiere, nur 2.487 Tiere gehörten zu den Affen oder Halbaffen. Und wie sie darauf kommen, dass all diese Tiere gestorben sein sollen, ist mir ein Rätsel. Und eines noch: Soll man Ihrer Meinung nach sämtliche Forschungen, die keine Allheilmittel für die schlimmsten Krankheiten unserer Gesellschaft hervorbringen, verbieten? Grundsätzlich investiert die BRD mehr als alle anderen EU-Länder in die Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen. Auch sind Tierversuche zur Entwicklung von Tabakerzeugnissen, Waschmitteln und Kosmetika in Deutschland grundsätzlich verboten. Natürlich muss man sich weiterhin fragen, inwiefern bestimmte Tierversuche zu rechtfertigen sind, aber dies sollte man doch nun wirklich nicht Politikern im Wahlkampf überlassen.

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26. November 2008 12:33
reine Millitärforschung  
Artur Drazek (artur.d)

Dieser fette Forschungskomplex ist am strampeln um sich selbst zu erhalten dabei werden fortwährend einige wenige GUTE Medikamente als Trophäen hoch gehalten um 90 Prozent ihres fabrizieren Giftmülls zu verschleiern, jener wird mit größtem Werbeaufwand an den Mann gebracht. Die haben die Leute soweit das sie tatsächlich glauben eine Erkältung gehe ohne Synthetik nicht weg. Sie halten mit ihrer Arbeit den Statusquo aufrecht, kaum einer von denen setzt sich für eine gesündere Lebensweise ein die vorbeugend mehr Augenlicht mehr Bauchspeicheldrüsen mehr Leben retten kann als Milliarden schwere Forschung jemals zustande bringen wird, die haben kein Interesse an der zu grunde liegenden Ursache von Krankheit, das Gold liegt unter der Symptomatik, dafür wird rekrutiert und geschaufelt was das Zeug hält dabei ist ihnen nichts zu Heilig, sie nähmen die Lebenserwartung des schmutzigen, hungernden Mittelalters als Kerngröße und erzählen uns das wir dank der medizin noch nie so lange gelebt haben.

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26. November 2008 12:29
reine Millitärforschung  
Artur Drazek (artur.d)

Das meiste an Hirnforschung wird vom Militär beauftragt, finanziert oder zumindest interessiert beäugt und brauchbares in ihre fraglichen Sandkastenspiele integriert, wie in Bremen eben zu Erkennung militärischer Zielobjekte durch künstliche Intelligenz - nur zu diesem Zweck will man sich die komplexe Hirnarbeit der Affen aneignen, darin rumstochern bis brauchbares abfällt und nicht für Blinde denen man die Sehkraft verspricht, das ist verdummend, alles der Akzeptanz wegen vorgeschoben. Ähnlich wird für den Mammon in der Krebsforschung argumentiert, dabei haben die vielen Milliarden an Forschungsgeldern der letzten 50 Jahre die Todesstatistik kaum positiv beeinflusst. Ähnlich ists mit der Genforschung, was haben die nicht alles versprochen Weizen in der Wüste, Parkinson, Alzheimer.. alles bald heilbar und was haben wir bis jetzt bekommen außer dem Insulin? es wird lautstark getrommelt, kräftig Lobbyarbeit betrieben und ab kassiert haben die.

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26. November 2008 11:58
Warum werden Tierversuche durchgeführt?  
Michael Buchwald (Individuum)

Im Jahr 2007 wurden 2.609.483 Tiere in deutschen Laboratorien getötet, d.h. aller 12 sec wird ein Tier im Namen der Wissenschaft zu Tode gefoltert. Warum? Tierversuche sind zur Erlangung akademischer Titel gang und gäbe. Viele Tierversuche werden aus wissenschaftlicher Neugier, Forscherdrang oder aus Profilierungssucht gemacht. Der Zwang, für Ruhm und Ehre möglichst viele Veröffentlichungen für wissenschaftliche Zeitschriften zu schreiben, treibt so manchen Forscher dazu, immer abwegigere Versuchsanordnungen zu erdenken. Auch die bevorzugte finanzielle Förderung tierexperimenteller Forschungsvorhaben durch Bund, Länder und verschiedene Einrichtungen, wie der deutschen Forschungsgemeinschaft, sind eine Triebfeder zur Durchführung immer wieder neuer Tierversuche. Tatsächlich hat die tierexperimentell ausgerichtete Wissenschaft trotz jahrzehntelanger Forschung und des Einsatzes von Abermillionen von Tieren die so genannten Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Herz- Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Rheuma nicht besiegen können.

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26. November 2008 11:02
Lieber Hr. Tanenbaum  
Jochen Schneider (schnej12)

Ihre Kommentare sind immer wieder erfrischend und treffend. Ich habe dem nichts hinzuzufügen.

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26. November 2008 10:22
Menschenversuche statt Tierversuche?  
Josef Bujtor (Mramorak)

Wir können nur durch Tierversuche, als Menschen überleben. Aber ich habe dennoch Angst, Angst, dass die Ergebnisse in die falschen Händ kommen. Bald wird man dann diese Ergebenisse teurer Verkaufen und die Welt muss dan die Verbreitung dieser Ergebnisse besser überwachen als die Atomwaffen-Verbreitung. Man kann sich dann vorstellen, wieviele Menschen zu selbstmord Waffen "gemacht" werden können. Die muss man dann nur noch glonen.

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26. November 2008 10:01
Lieber "WehrDich"  
Jitzak Tanenbaum (tanenbaum)

Dann werden Sie sich, als integraler Bestandteil der Schöpfung, in Zukunft auch bitte keiner medizinischer Behandlung unterziehen. Kein anderer Bestandteil der Schöpfung hat diese Möglichkeit, auch Sie daher bitte nicht. Erst recht werden Sie bitte keine Arzneimittel verwenden, die andere Mitgeschöpfe wie Bakterien und Pilze töten. Sie werden ruhig zusehen, wie sie von diesen (zweifellos faszinierenden) Geschöpfen niedergestreckt werden. Und wenn Sie mit 35 alt und schwach geworden sind, werden Sie sowieso von einem Raubtier aufgefressen, weil Sie nicht schnell genug weglaufen konnten. So kehren Sie im Magen von Bruno dem Bär in den Kreislauf der Schöpfung zurück. J.T.

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26. November 2008 09:25
Tierversuche  
Markus Schwartz (Robaschi)

Wenn die operativen Eingriffe den Tieren keine Schmerzen zufügen und es nicht zu bleibenden Schäden kommt, wieso lässt sich Herr Kreiter dann nicht selbst eine Elektrode in sein Hirn einpflanzen? Dann könnte er seine imminent wichtigen Forschungen direkt bei sich testen und seine Erkenntnisse im Namen der Wissenschaft veröffentlichen. Aber vielleicht funktionieren seine Thesen bei kranken Gehirnen ja auch gar nicht.

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